Gesund aufwachsen in Speyer– Neuer Gesundheitsbericht liefert wichtige Daten und Impulse

Bericht zur gesundheitlichen Chancengleichheit (v.l.n.r.): Im Fachbereich KJÄD angestellte Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Anne Heuberger; Fachbereichsleitung Kinder- und Jugendärztlicher Dienst (KJÄD), Dr. Herta Ramisch; Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer, Stefanie Seiler; Kommunaler Gesundheitsmanager der Stadt Speyer, Daniel Fleischmann; Fachbereichsleitung Gesundheitsförderung und Berichterstattung, Dr. Joëlle Bals; Abteilungsleitung Gesundheit und Verbraucherschutz der Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises, Alexander Weber | Foto: Stadt Speyer/gratis
  • Bericht zur gesundheitlichen Chancengleichheit (v.l.n.r.): Im Fachbereich KJÄD angestellte Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Anne Heuberger; Fachbereichsleitung Kinder- und Jugendärztlicher Dienst (KJÄD), Dr. Herta Ramisch; Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer, Stefanie Seiler; Kommunaler Gesundheitsmanager der Stadt Speyer, Daniel Fleischmann; Fachbereichsleitung Gesundheitsförderung und Berichterstattung, Dr. Joëlle Bals; Abteilungsleitung Gesundheit und Verbraucherschutz der Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises, Alexander Weber
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Speyer. Der Fachbereich Gesundheitsförderung und Berichterstattung des Gesundheitsamtes des Rhein-Pfalz-Kreise hat gemeinsam mit dem kommunalen Gesundheitsmanagement der Stadt Speyer einen neuen Gesundheitsbericht zur gesundheitlichen Situation von Kindern und Jugendlichen in Speyer erstellt. Bürgermeisterin der Stadt Speyer, Monika Kabs, betont: „Speyer ist seit vielen Jahren engagiert in der Gesundheitsförderung – in den Kitas, Schulen, im Sozial- und Jugendbereich. Mit der Einführung des kommunalen Gesundheitsmanagements haben wir einen entscheidenden Schritt gemacht, um dieses Engagement noch systematischer, datenbasiert und wirksam zu gestalten.“

Der Bericht wurde am Montag, 6. Oktober 2025, vorgestellt und bietet erstmals eine umfassende Datengrundlage für die kommunale Gesundheitsförderung in Speyer.

„Mit diesem Bericht schaffen wir eine fundierte Grundlage, um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Speyer gezielt zu fördern“, erklärt Joelle Bals, Leiterin des Fachbereichs Gesundheitsförderung und -berichterstattung. „Er zeigt, wo bereits starke Ressourcen vorhanden sind und wo Herausforderungen bestehen, die als Ausgangspunkt für zukünftige Planungen dienen können.“

Kooperation zwischen Kreis und Stadt – Ein Modell für kommunale Gesundheitsförderung

Der Bericht entstand in enger Zusammenarbeit zwischen dem Gesundheitsamt des Rhein-Pfalz-Kreises und der Stadt Speyer. Speyer ist eine von drei kreisfreien Städten im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes. Die gemeinsame Erstellung zeigt beispielhaft, wie Gesundheitsförderung über Verwaltungsgrenzen hinweg datenbasiert unterstützt werden kann.
„Unser Ziel als Gesundheitsamt ist es, belastbare Informationen bereitzustellen, auf deren Grundlage die Stadt gezielt Maßnahmen planen kann. Entscheidungen über konkrete Handlungsoptionen liegen in kommunaler Verantwortung“, betont Alexander Weber, Leiter der Abteilung Gesundheit und Verbraucherschutz des Rhein-Pfalz-Kreises.

