60 Jahre Friedrich-Ebert-Schule
Ein Stück Waldhöfer Geschichte feiert Jubiläum
- Der Schulchor
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60 Jahre Friedrich-Ebert-Schule: Ein Stück Waldhöfer Geschichte feiert Jubiläum
Mit einem fröhlichen Schulfest, einem bunten Bühnenprogramm und vielen emotionalen Begegnungen hat die Friedrich-Ebert-Schule im Mannheimer Stadtteil Waldhof ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert. Schülerinnen und Schüler, Eltern, ehemalige Lehrkräfte sowie zahlreiche Gäste kamen zusammen, um nicht nur ein Schuljubiläum zu begehen, sondern auch einen Ort zu würdigen, der den Stadtteil seit Jahrzehnten prägt.
Bereits die Wahl des Datums verlieh der Feier eine besondere Bedeutung. Schulleiterin Ulrike Hartmann erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass der 8. Mai für die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus steht und damit zugleich ein Tag der Demokratie und Freiheit ist. Die Schule habe sich deshalb bewusst mit ihrem Namensgeber Friedrich Ebert beschäftigt, dem ersten demokratisch gewählten Reichspräsidenten Deutschlands. Seine Werte von Zusammenhalt, Verantwortung und Demokratie seien aktueller denn je.
Die Friedrich-Ebert-Schule gehört seit ihrer Fertigstellung im Jahr 1966 zu den architektonisch bemerkenswertesten Schulgebäuden Mannheims. Geplant wurde sie von dem renommierten Architekten Carlfried Mutschler gemeinsam mit Joachim Langner. Mit ihren offenen Formen, lichtdurchfluteten Bereichen und dem bewussten Verzicht auf starre rechte Winkel galt die Schule damals als revolutionär. Das Konzept fand weit über Mannheim hinaus Beachtung und beeinflusste moderne Schulbauideen in ganz Deutschland.
Bis heute wirkt das Gebäude außergewöhnlich modern. Die inzwischen denkmalgeschützte Anlage wurde in den vergangenen Jahren umfassend saniert und zu einer zeitgemäßen Ganztagsgrundschule weiterentwickelt. Großzügige Klassenräume, moderne Lernbereiche und ein weitläufiges grünes Außengelände prägen den Alltag der Kinder. Die Schule versteht sich dabei als Ort des gemeinsamen Lernens und Lebens, an dem Vielfalt, Offenheit und gegenseitiger Respekt eine zentrale Rolle spielen.
Dass die Friedrich-Ebert-Schule eng mit Mannheim verbunden ist, zeigt auch ein Blick auf ehemalige Schülerinnen und Schüler. So besuchten unter anderem Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht und Comedian Bülent Ceylan einst die Grundschule im Waldhof.
Beim Jubiläumsfest präsentierte sich die Schule nun von ihrer besonders lebendigen Seite. Schülerinnen und Schüler gestalteten ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Tanz, Musik und kreativen Vorführungen. Der Schulchor sorgte mit dem Lied „Hoffnung – Liebe – Freiheit“ für einen emotionalen Höhepunkt, ehe die Lehrerband „Musictrain“ den musikalischen Schlusspunkt setzte. Immer wieder gab es großen Applaus für die Kinder, deren Begeisterung und Freude die besondere Atmosphäre des Tages prägten.
Viele ehemalige Schülerinnen und Schüler kehrten anlässlich des Jubiläums an ihre alte Schule zurück. Zwischen Erinnerungen an die eigene Kindheit, Gesprächen mit früheren Lehrkräften und Begegnungen mit alten Freunden wurde deutlich, wie stark die Friedrich-Ebert-Schule Generationen von Menschen miteinander verbindet. Zahlreiche Gäste zeigten sich beeindruckt von der offenen Architektur, die auch nach sechs Jahrzehnten nichts von ihrer besonderen Wirkung verloren hat.
Neben Musik und Festprogramm war es vor allem die herzliche Stimmung, die vielen Besuchern in Erinnerung bleiben dürfte. Auf dem gesamten Schulgelände wurde gelacht, erzählt und gemeinsam gefeiert. Eltern engagierten sich an verschiedenen Ständen, Kinder tobten über den Schulhof und ehemalige Lehrkräfte tauschten Geschichten aus vergangenen Zeiten aus. So wurde das Jubiläum nicht nur zu einer Feier der Schule selbst, sondern auch zu einem Fest des Stadtteils Waldhof.
Zum Abschluss brachte Schulleiterin Ulrike Hartmann die Stimmung des Tages mit einem augenzwinkernden Satz auf den Punkt: „Happy Birthday liebe Friedrich-Ebert-Schule – wir lassen es jetzt krachen bis die Schwarte kracht!“
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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