Schüleraustausch stärkt europäische Freundschaft in Mannheim
- Schülerinnen und Schüler aus Mannheim, Tulle und Brive-la-Gaillarde begegnen sich beim Austausch. Workshops, Erinnerungsarbeit und Gespräche stärken die deutsch französische Freundschaft.
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Mannheim. Der internationale Schüleraustausch bringt Begegnungen, Bildung und Erinnerungskultur in die Stadt und stärkt die deutsch französische Freundschaft spürbar.
Begegnungen zwischen Schulen aus Frankreich und Mannheim
Von Sonntag, 26. April, bis Samstag, 2. Mai, war Mannheim Gastgeber eines Schüleraustauschs zwischen dem Ludwig-Frank-Gymnasium und zwei Schulen aus Tulle sowie Brive-la-Gaillarde. Die Jugendlichen lebten in Gastfamilien und erlebten eine gemeinsame Schulwoche mit Unterricht, Projekten und Ausflügen.
Workshops zu Demokratie, Vorurteilen und Zusammenleben
Der Auftakt erfolgte mit Kennenlern- und Integrationsangeboten. In Workshops des Institut Français Mannheim setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Vorurteilen, Versöhnung und friedlichem Zusammenleben auseinander. Dabei entstanden kreative Arbeiten zu gemeinsamen europäischen Werten. Ergänzend fand ein Rundgang durch das Stadtkunstprojekt STADT.WAND.KUNST statt.
Erinnerungsarbeit im Marchivum
Am Dienstag, 28. April, stellten die französischen Jugendlichen ihre Projekte zum Thema Demokratie vor. Anschließend besuchte die Gruppe das Marchivum Mannheim. In zweisprachigen Führungen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Zeit des Nationalsozialismus in Mannheim. Die Auseinandersetzung machte deutlich, wie wichtig lokale Erinnerung für das heutige Europa ist.
Empfang durch den Oberbürgermeister
Im Institut Français begrüßte Oberbürgermeister Christian Specht die Austauschgruppe. Er zeichnete den Weg von Feindschaft zu Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich nach und verwies auf den Élysée Vertrag als Fundament der heutigen Partnerschaft. Die Jugendlichen hörten aufmerksam zu und diskutierten anschließend über Verantwortung und Erinnerung.
Unterstützung und weiteres Programm
Begleitet wurde das Projekt von Vertreterinnen und Vertretern aus Bildung und Erinnerungsarbeit. Dazu zählte das Comité des Martyrs de Tulle, das den Austausch maßgeblich unterstützte. Weitere Partner waren der französische Honorarkonsul Folker R. Zöller, das Institut Français Mannheim und der städtische Fachbereich für Internationales, Europa und Protokoll. Wie die Stadt Mannheim mitteilt, rundeten Ausflüge nach Heidelberg und ins Technikmuseum Sinsheim sowie Projektarbeiten und Unterrichtsbesuche die Woche ab.
Signal für die europäische Zukunft
Der Austausch zeigte, wie eng historische Verantwortung und europäische Zukunft verbunden sind. Das Engagement des Ludwig-Frank-Gymnasiums und die neue Schulpartnerschaft mit Tulle und Brive setzen ein sichtbares Zeichen für gelebte Verständigung.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |