Helikopter über der Pfalz: Stromleitungen werden aus der Luft überprüft
- Vom 12. Januar bis Mitte Februar 2026 führt Amprion Leitungskontrollen per Helikopter durch
- Foto: Amprion GmbH
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Pfalz. Ohne Strom geht nichts. Doch, wie die jüngsten Ereignisse in Berlin zeigen, wird die Bedrohungslage durch Sabotage von kritischen Infrastrukturen schwieriger. Aber auch unabhängig von Sabotage kann Energieinfrastruktur an ihre Grenzen geraten. Durch Abnutzungserscheinungen an Stromleitungen zum Beispiel, die je nach Ausmaß die Stromversorgung beeinflussen können.
Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion überprüft daher von Mitte Januar bis Mitte Februar seine Höchstspannungsfreileitungen vom Helikopter aus - auch in der Pfalz. Die Befliegungen beginnen am Montag, 12. Januar. Ziel der Flüge ist es, mit Hilfe spezieller Infrarotkameras mögliche Schäden an den Freileitungen frühzeitig zu erkennen, um im Anschluss erforderliche Reparaturarbeiten durchführen zu können.
Der Flugplan ist abhängig vom Wetter, Flugtermine und -orte können sich daher witterungsbedingt immer wieder verschieben und ändern. In der Pfalz ist der Helikopter im Raum Ludwigshafen, Frankenthal, Rhein-Pfalz-Kreis, Bad Dürkheim, Germersheim, Donnersbergkreis und Kaiserslautern unterwegs.
Bei einer Fluggeschwindigkeit von zwischen 30 und 40 Stundenkilometern werden die Freileitungen mit speziellen hochauflösenden Infrarotkameras kontrolliert. Aus der Luft sind viele Schäden leichter erkennbar als vom Boden. Kontrolliert werden insbesondere Seilschäden und thermische Auffälligkeiten, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind.
Mängel werden nach der Durchführung der Kontrollflüge ausgewertet und später behoben. Gravierende Mängel wie ein defekter Isolator werden sofort gemeldet und umgehend repariert. Kontrollen aus der Luft mittels Infrarot-Thermographie werden bereits seit mehreren Jahren erfolgreich eingesetzt. Diese Inspektionen ergänzen visuelle Kontrollen und Kontrollen vom Boden aus, bei denen es insbesondere um Schäden am Mast, etwa verbogene Maststreben oder defekte Fundamente geht.
Für Helikopterpilot*innen ist die Leitungsbefliegung immer wieder eine Herausforderung, da sie zum Teil in niedriger Flughöhe bis auf wenige Meter an die Masten und Leitungen heranfliegen müssen. Zudem müssen die Wetterbedingungen für einen sicheren Start und die Durchführung der notwendigen Aufnahmen stimmen.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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