MVV in Mannheim senkt Prognose nach neun Monaten
- MVV hat in Mannheim Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres vorgelegt und die Ergebnisprognose angepasst.
- Foto: MVV Energie AG, Mannheim
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Bilanz. Der Mannheimer Energiekonzern MVV hat für die ersten neun Monate seines Geschäftsjahres rückläufige Erlöse und ein schwächeres operatives Ergebnis gemeldet. Zugleich hat das Unternehmen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr angepasst.
Nach Angaben von MVV lagen die bereinigten Umsatzerlöse im Zeitraum vom 1. Oktober bis 30. Juni bei 4,3 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 4,9 Milliarden Euro. Als Gründe nennt das Unternehmen niedrigere Gas-Großhandelspreise sowie einen geringeren Absatz bei Gas und Strom.
Das operative Ergebnis, das sogenannte Adjusted EBIT, sank von 323 Millionen Euro im Vorjahr auf 225 Millionen Euro. Rückgänge gab es demnach vor allem in den Segmenten Kundenlösungen sowie Erzeugung und Infrastruktur.
Leichte Zuwächse bei neuen Energien
Im Segment Neue Energien lag das Ergebnis laut MVV leicht über dem Vorjahreswert. Das Unternehmen führt das unter anderem auf Zuwächse bei Windenergieanlagen und im Projektentwicklungsgeschäft zurück.
Belastet wurde die Entwicklung nach Unternehmensangaben dagegen durch eine geringere Anlagenverfügbarkeit im Umweltgeschäft. Als ein Grund wird ein Kesselschaden in der thermischen Abfallbehandlungsanlage in Mannheim genannt.
Ergebnisprognose angepasst
Vor dem Hintergrund der bisherigen Geschäftsentwicklung rechnet MVV für das Geschäftsjahr 2026 nun mit einem Adjusted EBIT zwischen 190 und 225 Millionen Euro. Damit wurde die bisherige Bandbreite leicht angepasst.
In den ersten neun Monaten investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben 497 Millionen Euro. Das Geld floss vor allem in die klimafreundliche Erzeugung von Wärme und Strom, in den Ausbau und die Modernisierung der Verteilnetze sowie in den Bau einer neuen thermischen Abfallbehandlungsanlage im englischen Wisbech.
Zeitplan für Klimaziele verschoben
MVV hat zudem den Zeitplan für seine Klimaziele überarbeitet. Das Unternehmen strebt nun an, möglichst 2040 klimapositive Wirkung zu erreichen. Als Gründe verweist der Konzern auf das schwierige energiewirtschaftliche Umfeld, geopolitische Konflikte, die schwächere Konjunktur und aus seiner Sicht fehlende Rahmenbedingungen für langfristige Investitionen.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |