Caritas-Altenzentrum St. Ulrich züchtet jetzt eigene Kräuter
Würze für die Stadt

Die Mitglieder des BUND, Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer (2.v.l.) und die Mitarbeiterinnen des Caritas-Altenzentrums St. Ulrich pflanzten die ersten Kräuter in das Hochbeet ein.
  • Die Mitglieder des BUND, Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer (2.v.l.) und die Mitarbeiterinnen des Caritas-Altenzentrums St. Ulrich pflanzten die ersten Kräuter in das Hochbeet ein.
  • Foto: Brigitte Deiters
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Von Brigitte Deiters

Neustadt. „Heute Hochbeetfest!“ So steht es auf einer Tafel vor dem Eingang des Caritas-Altenzentrums St. Ulrich. Im Garten stellen an diesem Tag drei Mitglieder des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Neustadt zwei Hochbeete auf – ein weiteres, etwas kleineres, steht bereits auf der Konrad-Adenauer-Straße, direkt vor dem Eingang.
Vor einigen Wochen wurde Sabine Schanz, Assistentin der Einrichtungsleitung des Altenzentrums, auf die Aktion des BUND aufmerksam: „Würze für die Stadt.“ Das Projekt soll dem Ziel eines urbanen Gartenprojekts möglichst nahe kommen: Die Naturschutzgruppe möchte 30 bis 40 Hochbeete in der Stadt verteilen und sie mit Lebensmitteln bestücken. Genutzt wird dazu das Holz von Bäumen, die in der Stadt gefällt wurden. Für das Vorhaben wurden Partner gesucht – und im Caritas-Altenzentrum wurde ein solcher gefunden. Nun also werden die Hochbeete gebracht, mit Holzhäckseln und Pflanzerde gefüllt und anschließend mit den ersten Kräuterpflanzen – beispielsweise Rosmarin, Salbei, Majoran, Minze und Lavendel – bestückt. „Die Beete sind für unsere Bewohner absolut aktivierend“, erklärt Sabine Schanz: „Wenn sie gärtnern, tun sie das mit allen Sinnen, sie riechen die Düfte, sehen die Pflanzen und können sie anfassen. Und in der Küche werden die frischen Kräuter auch verwendet, so dass sie sie am Ende auch schmecken können.“ Viele Bewohner, weiß sie, hatten früher selbst einen Garten, und freuen sich, wenn sie aktiv werden können: „Das gibt ihnen das gute Gefühl, dass sie gebraucht werden, Verantwortung haben, und sie fühlen sich heimischer.“ So viele Vorteile sollten gefeiert werden – mit dem Hochbeetfest. Dabei wurde gegrillt, es gab Kaffee und Kuchen im sonnigen Garten, das Ehepaar Hund gestaltete mit seiner Drehorgel den Nachmittag musikalisch. Der Erlös kommt dem BUND zugute, denn der hatte für die Herstellung der bisher zwölf Hochbeete – weitere sollen folgen – ja auch Unkosten. Und auch Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer freute sich, schließlich hilft das Projekt auch der Stadt beim Antrag auf das Label „StadtGrün naturnah“. dei

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