Adler Mannheim: Den zwei Auftaktsiegen nach Verlängerung folgt der Sieg in Spiel drei – Es fehlt noch ein Sieg zum Finaleinzug!
- Justin Schütz bejubelt in Spiel drei der Halbfinalserie gegen München sein Tor zum 2:1.
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Von Andreas Martin
Eishockey. Am 15. April starteten die Adler Mannheim in der DEL mit einem Heimspiel gegen den EHC Red Bull München in die Play-off-Halbfinalserie „Best of seven“. Vor den 13 600 Zuschauern in der ausverkauften SAP Arena siegten die Adler mit 3:2 (1:1, 0:1, 1:0, 1:0) nach Verlängerung und gingen in der Serie mit 1:0-Siegen in Führung. „Bei Fünf gegen Fünf haben wir heute nicht so gut gespielt, wie wir es können. Das Unterzahlspiel und Maximilian Franzreb haben uns den Sieg gesichert“, wusste Adler-Cheftrainer Dallas Eakins, dass sein Team beim Auftaktsieg auch das nötige Glück hatte. Update: Am Freitag stieg Spiel zwei im Münchner SAP Garden und wiederum bejubelten die Adler einen 3:2 (0:0, 1:2, 1:0, 1:0) Sieg nach Verlängerung. Durch einen Doppelschlag von Yasin Ehliz (32.) und Tobias Rieder (33.) ging München mit 2:0 in Führung. Nick Mattinen brachte die Adler auf 2:1 (35.) heran und im dritten Abschnitt erzwang Matthias Plachta mit dem 2:2 (54.) die erneute Verlängerung. Hatte in Spiel eins noch Adler-Kapitän Marc Michaelis in der Overtime getroffen, legte er diesmal nach 3:52 gespielten Minuten in der Verlängerung Justin Schütz das kuriose Siegtor zum 3:2 (64.) auf. So schoss Michaelis Schütz an, von diesem prallte der Puck an die Bande hinter dem EHC-Tor und dann von hinten an den Münchner Goalie Antoine Bibeau und ins Tor! Update: Am Sonntag standen sich beide Teams zu Spiel drei in der mit 13.600 Zuschauern erneut ausverkauften SAP Arena gegenüber. Dabei holten sich die Adler Mannheim mit einem 4:1 (0:0, 1:0, 3:1) den dritten Sieg in der Serie und können damit mit einem weiteren Sieg am Dienstag (19.30 Uhr) in München schon das Finale klarmachen. Beide Mannschaften hatten dabei ihre Chancen, aber es dauerte bis zur letzten Minute des zweiten Drittels, ehe Justin Schütz die SAP Arena mit dem 1:0 (40.) für die Adler erbeben ließ. Die Münchner Antwort folgte zu Beginn des dritten Abschnitts, als Yasin Ehliz zum 1:1 (42.) traf. Die Adler holten sich aber dennoch den dritten Sieg in dieser Serie, denn Schütz markierte das 2:1 (52.) und Anthony Greco (59.) und Tom Kühnhackl (59.) trafen jeweils ins bereits leere EHC-Tor! „In der Serie gegen Bremerhaven habe ich ja auch schon so ein Tor geschossen, da habe ich es jetzt nochmal so probiert“, kommentierte Schütz sein spielentscheidendes zweites Tor. „Es ist noch nicht vorbei“, gab der Doppeltorschütze zu bedenken, dass die Halbfinalserie gegen München noch nicht zu Ende ist.
Bei den Adlern gab der wieder genesene Anthony Greco im ersten Spiel der Serie gegen München sein Play-off-Debüt, der in der Verlängerung auch noch wichtig werden sollte. Die erste Chance in diesem ersten Halbfinale hatten allerdings die Gäste aus München, als Tobias Rieder Adler-Torhüter Maximilian Franzreb prüfte (2.). Der erste Torjubel in der Serie blieb den Adlern vorbehalten, als John Gilmour ein Zuspiel von Justin Schütz per Schlagschuss im Tor von EHC-Torwart Antoine Bibeau versenkte (5.). Nur wenig später hatte Greco die Chance auf sein erstes Play-off-Tor im Adler-Trikot, aber diesmal konnte der Münchner Goalie parieren (6.). Chris DeSousa hatte aus kurzer Distanz die Gelegenheit zum Ausgleich, aber Franzreb war zur Stelle (9.). 7,5 Sekunden vor dem Ende des ersten Abschnitts erzielte Taro Hirose stattdessen für München das 1:1 (20.). Im zweiten Drittel brummte Justin Schütz bei den Adlern auf der Strafbank. Die beste Torchance hatten allerdings die Adler in dieser Unterzahl, als Greco auf Bennett spielte, aber dessen Abschluss von Bibeau abgewehrt wurde (26.). Hirose traf für die „Roten Bullen“ den rechten Torpfosten (28.). Auch in der 34. Minute saß mit Lukas Kälble ein Adler auf dem Sünderbänkchen. Nick Mattinen spielte den Puck aus der eigenen Zone, Alexander Ehl erlief ihn, legte auf Tom Kühnhackl zurück, aber der verfehlte das Münchner Tor. Kurz vor Ende des zweiten Drittels schlugen die Oberbayern erneut zu, als Nikolaus Heigl zum 2:1 (39.) für München traf. Die Antwort darauf lieferten die Kurpfälzer, als Zach Solow im dritten Abschnitt für die Mannheimer rasch das 2:2 (42.) erzielte. Yasin Ehilz traf für die Münchner nur die Querlatte (52.). Das dritte Drittel ging ohne weiteres Tor zu Ende und so musste die Verlängerung über den Sieg entscheiden. Franzreb packte in der Verlängerung mehrere spektakuläre Paraden aus. Die Adler konnten ein Überzahlspiel nicht zum entscheidenden Treffer nutzen, aber dann erlöste Adler-Kapitän Marc Michaelis die Blau-Weiß-Roten mit dem Siegtor zum 3:2 (73.)! „Anthony Greco hat mir den Puck aufgelegt und ich selbst habe gar nicht mitbekommen, dass er dann ins Tor gegangen ist. Das wusste ich erst, als alle gejubelt haben“, bekannte Michaelis. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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