Rhein-Neckar Löwen: Drei Sekunden fehlen im Krimi gegen Kiel zum Remis – Es folgt der Sieg in Minden
- Steven Plucnar (links) und Sebastian Heymann (rechts) versuchen den Kieler Nikola Bilyk (Mitte) am Wurf zu hindern.
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Von Andreas Martin
Handball. Die Handball-Bundesliga hat die Rhein-Neckar Löwen wieder. Das erste Ligaspiel nach der EM-Pause versprach einen echten Knaller gegen den Rekordmeister THW Kiel. Die 11 248 Zuschauer in der Mannheimer SAP Arena bekamen denn auch einen echten Krimi zu sehen, der allerdings nicht nach dem Geschmack der Löwen-Fans ausfiel, denn am Ende mussten sich die Löwen den Zebras mit 27:28 (15:12) denkbar knapp geschlagen geben. Drei Sekunden vor dem Ende schien das Team von Löwen-Trainer Maik Machulla nach einer starken Leistung im ersten Ligaspiel des Jahres zumindest einen Punkt in Mannheim behalten zu können, aber dann setzte der Schwede Eric Johansson beim Stand von 27:27 zum Wurf für die Kieler an und traf zum 27:28 (60.). Löwen-Torhüter David Späth versuchte noch einen letzten Angriff einzuleiten, aber der Ball hatte sich so im Tornetz verfangen, dass er ihn nicht mehr nach vorne werfen konnte, und die Kieler bejubelten den Sieg! Vor dem Spiel wurden auf beiden Seiten die deutschen Vizeeuropameister geehrt. Beim THW Kiel waren dies Torhüter Andreas Wolff, Rune Dahmke und Lukas Zerbe und bei den Rhein-Neckar Löwen Torwart David Späth und Jannik Kohlbacher. Dani Baijens (Niederlande) konnte, wie erhofft, nach seiner bei der EM erlittenen Verletzung gegen die Kieler mitwirken. Somit standen Maik Machulla mit Haukur Thrastarson (Island), Gino Steenaerts (Schweiz), Lukas Sandell und Edwin Aspenbäck (beide Schweden) alle sieben EM-Teilnehmer der Gelbhemden zur Verfügung.
Aus dem Land des neuen Handball-Europameisters Dänemark kommt Torhüter Mike Jensen. Der dänische Torhüter hat seinen Vertrag bei den Badenern dieser Tage bis 2028 verlängert und bildet somit auch weiterhin gemeinsam mit David Späth das Torhütergespann der Rhein-Neckar Löwen. Gegen Kiel kam Jensen allerdings nur auf 16 Sekunden Einsatzzeit, denn Späth hütete gegen die Zebras ansonsten das Löwen-Tor. Das tat er gut, aber seine zehn Paraden reichten am Ende nicht, um Zählbares zu behalten. Dabei gelang es den Gelbhemden durch Kapitän Patrick Groetzki, bis auf fünf Tore davonzuziehen, als dieser die Löwen-Fans das 13:8 bejubeln ließ. Die Kieler kamen zwar wieder etwas heran, aber die Hausherren nahmen dennoch eine 15:12-Führung mit in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte gelang es den Löwen zunächst, diesen Drei-Tore-Vorsprung zu verteidigen, aber sie trafen selbst nicht mehr und schließlich stand es 16:16! Magnus Landin Jacobsen stellte sogar auf 21:19 für Kiel, aber die Rhein-Neckar Löwen fanden zurück ins Spiel. Als Tim Nothdurft 15 Sekunden vor Spielende einen Siebenmeter zum 27:27 verwandelte, winkte den Löwen zumindest ein Unentschieden, aber am Ende fehlten dazu eben drei Sekunden! Update: Die Chance nach der Heimniederlage gegen Kiel, jetzt die ersten Punkte im Jahr 2026 zu verbuchen, haben die Löwen am Samstag mit einem 34:28 (19:15)-Sieg beim abstiegsgefährdeten GWD Minden genutzt. Die Karten für das Spiel waren heiß begehrt. So waren 3675 Zuschauer in die Kampa-Halle in Minden geströmt. Kein Wunder, konnten die Hausherren doch erstmals seit drei Jahren wieder in eigener Halle Bundesliga spielen, nachdem diese wegen baulicher Mängel saniert worden war und man so lange in die Kreissporthalle Lübbecke, die Heimat des TuS N-Lübbecke, ausweichen musste. In Minden glänzte Jannik Kohlbacher bei den Löwen mit satten zehn Toren! Am Freitag, dem 20. Februar (20 Uhr), kommt mit dem TBV Lemgo Lippe ein Topteam der Handball-Bundesliga in die SAP Arena. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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