Löwen nehmen beim 30:30 nur einen Punkt aus Wetzlar mit – Kohlbacher muss verletzt raus
- Jannik Kohlbacher (Mitte) wird in Wetzlar von Tim Nothdurft (links) und Edwin Aspenbäck (rechts) vom Feld gebracht.
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Von Andreas Martin
Handball. Nach dem 30:28-Sieg gegen die MT Melsungen gab es für die Rhein-Neckar Löwen am Freitagabend nicht die nächsten zwei Punkte in der Handball-Bundesliga. Beim Vorletzten HSG Wetzlar mussten sich die Badener letztlich beim 30:30 (16:13) mit einem Punkt begnügen. Kurz vor Schluss lag das Team von Löwen-Trainer Maik Machulla vor den 3616 Zuschauern in der Arena in Wetzlar sogar mit 29:30 im Hintertreffen, aber Gino Steenaerts, stellte mit seinem Tor noch den 30:30-Ausgleich her. Während die HSG Wetzlar damit weiterhin auf den ersten Saisonsieg warten muss, nahmen die Löwen zumindest den einen Zähler mit zurück nach Mannheim.
Verletzung von Kohlbacher
Zunächst sah es in Wetzlar allerdings so aus, als würden sich die Rhein-Neckar Löwen dazu anschicken, den Sieg einzufahren. So fanden die Badener gut ins Spiel und mit seinem Tor stellte Dani Baijens in der 16. Minute gar auf 10:4 für die Gelbhemden. Beim Stand von 10:5 für die Löwen passierte es dann. Jannik Kohlbacher trat auf den Fuß des Wetzlarers Josip Simic und knickte um. Nach einer Spielunterbrechung wurde Kohlbacher dann von Mitspielern vom Parkett geführt und für ihn war die Partie beendet (17.). Von diesem Schreckmoment zeigten sich die Badener zunächst allerdings unbeeindruckt und Edwin Aspenbäck ließ die Löwen eine 13:7-Führung bejubeln. Baijens brummte bei den Löwen zunächst für zwei Minuten draußen, erzielte dann aber auch das 14:9. Als es eigentlich nach einer deutlichen Pausenführung für die Badener aussah, verloren diese allerdings den Faden und Ahmed Nafea brachte die Gastgeber auf 14:12 heran. Die Wetzlarer mussten kurz danach aber einen herben Dämpfer hinnehmen, als Dominik Mappes wegen seines Einsteigens gegen Marius Steinhauser die Rote Karte sah. Für Mappes war damit das Spiel vorzeitig beendet, während Haukur Thrastarson den Siebenmeter zum 15:12 verwandelte. Simic brachte Wetzlar auf 15:13 heran, aber der Schlusspunkt in Hälfte eins blieb dem erneut starken Löwen-Torwart David Späth vorbehalten, als er aus dem eigenen Kreis heraus zum 16:13 ins leere HSG-Tor traf.
Am 8. Oktober kommt der ThSV Eisenach
In der zweiten Halbzeit lagen die Löwen bis zur 42. Minute mit 21:18 vorne, wobei nicht nur Späth im Löwen-Tor, sondern auch HSG-Torwart Bart Ravensbergen überragend hielt. Nach dem 21:19 der Hausherren durch Nafea nahm Maik Machulla eine Auszeit. Diese zeigte aber nicht die erhoffte Wirkung, denn Wetzlar erzielte, durch Tomas Piroch, den 22:22‑Ausgleich. Niklas Theiß brachte die HSG sogar mit 23:22 in Führung und die Löwen zeigten sich vom Siebenmeterpunkt schwach und legten jetzt für viele Minuten eine Torflaute ein, was Wetzlar zu einer 25:22-Führung nutzte. In die letzten fünf Minuten gingen die Löwen mit einem 26:28‑Rückstand. Steenaerts brachte die Löwen auf 27:28 heran und Jacob Lassen glich zum 28:28 aus. Theiß traf zum 29:28 für Wetzlar und Baijens glich im Gegenzug zum 29:29 aus. Nafea ließ die HSG das 30:29 bejubeln, aber knapp eine Minute vor Schluss erzielte Steenaerts noch das besagte 30:30 (60.). Am Donnerstag, dem 8. Oktober (19 Uhr), haben die Löwen in der HBL den ThSV Eisenach in der Mannheimer SAP Arena zu Gast. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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