40 Grad in Sicht: So bereitet sich das Vincentius-Krankenhaus in Speyer auf die Hitzewelle vor
- Hitze kann älteren Menschen gefährlich werden, besonders bei gesundheitlichen Vorbelastungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Pflegekraft Xhemadie Bytyqi misst den Blutdruck bei einer Patientin.
- Foto: Sankt Vincentius Krankenhaus
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Speyer. Die Hitze trifft auch den Klinikalltag in der Vorderpfalz. Im Sankt Vincentius Krankenhaus in Speyer belastet die aktuelle Hitzewelle sowohl Patientinnen und Patienten als auch das Team. Mit Lüften am frühen Morgen, Wasserangebot und Ventilatoren versucht das Krankenhaus, Risiken zu senken.
Operationssäle, Intensivstation, Schlaflabor sowie die im letzten Jahr neu eröffnete Zentrale Notaufnahme und das Elektives Behandlungszentrum kühlt das Krankenhaus mit Klimaanlagen. In anderen Bereichen fehlt die Klimatisierung. Im neuen Bettenhaus bleibt es laut Krankenhaus dank moderner Dämmung und Außenbeschattung deutlich kühler als in den Stationen des Bettenhauses aus den 1980er-Jahren.
Wasser, Ventilatoren und Eisbecher gegen die Belastung
Um die Temperatur in den Gebäuden zu drücken, lüftet das Krankenhaus in den frühen Morgenstunden intensiv. Patientinnen und Patienten bekommen derzeit außerdem einen Fächer als kleine Aufmerksamkeit.
Dr. med. Oliver Niederer, Ärztlicher Direktor im Sankt Vincentius Krankenhaus, sagt: Alle Pflegekräfte auf Station achten in diesen Tagen ganz besonders darauf, dass unsere Patienten genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Wasser, Tee und Kaffee stehen jederzeit kostenlos auf allen Stationen zur Verfügung – auch unseren Besuchern.
Auch für Mitarbeitende stellt das Krankenhaus in den Sommermonaten kostenlos Mineralwasser bereit. Wo es möglich ist, etwa in Büros, kann das Team Ventilatoren aufstellen. Die Haustechnik hatte die Geräte laut Krankenhaus bereits zu Beginn des Jahres vorsorglich angeschafft.
Als zusätzliche Abkühlung bietet die Cafeteria im Rahmen einer Eistag-Aktion kostenlose Eisbecher an.
- Eistag für Mitarbeitende im Sankt Vincentius Krankenhaus – die kleine
kostenlose Erfrischung bringt auch gute Laune: Dr. med. Oliver Niederer mit Kolleginnen aus der Pflege und der Küche - Foto: Sankt Vincentius Krankenhaus
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In der Zentralen Notaufnahme bleibt die Lage während der aktuellen Hitzewelle laut Krankenhaus bislang vergleichsweise ruhig. Thomas Goldmann, Leitender Arzt der Zentralen Notaufnahme, registrierte nach eigenen Angaben bisher keine auffälligen Häufungen hitzebedingter Notfälle. Goldmann warnt aber: Das kann sich noch ändern, da es bis zum Wochenende ja 40 Grad werden sollen.
Goldmann appelliert, eine Überfüllung der Zentralen Notaufnahme zu vermeiden. Er rät dazu, bei Hitze ausreichend zu trinken und Alkohol komplett zu meiden. Außerdem empfiehlt er, pralle Sonne zu vermeiden und sich tagsüber möglichst nicht draußen aufzuhalten.
Entlastung soll es perspektivisch auch durch neue Technik geben. Auf der neuen Wahlleistungsstation, die gerade im 4. Obergeschoss im Bettenhaus entsteht, installiert das Krankenhaus ein Kühldeckensystem. Es soll künftig Patientenzimmer, Lounge und Pflegestützpunkt kühler halten. Eröffnen will das Krankenhaus die Station aber erst 2027, wie die Klinik mitteilt.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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