Handwerker- und Bauernmarkt
Handwerker-, Künstler- und Bauernmarkt im Herzogenriedpark
- Ein reizender Flirt
- Foto: Wolfgang Neuberth
- hochgeladen von Wolfgang Neuberth
Mannheim. Anfang September beginnt wie jedes Jahr in der Region die Saison der Handwerker-, Künstler- und Bauernmärkte. Und der Handwerker- und Bauernmarkt im Herzogenriedpark umgeben von üppigen Blumenrabatten, saftigen Wiesen und schattigen Baumalleen ist traditionell hierzulande einer der ersten Märkte. Er lädt Jung und Alt ein in eine Promenade voller bunter Stände mit kleinem und großem Kunsthandwerk und allerlei Leckereien und flüssiger Gaumenfreuden einzutauchen. Begrüßt werden sie von den lachenden Kürbisgesichtern vom Kürbishof Birkenhördt aus der Nähe von Bad Bergzabern. Neben Obst und Gemüse aus eigenem Anbau findet man hier auch Gelees und Fruchtaufstrichen, hausgemachtes Kürbisrelish und diversen Chutneys. Die kleine grüne Stachelgurke, ein Melonengewächs, kommt als Deko bei der Kundschaft besonders gut an, so Andreas Schwögler. Er schätzt die vielen Stammkunden sowie die Lage des Parks sehr. Überhaupt darf man sich an zahlreichen Ständen über viele traditionelle, auch meist regionale Produkten wie hausgemachte Marmeladen, Imker- und Winzerprodukte, die ausgefallensten Essigvariationen und duftende Seifen aus eigener Herstellung freuen. Die Scriptor-Brennerei von Michael und Judith Schreiber aus Karlsruhe-Bulach bieten ein breites Sortiment an feinen Whiskeys, Gin Sorten und weiteren Edeldestillaten. Ein Wiedererkennungs-Hallo hier, ein kleines Schwätzchen dort, dieser Markt lädt Aussteller und Besucher bei Weitem nicht nur zum (Ver-)Kaufen ein. Denn auch viel Kunsthandwerk jeder Couleur wird hier angeboten. Neben zahlreichen Schmuckständen beeindrucken die Ringe, Ketten und Armbänder von Dagmar Falkenhagen, deren bunten „Perlen“ aus Papier hergestellt werden, oftmals aus alten Kalenderblättern oder Geschenkpapier, Upcycling der schönsten Art. Handmade, egal ob Töpferwaren, Macramee oder Gefilztes luden zum Kaufen ebenso ein wie die Unikate der selbstgenähten Baby- und Kinderkleidung von Sandra Schick aus Speyer- Römerberg, am gleichen Stand wurden aber auch sehr originelle „selbschd gemachde Unnerbuxe“ für Männer feilgeboten. Sabine Schramek vom Hobbykünstlerverein Viernheim e.V. lädt unter anderem neugierige Gäste ein, ihre kreativen Kerzenkreationen selbst zu bemalen. Auch Verhungern musste hier keiner. Ob Dampfnudeln, Kartoffelsuppe oder Currywurst. Für Speis und Trank war reichlich gesorgt. Ob beim Kutschenfahren, Bogenschießen oder Keramik-Bemalen, nicht nur Kinder hatten hier ihren Spaß. Ein Parcours aus Strohballen mit kleinen Traktoren zu befahren, war sicherlich das Highlight der kleinen Gäste.
Trotz allgemein guter Stimmung trübte neben ein paar kühlen Regengüssen am Samstag und Sonntag sowie wegen der hinter den hohen Erwartungen der letzten Jahre zurückgebliebenen Besucherzahl die allgemeine Resonanz der Ausstellenden. Letztlich ist die geringere Besucherzahl sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass der Haupteingang an der Multihalle ganz geschlossen, der Eingang der GBG-Halle nur mit vorgebuchten Karten betreten werden konnte, die einzige Kasse mit Kartenverkauf (Ecke Grenadierstraße) am anderen Ende des Parkes lag und die Parksituation an allen Veranstaltungstagen aufgrund von Parallelveranstaltungen eher suboptimal war.
Beate Tilg
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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