Rhein-Neckar Löwen: Beim 29:29 in Eisenach bietet die Schlussphase ein Wechselbad der Gefühle
- David Móré (Bildmitte) trumpfte beim Spiel ThSV Eisenach – Rhein-Neckar Löwen groß auf.
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Von Andreas Martin
Handball. Dass David Móré und die Rhein-Neckar Löwen ab dem kommenden Sommer getrennte Wege gehen, wurde vom zweimaligen deutschen Handballmeister schon vor dem Spiel der Rhein-Neckar Löwen beim ThSV Eisenach offiziell gemacht. Auch das für den 21-jährigen Linksaußen Móré ab der Saison 2026/2027 das 19-jährige Schweizer Talent Niclas Mierzwa (Pfadi Winterthur) zusammen mit Tim Nothdurft das Duo auf der Linksaußenposition bei den Gelbhemden bilden soll. Nachdem Móré zuletzt nicht so zum Zug gekommen war, bot ihn in Eisenach Löwen-Trainer Maik Machulla in der Startformation auf. Ein besonderes Spiel für den 21-Jährigen, schließlich wird der ThSV Eisenach ab der kommenden Handball-Bundesligasaison seine neue Heimat sein. Er wird dann auch wieder für den ehemaligen Löwen-Trainer Sebastian Hinze auflaufen, der die Thüringer bekanntermaßen seit dieser Saison als Cheftrainer trainiert. Nicht nur für David Móré sollte es allerdings ein besonderer Freitagabend in Thüringen werden, denn nach einem nervenaufreibenden Spiel nahmen die Rhein-Neckar Löwen beim 29:29 zumindest einen Zähler aus Eisenach mit. Der erste Treffer vor den 2850 Zuschauern in der Werner-Aßmann-Halle erzielte denn auch Móré, als er die Löwen nach nur 38 gespielten Sekunden mit 1:0 in Führung brachte und damit sein erstes von sieben Toren an diesem Abend erzielte, womit er auch erfolgreichster Schütze des Machulla-Teams war. Es sollte für längere Zeit aber die einzige Führung für die Löwen sein, ehe Edwin Aspenbäck zum zwischenzeitlichen 8:7 für die Badener traf.
Länderspiele gegen Ägypten stehen an
Letztlich gingen die Löwen in Eisenach denn auch mit einem 12:14-Rückstand in die Halbzeitpause, weil Oskar Joelsson quasi mit der Pausensirene vor der Halbzeit den vierzehnten Treffer für die Thüringer erzielte. In der zweiten Hälfte gelang den Löwen dann minutenlang nur ein Tor durch Aspenbäck und die Eisenacher konnten sich zwischenzeitlich bis auf 18:13 absetzen, ehe Móré die Gäste per Siebenmeter und Feldtor auf 18:15 heranbrachte. Auch als sich der ThSV wieder bis auf 21:16 abgesetzt hatte, war es erneut Móré, der auf 21:17 verkürzte, und er tat dies wenig später auch mit dem 24:20 und dem 24:21. Trotzdem behielten die Eisenacher weiter die Nase vorne und schienen in Richtung der zwei Punkte für den Sieg zu marschieren. Aber es gab ja noch Móré, der mit dem 26:26-Ausgleich den Siegeshoffnungen des Hinze-Teams einen Dämpfer gab. Nun war auf einmal wieder alles möglich. Als Gino Steenaerts 38 Sekunden vor dem Spielende auf 29:28 für die Löwen stellte, schienen die beiden Punkte nach Baden zu wandern. Letztlich fehlten den Gelbhemden dafür aber neun Sekunden, als Joelsson noch das 29:29 für den ThSV Eisenach erzielte. Während in der Handball-Bundesliga nach diesem Wochenende eine Länderspielpause ansteht, geht es für David Späth und Jannik Kohlbacher mit den deutschen Handballern in Dortmund (Donnerstag, 19. März, 18.15 Uhr/live auf Pro7) und Bremen (Sonntag, 22. März, 15.30 Uhr/live auf Pro7) in zwei Länderspielen gegen Ägypten zur Sache. Für die Rhein-Neckar Löwen steht in der Handball-Bundesliga dann erst am Samstag, dem 28. März (18 Uhr), in der Mannheimer SAP Arena gegen die HSG Wetzlar das nächste Spiel an. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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