Grandioses Wander-Highlight im Pfälzerwald
Sagenhafter Drachenfels

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Von Markus Pacher

Wandertipp.Er zählt zu den magischen Orten der Pfalz. Viele Mythen und Legenden ranken sich um ihn. Sein Gipfelplateau aus Bundsandstein misst stolze 13 Hektar und steht seit 1972 unter Naturschutz. Die Rede ist vom Drachenfels. Mit seinen 570 Meter Gipfelhöhle ist er die höchste Erhebung des nördlichen Pfälzerwalds. 

Spektakulär und "sagenhaft" wie das Gipfelplateau sind die darunter befindlichen Höhlen und bizarren Sandsteinformationen. Hier wird Erdgeschichte lebendig. Woher der Name Drachenfels stammt? Unweigerlich erinnern wir uns an Siegfried und den Drachen aus der Nibelungensage.

Drachenkammer und Drachenhöhle

Konkretere Formen nehme diese Assoziationen beim Besuch der  „Drachenkammer“ und der größeren „Drachenhöhle“ an, die über eine in den Felsen gehauene und mit einem Geländer gesicherten Galerie erreichbar sind. Bis 1920 soll dort ein Schlangenadler-Paar genistet haben bevor es der Gewehrkugel eines Jägers zum Opfer fiel. Nur noch schwach erkennbar ist der ehemalige Ringwall und die Reste einer Befestigung aus römischer Zeit. Herrliche Aussichten bis zu den Gipfeln des Hunsrücks bietet der Westfelsen am nördlichen Ende des Plateaus, während der gegenüberliegende Südfelsen die Sicht bis in die Vogesen freigibt.

Kein Sonntagnachmittagsspaziergang

Der Drachenfels ist von allen Seiten fußläufig erreichbar, unzählige Wanderrouten führen zu seinem Plateau. Allerdings muss man in jedem Fall einige Stunden Zeit einkalkulieren - ein gemütlicher Sonntagnachmittagsspaziergang ist es nicht, hier ist frühzeitiges Aufbrechen angesagt. Der kürzeste Zugang ist vom Gasthaus Saupferch, das mit dem Auto von der B37 von Bad Dürkheim kommend über ein zwei Kilometer langes, zur Zeit leider gesperrtes Forststräßchen erreichbar ist. 
Unser Rundwegvorschlag umfasst 10 Kilometer. Man begibt sich dabei in teils sehr steiles Gelände - wer auf Schweißausbrüche verzichten möchte, sollte wenigstens vier Stunden einkalkulieren. Wir stellen also unser Auto auf dem Parkplatz vor dem Gasthaus Saupferch ab und folgen der  blauen Strichmarkierung.
 

Knackiger Aufstieg

Es folgt ein knackiger einstündiger Aufstieg zum Westfelsen des Drachenfelses (571 m), von wo wir die herrliche Aussicht über das nördliche Pfälzer Bergland genießen. Gemütlich schlendern wir von dort über das  Plateau mit seinen uralten Baumbeständen zum Südfelsen - ein besonderes Erlebnis für Hobby-Ornitholgen. Auch wenn wir vergeblich nach Schlangenadler Ausschau halten, erfreuen wir uns am Gezwitscher zahlreicher anderer Vogelarten, die sich in den alten Bäumen offensichtlich sehr wohl fühlen. Unsere Rast legen wir am Südfelsen ein. Der Rückweg erfolgt unterhalb und entlang der Felsenbastion und führt uns über den Punkt Sieben Wege in weitem Bogen am Nadenbrunnen vorbei zum Wanderheim Lambertskreuz. Über der Sohle des Dreibrunnentales gelangen wir zurück zum  Ausgangspunkt Saupferch.

Eckdaten: Rundweg, Anfahrt, Einkehr

Rundwanderung Saupferch - Drachenfels - Sieben Wege - Lambertskreuz - Saupferch;  10 Kilometer, 4 Stunden

Anfahrt: Ab B 37 von Bad Dürkheim kommend, vorbei an Hotel-Pension Wolfental und links ab auf Stichsträßchen 2 Kilometer bis Parkplatz beim Waldgaststätte  "Zum Sau­pferch".

Einkehr: 
Waldgaststätte "Zum Saupferch", Inh. Sabrina Wedekind, Jägerthal, 67098 Bad Dürkheim, Telefon 06329 989021
Montag: Ruhetag; Dienstag: 11-20 Uhr; Mittwoch: 11 - 20 Uhr; Donnerstag : 11-20 Uhr; Freitag: 11-20 Uhr; Samstag: 11-20 Uhr; Sonntag: 11-20 Uhr
Waldhaus Lambertskreuz, Andre Distel, Telefon 06321 188847, hallo@lambertskreuz.eu, Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr

Autor:

Markus Pacher aus Neustadt/Weinstraße

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