Rhein-Neckar Löwen: Die zwei Punkte gegen Lemgo bleiben– Gensheimer mit neuer Aufgabe und Pleite in Erlangen
- Löwen-Spieler Tim Nothdurft (links) versucht Maciej Gebala vom HCE am Wurf zu hindern.
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Von Andreas Martin
Handball. Noch bevor die Rhein-Neckar Löwen am Ostersonntag beim HC Erlangen zum nächsten Spiel in der Handball-Bundesliga antraten, durften sie am 2. April faktisch einen Sieg feiern. So hob die 2. Kammer des Bundessportgerichts die Entscheidung der HBL auf, den Löwen die zwei Punkte aus dem 32:30-Heimsieg gegen den TBV Lemgo Lippe vom 20. Februar 2026 abzuziehen, weil in diesem Spiel im Kader der Rhein-Neckar Löwen ein Spieler stand, für den vor dem Spiel keine unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarung bei der HBL vorgelegen haben soll. Gegen die Umwertung dieses Spiels auf 0:2 Punkte legte der Handball-Bundesligist Einspruch ein und hatte damit jetzt also Erfolg. So hat nun wieder der 32:30-Heimsieg für die Löwen Bestand, der nicht ganz unwichtig ist, wenn man es noch in den Europapokal schaffen will. Die 2. Kammer des Bundessportgerichts sah in der „Ordnung zur Durchführung von Spielen“, auf die sich die HBL bei ihrer Entscheidung über den Punktabzug stützte, keine präzise Regelung aller denkbaren Konstellationen, bis wann und bei wem die unterschriebene Schiedsvereinbarung einzureichen ist. Einer solchen präzisen Regelung bedürfe es aber, um Sanktionen verhängen zu können. So hatten die Rhein-Neckar Löwen den betroffenen Spieler zwar auf dem Spielberichtsbogen stehen, aber eben nicht eingesetzt. Daher bemängelte die 2. Kammer des Bundessportgerichts, dass aus der HBL-Durchführungsordnung nicht mit der gebotenen Deutlichkeit hervorgeht, dass auch unter solchen Umständen das sportlich erzielte Ergebnis abzuändern ist und somit eine entsprechende Rechtsgrundlage für die Umwertung des Spiels fehlte. Für das Urteil unerheblich sei auch, dass die HBL die Vereine mehrfach auf die Pflicht zur Einreichung der Schiedsvereinbarungen vor der ersten Spielteilnahme der Spieler hingewiesen habe.
Am Karfreitag gaben die Rhein-Neckar Löwen zudem bekannt, dass Löwen-Ikone Uwe Gensheimer ab sofort andere Aufgaben im Club übernehmen wird. Der bisherige Sportliche Leiter der Badener wird sich künftig in neuer Position um den Aufbau eines Scouting-Netzwerks sowie die Internationalisierung der Rhein-Neckar Löwen kümmern und so den Gelbhemden erhalten bleiben. Die Kaderplanung obliegt nun kommissarisch Cheftrainer Maik Machulla und seinem Trainerteam. Zwischen Machulla und Gensheimer wurde zuletzt ein Machtkampf kolportiert. Update: Die Partie beim HC Erlangen verlief für die Rhein-Neckar Löwen am Ostersonntag wenig erfreulich. Vor den 8200 Zuschauern in der Arena in Nürnberg kassierten die Gelbhemden beim Tabellendreizehnten eine 27:29 (10:13)-Pleite, die den Badenern im Kampf um die Europapokalplätze überaus wehtut. Dabei schien die Welt für das Machulla-Team nach der ersten Halbzeit noch in Ordnung zu sein, ging die Löwen doch mit einem 13:10 in die Pause. Trotz einer erneut starken Leistung von Haukur Thrastarson, der acht Tore erzielte und neun vorbereitete und damit an über 60 Prozent der Löwen-Tore beteiligt war, gingen die Gelbhemden diesmal als Verlierer vom Parkett. Den Gastgebern aus Franken gelang der bessere Start in die zweiten 30 Minuten. Nachdem Sander Andreassen in der 37. Minute die 14:13-Führung für den HCE erzielt hatte, gaben die Gastgeber ihre Führung nicht mehr aus der Hand. Diese betrug zwar oft nur ein Tor, aber den Löwen gelang es nicht mehr, auszugleichen, und letztlich brachten die Erlanger mit dem 29:27 einen zwei Tore Vorsprung ins Ziel. Am kommenden Samstag (19 Uhr) werden sich die Rhein-Neckar Löwen anders präsentieren müssen, dann kommt mit der SG Flensburg-Handewitt der Tabellenzweite in die Mannheimer SAP Arena. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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