Mannheim treibt Gleichstellung voran: Zehn Projekte sollen Fachkräfte sichern
- Gleichstellung soll in Mannheim helfen, Fachkräftepotenziale besser zu nutzen.
- Foto: Stadt Mannheim
- hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl
Mannheim. Wie die Stadt künftig mehr Fachkräfte gewinnen und halten will, stand am Montag, 16. September, im Technischen Rathaus im Fokus. Bei einer Veranstaltung zum zweiten Gleichstellungsaktionsplan 2024 bis 2027 stellte die Stadt Mannheim den Stand von zehn Projekten vor, die bereits laufen.
Der Aktionsplan steht unter dem Leitmotiv „Fachkräftesicherung durch Gleichstellung“. Rund 80 Menschen aus mehr als 50 Organisationen wirkten an der Entwicklung mit. Die Stadt will damit strukturelle Hindernisse für Frauen auf dem Arbeitsmarkt abbauen und bisher nicht ausreichend genutzte Fachkräftepotenziale erschließen.
Oberbürgermeister Christian Specht bezeichnete Gleichstellung als dauerhafte Aufgabe und betonte die gemeinsame Arbeit mit der Stadtgesellschaft.
Diese Projekte nennt die Stadt als Beispiele
Als konkretes Beispiel nannte die Stadt den Schwerpunkt „Fachkräfte Frauen 50plus for Future“ für qualifizierte Frauen 50plus auf beruflichen Messen. Dieses Angebot soll auch 2027 fortgesetzt werden.
Das „NetzWerk Mannheim – Zukunft für Alleinerziehende“ baut unter anderem eine digitale Informationsplattform auf und entwickelt Beratungsangebote. Damit will das Projekt Alleinerziehenden den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern.
Als bereits abgeschlossenes Programm führte die Stadt „FutureGirls*“ an. Das Projekt ermöglichte bildungsbenachteiligten Mädchen ab zehn Jahren praktische Erfahrungen unter anderem in Handwerk, Technik, Film und digitalem Design.
Gleichstellungsbeauftragte Zahra Deilami hob hervor, dass Gleichstellung aus ihrer Sicht auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist.
Bei einem Gallery Walk lernten die Gäste alle zehn Projekte kennen und tauschten sich mit Beteiligten über Erfahrungen, Erfolge und Herausforderungen aus.
In einer Keynote stellte Bürgermeister Thorsten Riehle die Bedeutung von Netzwerken für Gleichstellung, Wirtschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt.
Mit dem zweiten Gleichstellungsaktionsplan setzt Mannheim die Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene um. Dazu verpflichtete sich die Stadt erstmals 2011. Der aktuelle Plan läuft bis 2027 und führt den Ansatz fort, Maßnahmen gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus der Stadtgesellschaft zu entwickeln und umzusetzen.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |