KC Rot-Weiss Lachen-Speyerdorf startet in Saison
Zirkusluft und Narretei

Die „Hasefröschelcher“ beim Schautanz.

Von Carsten Hofsäß

Lachen-Speyerdorf. Unter dem Motto „Zirkusluft und Narretei, Vorhang auf – Manege frei!“ startete der KC Rot-Weiss Lachen-Speyerdorf am Samstag mit viel Begeisterung in die heiße Phase der Karnevalszeit und feierte mit einem „richtig schönen, geilen Abend“ seine erste von insgesamt drei Prunksitzungen in Lachens „Alter Turnhalle“. Drei Wochen lang dekorierten Vereinsmitglieder die Halle passend zum Thema mit Clownsmasken, Zirkussprüchen und bunten Farben dekoriert und verwandelten die Bühne mit dem Elferrat zu einer Zirkusmanege, auf der ein Popcornstand das Rednerpult markierte.
Mit einem bunten Mix aus Schau- und Gardetänzen, Büttenreden, musikalischer Unterhaltung und einer außerplanmäßigen Ehrung von vier Vereinsmitgliedern, die vom Karnevalverein Rheinschanze 1877 Ludwigshafen mit dem Orden vom goldenen Vlies ausgezeichnet und zu Rittern vom goldenen Vlies geschlagen wurden, gelang dem Verein ein rundum gelungener Abend. Besonders der Auftritt des Elferrats kam sehr gut an, da hier mit viel Liebe zum Detail eine Zirkusshow mit Menschen, Tieren, Sensationen und viel Witz geboten und sogar ein Teilnehmer „durchsägt“ wurde. Nach der Begrüßung blickte die Symbolfigur des Vereins, Hasenfrosch Jörg Sehnke, als Wutbürger in gelber Weste auf das vergangene Jahr zurück und ließ die politischen Ereignisse nochmals Revue passieren. Pointiert ging er vom Wirken des amerikanischen Präsidenten über den unklaren Brexitkurs und die vergangene Fußballweltmeisterschaft auf die gar nicht mehr so große Koalition im Bund sowie die aktuelle Schwäche der Volksparteien ein, um dann den Fokus auf Neustadt und Lachen-Speyerdorf zu legen und die vielen lokalen Themen wie die Entwicklung beim Hertie-Gebäude, den Müllskandal und die Lindenfällungen am Jahnplatz sowie die daraus folgenden Konsequenzen für die Kommunalwahlen zu erwähnen. Er lobte jedoch auch das große ehrenamtliche Engagement im Ort und die große Solidarität zwischen den Vereinen.
Die Gardetänze der Kinder-, Junioren- und Prinzengarde wussten das Publikum zu begeistern, besonders die Schautänze rissen es richtiggehend mit. Bereits die kleinsten Tänzerinnen und Tänzer, die Hasefröschelcher, begeisterten mit ihrem „Entchentanz“, aber auch die Garden, die Dancing Dolls in einer Aschenputtel-Geschichte und das Männerballett der „Schorlebrieder“, die als Steinzeitmenschen ihr elfjähriges Bestehen feierten, kamen sehr gut beim Publikum an. Auch die musikalische Einlage von Sitzungspräsident Christian Gerau wurde begeistert aufgenommen. Büttenrednerin Tatjana Hill erzählte derweil von ihren Erfahrungen beim Renovieren und Tapezieren, während „der schnelle Latuschek“ Florian Wanger über die Bedeutung der Küsse aufklärte und abschließend warnte: „Gib acht, wenn sie die Schnute spitzt.“
Felipe Krauß und Michel Schick berichteten von ihren Erlebnissen im Skiurlaub und Martina Frech und Edith Gerau erzählten als zwei Babys „Dinchen und Mariechen“ im Hochstuhl sitzend über die Probleme des Kleinseins. Das innere „Schakara“ beschworen Nicole Spiegl und Nadine Zwing. Wolfgang Hauck hielt ein Loblied auf die Männer und Hermann Lagas verzweifelte an Gastredner Claus Schick und den Tücken der Technik, da dieser seine Schreibmaschine nicht reparieren konnte. Die beiden brachten wie Gaby Maurer, die von den Erlebnissen mit ihrem „Labbeduddel“ erzählte, den Saal zum Kochen. ho

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