Die Adler sind in einem tiefen Tal – Es geht gegen Schlusslicht Düsseldorf

Für die Adler Mannheim läuft es aktuell alles andere als rund | Foto: Eiblmaier/PIX-Sportfotos
  • Für die Adler Mannheim läuft es aktuell alles andere als rund
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Eishockey. Die Adler Mannheim durchschreiten in der DEL gerade ein ganzes tiefes Tal, denn die 1:4-Niederlage am Sonntag (12. Januar) in Nürnberg war für den achtfachen deutschen Eishockeymeister schon die sechste Niederlage in Folge. Nach den beiden Niederlage Ende Dezember gegen Köln und in Ingolstadt, konnte das Team von Adler-Cheftrainer Dallas Eakins im neuen Jahr noch kein Spiel gewinnen.

Der schmerzhaften 1:5-Derbypleite bei den Löwen Frankfurt im DEL Winter Game 2025, schien mit der 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen in Straubing, die zumindest einen Punkt einbrachte, etwas Besserung zu folgen. Danach kam aber die große Ernüchterung, als man am 9. Januar im ersten Heimspiel des Jahres vor den 11779 Zuschauern in der SAP Arena gegen den großen Rivalen Eisbären Berlin mit 3:9 baden ging. So lag der schönste Moment an diesem Tag aus Mannheimer Sicht vor dem Spiel, als der Verein Adler helfen Menschen e.V. dem Projekt Rosys Kids Corner zur Unterstützung krebskranker Kinder einen Spendenscheck in Höhe von 33000 Euro überreichte, der aus den 52000 Euro stammt, die im Rahmen des „Spiels der leuchtenden Herzen“ zusammen kamen. Dass sich danach die Adler auch auf dem Eis gegenüber dem Titelverteidiger aus Berlin spendabel geben würden, zeichnete sich so zunächst nicht ab.

Zwar brachte Kai Wissmann die Gäste kurz vor Ende des ersten Drittels mit 1:0 (19.) in Führung, aber die Adler waren durchaus in der Partie. So traf Stefan Loibl zu Beginn des zweiten Drittels zum 1:1 (22.). Liam Kirk ließ die Berliner das 2:1 (25.) bejubeln, aber als Matthias Plachta zum 2:2 (33.) für die Adler traf, war die Welt wieder in Ordnung und die Mannheimer kamen nun dem dritten Tor sehr nahe, allein es fiel nicht und Nick Cicek fing sich eine Zweiminutenstrafe ein, die Folgen haben sollte. So nutzte Leo Pföderl das Powerplay zum 3:2 (35.) für Berlin. Dieses Gegentor verarbeiteten die Adler gar nicht gut, denn Zach Boychuk (37.) und Ty Ronning (38.) nutzten die Unkonzentriertheiten in der Mannheimer Defensive und so stellten die Berliner innerhalb von 2:15 Minuten von 2:2 auf 5:2. Luke Esposito verkürzte kurz danach zwar auf 3:5 (38.), aber diese 2:15 Minuten sollten sich als zu große Hypothek gegen den Meister erweisen, bei dem Liam Kirk mit seinem Doppelschlag (49., 52.) zum 7:2 im Schlussdrittel seinen Hattrick perfekt machte. Jeweils in Überzahl legten Leo Pföderl (54.) und Blaine Byron (55.) für die Eisbären nach, womit die Adler erstmals in einem DEL-Heimspiel neun Gegentore kassierten, was aus dem Publikum denn auch nach Spielschluss Pfiffe hervor rief. Man konnte sich im Spiel des Eindrucks nicht erwehren, dass es die Adler im Torabschluss zu gut machen wollten und deshalb oft viel zu lange nachdachten. „Wenn man es ganz besonders gut machen will, dann tut man sich oft schwer und es klappt nicht“, wollte Adler-Cheftrainer Dallas Eakins denn auch nicht verneinen, dass sich sein Team derzeit vielleicht zu oft zu viele Gedanken auf einmal macht, anstatt eine Situation eher instinktiv auszuspielen.

So tun sich die Adler zurzeit mit dem Toreschießen denn auch sichtbar schwer, während der Gegner die Fehler in der eigenen Zone meist bestraft. So auch geschehen beim 1:4 in Nürnberg am vergangenen Sonntag (12. Januar), als Leon Gawanke die Adler zwar früh mit 1:0 (2.) in Führung schoss, die es danach aber versäumten ein weiteres Tor nachzulegen. Nach dem 1:1 (26.) von Evan Barratt waren die Adler immer noch gut im Spiel, aber schließlich beförderte Adler-Verteidiger Jyrki Jokipakka den Puck kurz vor Ende des zweiten Drittels unglücklich ins eigne Tornetz, wobei der Treffer zum 2:1 (39.) dem Nürnberger Samuel Dove-McFalls zugeschrieben wurde, da es im Eishockey keine Eigentore gibt. Das dritte Drittel begann mehr oder weniger wie das zweite aufgehört hatte, als Jeremy McKenna durch die Beine von Adler-Torhüter Arno Tiefensee zum 3:1 (42.) traf. Cole Maier legte noch das 4:1 (50.) für die Ice Tigers nach.

Bereits am Mittwochabend, 15. Januar, 19.30 Uhr, treffen die sechstplatzierten Adler auf ein Team, für das es in der laufenden Saison noch sehr viel schlechter läuft, tritt die Düsseldorfer EG doch als Schlusslicht in der SAP Arena an. Am Freitag, 17. Januar, 19.30 Uhr, sind die Adler in Iserlohn gefordert und am Sonntag, 18. Januar, 19.15 Uhr, haben die Mannheimer die Schwenninger Wild Wings in der SAP Arena zu Gast. va

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Autor:

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