Rhein-Neckar Löwen: Beim Meister gab es nichts zu holen – Punktabzug droht!
- Löwen-Trainer Maik Machulla (rechts) spricht beim Spiel in Berlin auf sein Team ein.
- Foto: Voigt/PIX-Sportfotos
- hochgeladen von Andreas Martin
Von Andreas Martin
Handball. Ob die zwei Punkte aus der begeisternden Leistung beim 32:30-Sieg gegen den TBV Lemgo Lippe auf dem Konto der Rhein-Neckar Löwen bleiben, ist mehr als fraglich. So könnte den Badenern zum Verhängnis werden, dass man gegen die Ostwestfalen Junglöwe Adam Josza auf dem Spielberichtsbogen stehen hatte. Zwar kam der Youngster im Spiel gegen Lemgo in keiner Sekunde tatsächlich zum Einsatz, es könnte aber dennoch ein formeller Verstoß gegen die seit dem 1. Januar 2026 geltende Regelung vorliegen, dass von jedem eingesetzten Spieler eine unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarung vorliegen muss. Update: Wie die HBL-Spielleitung am Montag mitteilte ist sie zu der Überzeugung kommen, dass dies wohl nicht der Fall war und das Spiel gegen Lemgo mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren für die Rhein-Neckar Löwen als verloren zu werten ist. Die zwei Zähler würden somit den Ostwestfalen zugeschrieben. Gegen diesen Bescheid wollen die Rhein-Neckar Löwen fristgerecht rechtliche Schritte einleiten. Ein möglicher Punktabzug erfolgt erst nach Abschluss des Verfahrens. Auf die starke Leistung gegen Lemgo wollte das Team von Löwen-Trainer Maik Machulla am Sonntag beim Meister Füchse Berlin aufbauen, aber am Ende unterlag man beim Tabellenzweiten der Handball-Bundesliga mit 28:35 (11:16). Als Dani Baijens für die Badener auf 6:5 verkürzte, schien noch alles in Ordnung zu sein. Nun schlug allerdings der dänische Handball-Superstar Mathias Gidsel zu, der die Führung der Füchse mit drei Toren in Folge auf 9:5 ausbaute. Zwar brachte Patrick Groetzki die Löwen noch einmal auf 12:10 heran, aber der Meister schlug zurück und ging mit einer 16:11-Führung in die Pause. Als Nils Lichtlein im zweiten Abschnitt für die Gastgeber auf 22:16 stellte, dachten wohl nicht allzu viele in der Max-Schmeling-Halle, dass die Löwen hier noch etwas ausrichten können. Angeführt von Jannik Kohlbacher ließen die Badener jetzt aber die Qualitäten aus dem Lemgo-Spiel aufblitzen und waren plötzlich wieder dran, als eben jener Kohlbacher mit seinem siebten von insgesamt acht Toren auf 25:23 verkürzte. Nach dem Berliner 27:24 von Matthes Langhoff zeigte sich Tim Freihöfer zweimal vom Siebenmeterpunkt nervenstark und erhöhte so für den Titelverteidiger auf 29:24. Davon erholten sich die Löwen nicht mehr und verloren letztlich deutlich mit 28:35. Am kommenden Sonntag (18 Uhr) ist der Bergische HC zum nächsten Spiel der Handball-Bundesliga bei den Rhein-Neckar Löwen in der Mannheimer SAP Arena zu Gast. Der 8. März ist auch Weltfrauentag und so steht dieses Spiel ganz im Zeichen dieses besonderen Tages. Die Gelbhemden werden denn auch lilafarbene Sondertrikots tragen, um ihre Unterstützung für Solidarität und Gleichberechtigung zum Ausdruck zu bringen. Zehn Prozent des Erlöses aus dem Verkauf der Sondertrikots werden dem Frauenhaus Mannheim zugutekommen, das vor Ort auch mit einem Infostand vertreten sein wird. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.