Eishockey Playoffs: Kölns Statement, Mannheims verrücktes OT-Tor
- Eishockey Spannende DEL-Playoffs, die Adler Mannheim sind weiterhin erfolgreich
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Eishockey. Zwei Halbfinals, zwei völlig unterschiedliche Geschichten: Köln schüttelt die Eisbären Berlin mit einem 5:1 ab, Mannheim gewinnt auch in München, wieder in der Overtime.
In der PENNY DEL zeigt MagentaSport die Playoffs live. Am Freitag glich Köln die Best-of-7-Serie gegen den Titelverteidiger aus, Mannheim legte im zweiten Duell gegen den EHC Red Bull München zum 2:0 nach.
PENNY DEL Playoffs: Kölner Haie drehen gegen Eisbären Berlin komplett auf
Nach einem 0:1-Rückstand drehten die Kölner Haie das zweite Halbfinalspiel im Mittelabschnitt und setzten mit vier Treffern in diesem Drittel früh den Ton. Am Ende stand ein klares 5:1, überragt von „Doppelpacker" Patrick Russell. Detlef Langemann, einer der Gründer der Kölner Haie und zweimaliger deutscher Meister mit dem KEC, ging schon in der 1. Drittelpause mit breiter Brust voran: „Berlin hat in den letzten 5 Jahren viermal den Meister gestellt, jetzt ist Köln dran. Punkt." Der Serienausgleich steht damit bei 1:1.
Dominik Bokk, Torschütze Kölner Haie, erklärte, was sich gegenüber Spiel 1 verändert hat: „Ausschlaggebend war, dass wir da weitergemacht haben, wo wir in Berlin aufgehört haben." Und zur Bedeutung des Sieges sagte er: „Das bedeutet sehr viel für uns. Wir haben dadurch noch mehr Selbstvertrauen getankt. Wir halten sehr gut dagegen und wissen, dass wir Berlin schlagen können."
Bei den Eisbären ärgerte sich Trainer Serge Aubin über den Bruch nach starkem Beginn: „Wir sind richtig gut reingekommen, haben viel investiert und wenig hergeschenkt. Dann haben wir einfach aufgehört zu spielen." Sein Fazit: „Wir haben den Fuß ein bisschen vom Gas genommen und sie haben das ausgenutzt."
PENNY DEL Playoffs: Adler Mannheim schlagen München wieder, Overtime wird zur Lotterie
Wie schon im ersten Spiel gewann Mannheim mit 3:2 nach Verlängerung, diesmal auswärts und nach 0:2-Rückstand. Der entscheidende Moment hatte alles, was Playoffs so schwer planbar macht: Beim Siegtreffer durch Justin Schütz prallte der Puck nach einem Schuss an die Schulter, dann von der Bande und anschließend vom Rücken des Münchner Goalies Antoine Bibeau ins Tor. Schütz ordnete das kurios ein: „So ein Tor habe selbst ich noch nicht geschossen." Und weiter: „Dann ist es ein glücklicher Bounce. [...] Das ist natürlich brutal glücklich, aber wir nehmen es alle mit." Gleichzeitig blieb er wachsam: „Das wird noch eine ganz harte Serie. Es sind 50/50-Spiele auf Augenhöhe. Das ist noch nicht vorbei!"
Münchens Ryan Murphy, Verteidiger EHC Red Bull München, war der Frust über den Abpraller anzumerken: „Das nervt richtig. Das ist ein 'Bad Bounce', ein schlechter Abpraller." Trotzdem gab er sich kämpferisch: „Wir müssen unseren Kopf hoch halten. Es ist nicht das Ende der Welt. Wir haben eine großartige Gruppe und werden zurückkommen."
Spiel 3 läuft am 12. April bei MagentaSport, ab 13.45 Uhr mit Eisbären Berlin gegen die Kölner Haie und ab 16.15 Uhr mit Adler Mannheim gegen den EHC Red Bull München. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |