„Pinocchio“ im Palazzo
Wenn eine Puppe zum Leben erwacht
- v.l.n.r.: Lena Schuler (Darstellerin Fee), Kai Kemper (CEO GO7 AG), Sonja Caterina Grenz (Darstellerin Pinocchio), Rolf Balschbach (CEO Palazzo Variete GmbH), Melanie Magin (Geschäftsführerin Bülent Ceylan für Kinder Stiftung), Christian Doll (Geschäftsführer C2 CONCERTS GmbH).
- Foto: Wolfgang Neuberth
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„Pinocchio“ im Palazzo: Wenn eine Puppe zum Leben erwacht
Bald wird es märchenhaft im Spiegelpalast auf dem Europaplatz: Ab dem 7. Dezember 2025 verwandelt sich der festlich geschmückte Palazzo tagsüber in eine Bühne für kleine und große Theaterfreunde. Mit dem Kindermusical „Pinocchio“ zieht eine der bekanntesten Geschichten der Welt in Mannheim ein – inszeniert mit Herz, Humor und ganz viel Musik.
Die Geschichte des hölzernen Jungen, der davon träumt, ein echter Mensch zu werden, begeistert seit mehr als hundert Jahren Generationen von Kindern. In der Musicalfassung von Christian Berg erhält das bekannte Märchen von Carlo Collodi eine neue, emotionale Tiefe. Für die Musik zeichnet Konstantin Wecker verantwortlich, dessen Lieder Poesie, Wärme und Nachdenklichkeit miteinander verbinden. Regisseurin Melanie Herzig bringt die Geschichte mit viel Fantasie und einem Augenzwinkern auf die Bühne – ein Erlebnis, das nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene berührt.
Bei der Pressevorstellung im Palazzo-Spiegelpalast konnten die Gäste bereits einen Vorgeschmack auf das Musical genießen. Lena Schuler als Fee Antonella und Sonja Caterina Grenz als Pinocchio präsentierten live eine Szene aus dem Stück. Mit klaren Stimmen, Spielfreude und feinem Humor ließen sie die Magie der Geschichte aufblitzen und machten Lust auf die Premiere.
Für Kai Kemper, Chef der Mannheimer Kreativagentur GO7, und Christian Doll, Geschäftsführer des Tourneeveranstalters C2 Concerts, ist das Musical mehr als ein Bühnenprojekt. Beide bringen bereits zum dritten Mal ein Kindermusical nach Mannheim – und das mit großer Überzeugung. „Kultur fängt schon bei den Kleinsten an. Man muss Kindern nur die Möglichkeit geben, sie zu erleben“, sagt Kemper.
Auch Palazzo-Chef Rolf Balschbach steht hinter der Idee, den glamourösen Spiegelpalast tagsüber in ein Kinder-Theater zu verwandeln. „Normalerweise gehört diese Bühne der abendlichen Dinnershow. Aber gerade für Kinder den Palast zu öffnen, das ist etwas ganz Besonderes. Da geht mir das Herz auf“, sagt Balschbach. Dass sich die beiden Veranstaltungen nicht in die Quere kommen, erfordert präzise Organisation – kaum sind die kleinen Zuschauer draußen, beginnt das große Umdecken für die Abendshow.
Das Musical startet am 7. Dezember, mitten in der Schulzeit. Deshalb sind zunächst Schulvorstellungen geplant, bei denen täglich mehrere Klassen erwartet werden. „Wenn man morgens ‚Guten Morgen‘ sagt und 400 Kinder rufen gleichzeitig zurück – das ist ein unvergessliches Erlebnis“, schwärmt Kemper. Nach den Schulvorstellungen folgen Familienaufführungen an den Wochenenden sowie vom 20. Dezember bis 6. Januar 2026, wenn die Ferien beginnen und Eltern und Großeltern Zeit haben, gemeinsam ins Theater zu gehen.
Empfohlen ist das Musical für Kinder ab vier Jahren. Karten gibt es über www.mannheimer-kindermusical.de.
Für viele Kinder sei „Pinocchio“ oft der erste Berührungspunkt mit Theater, Musik und Live-Performance, erklärt Christian Doll. „Kinder reagieren ehrlich und direkt. Wenn sie lachen, staunen oder mitsingen, spürt man sofort diese Energie. Das ist das Schönste, was man auf der Bühne erleben kann.“ Besonders die Musik von Wecker habe es ihm angetan: „Der Soundtrack geht ans Herz – und das Lied ‚Danke, Papa‘ rührt selbst gestandene Väter.“
Damit möglichst viele Kinder das Musical erleben können, engagieren sich mehrere Mannheimer Initiativen. Die Mannheimer Runde übernimmt die Kosten für den Besuch von 20 Schul- und Kindergartengruppen, deren Familien sich den Eintritt sonst nicht leisten könnten. Darüber hinaus unterstützt das Kindermusical auch in diesem Jahr die Bülent Ceylan für Kinder Stiftung: Von jedem verkauften Ticket der öffentlichen Vorstellungen gehen 50 Cent an den Verein, der benachteiligte Kinder und Jugendliche fördert.
So verbindet die Produktion Unterhaltung mit sozialem Engagement – und zeigt, dass Kultur in Mannheim nicht nur glänzen, sondern auch bewegen kann. Wenn ab Dezember der Vorhang für Pinocchio aufgeht, treffen Fantasie, Musik und Menschlichkeit aufeinander – und ein kleines Stück Holz wird zum Symbol dafür, dass Träume manchmal wirklich lebendig werden.
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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