Rhein-Neckar Löwen: Sandell überragt beim Heimsieg gegen Lemgo – Nächste Station Berlin
- Lukas Sandell setzt sich beim Wurf gegen den Lemgoer Hendrik Wagner durch.
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Von Andreas Martin
Handball. Den Freitagabend werden die 9408 Zuschauer in der SAP Arena wohl nicht so schnell vergessen, hatten die Rhein-Neckar Löwen mit dem TBV Lemgo Lippe doch eines der aktuellen Top-Teams der Handball-Bundesliga zu Gast. Lange sah es so aus, als würden die Gäste aus Ostwestfalen beide Punkte aus Mannheim mit nach Hause nehmen und man müsste sich mit der nächsten Niederlage gegen eines der Top-Teams anfreunden. Doch nicht zuletzt wegen eines überragenden Lukas Sandell gelang es dem Team von Löwen-Trainer Maik Machulla, diese Partie in den Schlussminuten noch umzubiegen. Am Ende stand tatsächlich ein umjubelter 32:30 (13:17)-Sieg für die Gelbhemden auf der Anzeigetafel! Satte 13 Tore steuerte dabei Sandell zu diesem Erfolg bei, der in diesem Spiel so richtig heiß lief und gerade einmal 15 Würfe benötigte, um seine Treffer zu erzielen. Dass der Schwede am Ende einen Sieg mit den Rhein-Neckar Löwen bejubeln würde, zeichnete sich allerdings zunächst so gar nicht ab. So sollte Sandells erstes Tor in der Partie zum 2:1 für lange Zeit die einzige Führung der Gelbhemden bleiben. Beim Stand von 2:4 konnte Löwen-Torwart David Späth zwar einen Siebenmeter von Samuel Zehnder, inklusive Nachwurf, parieren, doch die Ostwestfalen zogen dennoch bis auf 2:8 davon! Dass die Löwen dann doch nicht ganz den Anschluss verloren, lag an Sandell, der mit seinen Toren zum 6:10, 7:11, 8:11 und 9:12 die Hausherren im Spiel hielt.
Das letzte Löwen-Tor in Halbzeit eins blieb allerdings Mathias Rohde Larson mit dem 13:16 vorbehalten. Praktisch mit der Pausensirene brachte der Lemgoer Niels Gerardus Versteijnen per verwandeltem Siebenmeter die Löwen zur Halbzeit mit 13:17 ins Hintertreffen. Und nach der Pause? Na klar, da war es wieder Sandell, der auf 14:17 verkürzte. Der Schwede traf auch zum 17:18 und Dani Baijens ließ die Löwen-Fans gar den 18:18-Ausgleich bejubeln! Doch die Führung war für das Machulla-Team dennoch nicht in Sicht. So traf Tim Suton sogar wieder zur 21:18-Führung für die Gäste. Spätestens jetzt wurde das Ganze eine Angelegenheit zum Fingernägelkauen und Jannik Kohlbacher stellte für die Löwen auf 22:22. In Führung gingen die Gastgeber danach aber wieder nicht. Sandell verkürzte auf 23:24 und hielt die Sache eng. Auch das 26:27 markierte der Schwede und als Sandell auch das 28:28 erzielte, brodelte die SAP Arena und sollte dies auch weiter tun. Denn diesmal war es nicht der TBV Lemgo Lippe, der wieder in Führung ging, nein, es war Sandell, der die Löwen in der 56. Minute mit dem 29:28 die zweite Führung in diesem Spiel feiern ließ! Baijens erhöhte auf 30:28 (57.). Versteijnen verkürzte auf 30:29 (58.). Aber es gab ja noch Sandell, der mit dem 31:29 (58.) und dem 32:29 (60.) den Heimsieg der Löwen sicherstellte! Daran konnte auch das 32:30 (60.) des Lemgoers Leve Carstensen nichts mehr ändern. Als Nächstes führt der Spielplan der Handball-Bundesliga die Löwen am Sonntag, dem 1. März, in die Max-Schmeling-Halle nach Berlin, wo man es ab 18 Uhr in einem weiteren Kracherspiel mit dem gastgebenden Titelverteidiger Füchse Berlin zu tun bekommt. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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