Rhein-Neckar Löwen: Am Ende ist es für Jannik Kohlbacher und David Späth EM-Silber – Niederlage und Sieg beim Test in Coburg
- Die Löwen-Spieler David Späth (links) und Jannik Kohlbacher (rechts) bringen aus Dänemark EM-Silber mit.
- Foto: Kösegi/PIX-Sportfotos
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Von Andreas Martin
Handball. Der Goldjubel blieb Jannik Kohlbacher und David Späth von den Rhein-Neckar Löwen am 1. Februar mit den deutschen Handballern versagt. Im Finale der Handball-EM 2026 musste sich das DHB-Team im dänischen Herning den Gastgebern im Endspiel mit 27:34 (16:18) geschlagen geben, gegen die man schon in der EM-Hauptrunde mit 26:31 verloren hatte. Der amtierende Olympiasieger und Weltmeister Dänemark sicherte sich damit nach 2008 und 2012 zum dritten Mal den Titel des Handball-Europameisters. Kohlbacher und Späth werden allerdings EM-Silber mit nach Hause bringen. Etwas bitter war, dass Jannik Kohlbacher in der 57. Minute nach Ansicht der Videobilder dann auch noch die Rote Karte sah, der im EM-Turnier eine deutlich defensivere Rolle im deutschen Team übernahm, als er das im Trikot der Rhein-Neckar Löwen tut. Beim Stand von 31:27 für Dänemark war die Partie zu diesem Zeitpunkt aber faktisch schon gelaufen, machten die Dänen doch nicht den Eindruck, dass sie sich diesen Europameistertitel in den letzten Minuten noch entreißen lassen würden. Schmerzhafter war dann schon die frühe Rote Karte gegen Tom Kiesler, der nach etwas mehr als 13 Minuten schon nicht mehr im Team von Bundestrainer Alfred Gislason mitwirken durfte. Am Ende des EM-Finales durfte dann auch nochmal David Späth für Andreas Wolff ins deutsche Tor, wobei Späth im Turnierverlauf durchaus seinen Anteil daran hatte, dass es das DHB-Team bis ins EM-Endspiel schaffte. Der mittlerweile bei Aalborg Handbold in Dänemark spielende Ex-Löwe Juri Knorr, zeigte ein starkes EM-Turnier im DHB-Trikot, konnte mit seinen fünf Treffern im Finale die Niederlage gegen Dänemark aber nicht verhindern. Im Spiel um Platz drei verpasste Löwen-Spieler Haukur Thrastarson mit Island die Bronzemedaille, denn das kleine Finale gewann Kroatien gegen Island mit 34:33 (15:15).
Im Hinblick auf die Fortsetzung der Handball-Bundesligasaison bestritten die Rhein-Neckar Löwen noch ohne ihre EM-Teilnehmer am Samstag ein Testspielturnier in Coburg. Dabei fehlte auch Dani Baijens, der sich bei seinem EM-Einsatz für die Niederlande im Spiel gegen Kroatien einen Bänderriss im rechten Sprunggelenk zuzog, aber bis zum 11. Februar wieder fit sein soll. Dann setzen die Rhein-Neckar Löwen die Handball-Bundesliga in der Mannheimer SAP Arena um 19 Uhr mit dem Heimspiel gegen den THW Kiel fort. Das aus Routiniers und Junglöwen formierte Team von Löwen-Cheftrainer Maik Machulla unterlag in Coburg im Auftaktspiel dem ausrichtenden Zweitligisten HSC Coburg knapp mit 30:31. Das zweite Turnierspiel über 50 Minuten gegen den norwegischen Erstligisten Sandnes HK gewannen die Gelbhemden aber mit 22:21. Für den Turniersieg reichte dies aber nicht, denn der HSC Coburg schlug im abschließenden Spiel den Sandnes HK mit 29:25. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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