Heute bei Speyer: Soldaten bauen Brücke über den Rhein
- Die Übung der Feldjäger heißt «Orange Road», benannt nach der Waffenfarbe der Militärpolizei der Bundeswehr. Geübt wird unter anderem mit einer Schwimmbrücke.
- Foto: Uwe Anspach/dpa
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Speyer. Auf Straßen und am Rhein können im Südwesten am heutigen Samstag, 25. April, und in den folgenden Tagen deutlich mehr Militärfahrzeuge und Soldaten zu sehen sein. Grund ist eine groß angelegte Übung der Bundeswehr mit rund 850 Beteiligten in Nordbaden und der Pfalz.
Bis Donnerstag, 30. April, trainiert die Militärpolizei der Bundeswehr bei der Übung „Orange Road“. Der Name leitet sich von der Waffenfarbe der Feldjäger ab. Geübt wird unter anderem das Absichern militärischer Fahrzeugkolonnen auf öffentlichen Straßen sowie der Umgang mit modernen Bedrohungen wie Drohnen.
Ein sichtbarer Teil der Übung findet am Samstag, 25. April, ab 14 Uhr bei Speyer statt. Rund 200 Soldatinnen und Soldaten üben dort das Übersetzen über den Rhein mit einer Schwimmbrücke. Auch Militärfahrzeuge sollen den Fluss überqueren.
Betroffen sind mehrere Städte in der Region. Dazu zählen:
- Speyer
- Mannheim
- Heidelberg
- Bruchsal
- Kehl
- Karlsruhe
Nach Angaben der Bundeswehr sind keine Sperrungen öffentlicher Bereiche geplant. Auch für die zivile Schifffahrt auf dem Rhein soll es keine Einschränkungen geben.
Was im Straßenverkehr gilt
Militärkolonnen gelten rechtlich als ein zusammenhängendes Fahrzeug. Deshalb dürfen sie im Verkehr nicht auseinandergerissen werden.
- Überholen ist grundsätzlich erlaubt
- Die Kolonne muss jedoch komplett überholt werden
- Zwischen einzelne Fahrzeuge einzuscheren ist verboten
In der Praxis ist das meist nur auf mehrspurigen Straßen oder Autobahnen möglich.
Keine scharfe Munition
Bei der Übung wird laut Bundeswehr keine scharfe Munition eingesetzt. Verwendet wird sogenannte Manövermunition. Dabei handelt es sich um Platzpatronen ohne Projektil.
Solche Großübungen der Feldjäger finden nach Angaben der Bundeswehr bis zu zweimal im Jahr statt. Neben der Truppe beteiligen sich regelmäßig auch Polizei und Rettungsdienste. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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