2,1 Millionen Euro für Mannheims Grundwasser: So läuft die Sanierung weiter
- Die Sanierungsanlage verhindert, dass Schadstoffe aus dem früheren Gaswerksgelände ins Grundwasser gelangen. (Wasserhahn Symbolfoto)
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- hochgeladen von Lea Franziska Römer
Mannheim. Auf dem Gelände des früheren Gaswerks Luzenberg läuft die Grundwassersanierung weiter. Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Stadt Mannheim dafür in den kommenden fünf Betriebsjahren vom Oktober bis September mit rund 2,11 Millionen Euro.
Das etwa 15 Hektar große Areal im Mannheimer Norden zählt zu den bedeutendsten Altlastenstandorten der Region. Wie das Regierungspräsidium mitteilt, stammen die Belastungen aus der Zeit des Gaswerksbetriebs von 1900 bis 1968. Betroffen sind Boden und Grundwasser, unter anderem durch Teeröle, monocyclische Kohlenwasserstoffe und Ammonium.
Seit 2010 reinigt eine Anlage das Grundwasser im Regelbetrieb. Sie sorgt dafür, dass Schadstoffe nicht vom Gelände abfließen. Im Betriebsjahr 2024/2025 filterte die Anlage nach Angaben des Regierungspräsidiums mehr als 220 Kilogramm Schadstoffe aus dem Grundwasser.
Land trägt den Großteil der Kosten
Der Verteilungsausschuss Altlasten des Umweltministeriums hat dem Förderantrag mit einem Regelfördersatz von 90 Prozent zugestimmt. Damit übernimmt das Land den Großteil der prognostizierten Fünfjahreskosten von rund 2,35 Millionen Euro.
Regierungspräsident Alexander Föhr erklärt: „Die Altlastensanierung auf dem Areal Luzenberg zeigt eindrucksvoll, wie mit moderner Umwelttechnik und langer Ausdauer Grundwasser und Ökosysteme nachhaltig geschützt werden. Dank des hocheffektiven Verfahrens sichern wir langfristig und verantwortungsvoll die Grundwasserqualität der Region. Mit der Förderung von rund 2,11 Millionen Euro greifen wir der Stadt Mannheim kräftig unter die Arme und garantieren den lückenlosen Weiterbetrieb dieser unverzichtbaren Umweltmaßnahme.“
Nach Angaben des Regierungspräsidiums arbeitet die Sanierung mit Kosten von etwa 997 Euro pro Kilogramm entferntem Schadstoff besonders effektiv. Auch eine neu errichtete Photovoltaikanlage unterstützt den Betrieb. Sie ist Anfang 2025 gestartet und deckt 10 bis 15 Prozent des jährlichen Energiebedarfs der Reinigungsanlage ab.
Insgesamt hat das Land Baden-Württemberg für die Erkundung und Sanierung des Standorts seit Ende der 1980er Jahre bereits mehr als 14 Millionen Euro an Zuschüssen bereitgestellt.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |