Pokal-Aus der Rhein-Neckar Löwen: Druck vor Melsungen-Spiel
- Erst mal durchatmen, dann "cleverer werden": Löwen-Torwart David Späth (Archivbild)
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Mannheim. Für die Fans der Rhein-Neckar Löwen wird das Heimspiel am Samstag, 26. September, zum frühen Stimmungstest in Mannheim. In der Handball-Bundesliga empfangen die Mannheimer um 20 Uhr die MT Melsungen. Nach dem Pokal-Aus gegen denselben Gegner steht der Club bereits in der jungen Saison unter Druck.
Die Löwen verloren am 22. September in Kassel mit 33:35 nach Verlängerung. Nach 60 Minuten hatte es 29:29 gestanden, zur Pause führten die Mannheimer 17:16. Trainer Maik Machulla wirkte danach mitgenommen und nachdenklich. „Das nervt uns alle“, sagte der 49-Jährige nach dem bitteren Aus im DHB-Pokal.
Schlussphasen bleiben das größte Problem
Die Niederlage passt in ein Muster, das die Löwen derzeit belastet. Häufig liegt die Mannschaft in der Schlussphase vorn, verliert dann aber die Kontrolle. In Kassel reichte eine Drei-Tore-Führung fünf Minuten vor dem Ende nicht zum Einzug ins Achtelfinale.
Hinzu kamen drei vergebene Siebenmeter. Auch in der Bundesliga sind die Strafwürfe bislang ein Problem. Kapitän David Späth sprach von einem „Schema“. Der Saisonstart mit 4:6 Punkten ist für den verstärkten Kader ebenfalls enttäuschend.
Späth fordert mehr Cleverness
Die Löwen waren mit dem Ziel in die Spielzeit gegangen, nach Platz acht in der Vorsaison in der Tabelle nach oben zu klettern. Eine Europapokalteilnahme wurde offiziell nicht als Ziel ausgegeben. Für den zweimaligen deutschen Meister und Pokalsieger gehört internationale Präsenz aber zum eigenen Anspruch.
Nationaltorwart Späth hofft nun auf einen Lerneffekt. Wie die Mannschaft gegen Melsungen den Vorsprung aus der Hand gegeben habe, sei „bitter“ gewesen. Seine Forderung ist klar: „Wir müssen cleverer werden.“ Auch Jannik Kohlbacher sieht die Mannschaft in der Pflicht: „Bislang belohnen wir uns zu wenig. Und da müssen wir uns schon an die eigene Nase fassen.“
Machulla braucht schnell Ergebnisse
Machulla versuchte, die Bedeutung des nächsten Spiels ein wenig einzuordnen. „Druck haben wir immer“, sagte der Trainer. Trotzdem ist das Wiedersehen mit Melsungen am Samstag für die Löwen mehr als ein normales Ligaspiel. Ein Erfolgserlebnis könnte helfen, die sportliche Unruhe zu bremsen.
Auch Machulla steht in seinem zweiten Jahr bei den Löwen in der Bringschuld. Im Frühjahr hatte er zusätzlich Aufgaben von Uwe Gensheimer als Sportchef übernommen. Die Vereinsikone war vom Club abberufen worden. Bei Teilen der Fans wirkt diese Personalentscheidung weiter nach. Verstummen dürften die Diskussionen erst, wenn die Löwen wieder gewinnen. [dpa/red]
Autor:Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Rheinhessen |