Gesundheitsförderung und Prävention – Grundlage für ein gesundes Aufwachsen

Gesundheitsförderung bedeutet mehr als Krankheitsvermeidung. Sie will Kinder und Jugendliche befähigen, ihre eigene Gesundheit aktiv zu stärken – und setzt dort an, wo sie leben und lernen: in Familien, Kitas, Schulen und Nachbarschaften.
„Gesundheit entsteht im Alltag“, so Bals „Wenn wir verstehen, welche Bedingungen die Gesundheit von Kindern beeinflussen, können Städte gezielt unterstützen, um faire Chancen für alle zu schaffen.“

Mit dem Beitritt zum Gesunde-Städte-Netzwerk hat Speyer zusätzlich gezeigt, dass es sich an den höchsten Standards orientiert und Gesundheit als Querschnittsaufgabe versteht. Dieser Ansatz verbindet Frühe Hilfen, Familienarbeit, Jugendarbeit, Präventionsangebote und sozialräumliche Projekte miteinander – für mehr Chancengerechtigkeit, mehr Teilhabe und mehr Lebensqualität für alle Kinder und Jugendlichen.

Zentrale Ergebnisse des Berichts

Der neue Bericht zeigt nicht nur, was Speyer bereits erreicht hat, sondern benennt auch die Themen, die künftig im Mittelpunkt stehen sollen.

Ressourcen:

  • hohe Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen,
  • überdurchschnittliche HPV-Impfquote bei Jungen,
  • steigende Stillraten.

Herausforderungen:

  • Rückgang schwimmfähiger Kinder im Vorschulalter,
  • zunehmende psychische Belastungen bei Jugendlichen nach der Pandemie,
  • soziale Unterschiede in der sportlichen Aktivität,
  • Zunahme unzureichender Deutschkenntnisse vor der Einschulung.

Diese Ergebnisse bieten der Stadt eine klare Datengrundlage, um zukünftige Strategien zur Gesundheitsförderung gezielt auszurichten.

Fokus auf Chancengleichheit und Lebenswelten

Besonderes Augenmerk legt der Bericht auf gesundheitliche Chancengleichheit. Soziale Faktoren wie Bildung, Einkommen oder Herkunft beeinflussen maßgeblich, wie gesund Kinder aufwachsen.
Der Bericht empfiehlt, Prävention und Gesundheitsförderung dort anzusetzen, wo Kinder und Familien mit besonderen Belastungen leben – und die Lebenswelten Familie, Kita und Schule stärker in den Blick zu nehmen.

Mit dieser Initiative unterstreicht Speyer seinen Anspruch, gesundes Aufwachsen zur Priorität zu machen. Die Stadt lädt alle Akteure – von Schulen über Vereine bis hin zu Familien – ein, diesen Weg gemeinsam zu gestalten.

Ausblick

Das Gesundheitsamt wird das kommunale Gesundheitsmanagement der Stadt Speyer weiterhin fachlich begleiten – mit Gesundheitsdaten, Analysen und Empfehlungen. Die konkrete Umsetzung von Maßnahmen liegt in der Verantwortung der Stadt. „Dieser Bericht ist kein Endpunkt, sondern ein Anfang. Wir wollen ihn nutzen, um ins Gespräch zu kommen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und konkrete Maßnahmen anzustoßen. Denn Gesundheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe – und Speyer geht sie mit Mut, Kreativität und starken Partnern an“, so Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler.

„Mit dem Bericht wollen wir die Basis schaffen, damit die Stadt evidenzbasierte Entscheidungen für die Gesundheit ihrer Kinder und Jugendlichen treffen kann“, sagt Bals.

Hintergrund

Der Bericht wurde im Rahmen der Initiative „Gesundheit leben, Zukunft gestalten“ des Fachbereichs Gesundheitsförderung und Berichterstattung des Gesundheitsamtes des Rhein-Pfalz-Kreises erstellt. Ziel ist es, alle Kommunen im Zuständigkeitsgebiet – einschließlich der drei kreisfreien Städte – bei der Entwicklung einer datengestützten, bedarfsgerechten Gesundheitsförderung zu unterstützen. Grundlage bildet das Präventionsgesetz (PrävG) sowie die Landesrahmenvereinbarung Rheinland-Pfalz. [red]

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Autor:

Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße

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