„Young European Music Festival 2026“
Erfolgreiche Premiere des neuen Festivals in der Metropolregion
- Michel Maugé (Initiator und Geschäftsführer der EYOA), Dirigent Jan-Paul Reinke und Big-Band-Leiter Thomas Siffling (v. l.) nehmen nach dem Abschlusskonzert des 1. Young European Music Festival 2026 im Mannheimer Rosengarten gemeinsam den Applaus entgegen. Im Hintergrund das Orchester der European Youth Orchestra Academy, das vom Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. Das Konzert des Sinfonieorchesters und der Big Band fand im nahezu ausverkauften Musensaal des Mannheimer Rosengartens statt.
- Foto: EYOA
- hochgeladen von Klaus-Peter Rieser
Mannheim, September 2026 – Das Young European Music Festival 2026 der European Youth Orchestra Academy (EYOA) ist nach sieben Konzerten in Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen, Worms und Schwetzingen am Wochenende zu Ende gegangen. Insgesamt besuchten über 1.000 Zuschauer und Zuschauerinnen die Veranstaltungen. Das Programm umfasste zwei Kammerkonzerte, zwei Big-Band-Konzerte, zwei Sinfoniekonzerte sowie ein Abschlusskonzert mit Sinfonieorchester und Big Band im nahezu ausverkauften Musensaal des Mannheimer Rosengartens. Die Kammer- sowie die Big Band-Konzerte waren neue Elemente der jährlich wiederkehrenden Veranstaltung.
76 junge hochtalentierte Musikerinnen und Musiker aus 17 europäischen Ländern arbeiteten während der zehntägigen Akademie in der Mannheimer Musikschule zusammen. Innerhalb von zehn Tagen erarbeiteten die Teilnehmenden unter Leitung von Jan-Paul Reinke ein Sinfonieorchester, mehrere Kammermusikensembles sowie erstmals eine internationale Big Band unter der Leitung des renommierten Jazz-Musikers Thomas Siffling. Beim Abschlusskonzert im Mannheimer Rosengarten traten Sinfonieorchester und Big Band gemeinsam auf – darunter die Uraufführung von Sifflings Komposition „Home" für Sinfonieorchester und Big Band. Mehrere Konzerte der gut besuchten Veranstaltungen endeten mit stehenden Ovationen.
Prominente Konzertgäste
Der Mannheimer Oberbürgermeister Christian Specht stellte in seiner Ansprache beim Abschlusskonzert augenzwinkernd den historischen Bezug her: „Mozart wollte am Mannheimer Hof angestellt werden – er blieb 163 Tage erfolglos. Die EYOA blieb zehn Tage und hat die Herzen der Mannheimer erobert."
Thorsten Riehle, Bürgermeister für Wirtschaft, Arbeit, Soziales und Kultur der Stadt Mannheim, betonte die europäische Dimension: „Europa ist nicht nur eine Idee, sondern ein Versprechen für ein friedliches Zusammenleben. Ein großartiger und bewegender Abend, der im Musensaal zurecht zu großer Begeisterung geführt hat. Glückwunsch an Alle, vor allen Dingen an Initiator und Motor Michel Maugé für das große Engagement.“
In den Rosengarten gekommen war - aufgrund der zahlenmäßig starken Beteiligung Portugals mit insgesamt 14 Musikern und Musikerinnen - der portugiesische Generalkonsul Domingos Maria De Saldanha Melo E Alvim. Er würdigte das Engagement: „Die große Zahl portugiesischer Teilnehmer zeigt, dass unser Land auf dem richtigen Weg in der Förderung der Jugend ist."
Presse begeistert
Die Presse bezeichnete das Galakonzert im Rosengarten als „fulminant", bescheinigte der Big Band „Jazz auf Profiniveau" und hob die „beeindruckenden Leistungen" der Kammermusik hervor. Besondere Erwähnung wurde die Leistung des Solisten und SINFONIMA-Preisträgers Hannes Wagner, der Tschaikowskys Violinkonzert auf einer Violine von Giovanni Battista Rogeri aus dem Jahr 1678 interpretierte. Ein Kritiker schrieb: „Auf seiner Violine führte Hannes Wagner das Publikum durch die Komposition und wurde, so war zu spüren, mit jedem neuen Satz in seinem Spiel immer sicherer und freier."
„Sie hinterlassen ein Publikum, das sich von diesem hohen Niveau ebenso überrascht zeigt, wie es selbst Jazzprofi Siffling nach dem Konzert einräumen muss. Eine eigene Notiz verdient schließlich, dass sich die Jugendlichen aus acht Nationen ganz offensichtlich blendend verstehen“, schreibt ein Journalist in seiner Konzertkritik des Big Band Konzerts im BASF-Gesellschaftshaus. Und eine Journalistin endet ihre Besprechung der Gala, die mit Beethovens 8. Sinfonie endete: „Das heitere Lehrstück musikalischen Humors wird eben nicht nur mit der nötigen Präzision serviert, sondern auch mit der richtigen Portion Augenzwinkern – das Publikum reagiert prompt: mit stehendem Beifallssturm.“
Gute Resonanz auch bei Teilnehmenden
Die Teilnehmenden selbst sind mittlerweile alle wieder in ihren europäischen Herkunftsländern angekommen und haben Kontakte fürs Leben geknüpft. „Wir kamen aus verschiedenen Ländern – aber wenn wir zusammen spielten, verstanden wir uns sofort", sagte eine Geigerin aus Portugal. Eine Musikerin aus Spanien betont: „EYOA 2026 war für mich eine unvergessliche Zeit in Mannheim, in der ich großartige Musik mit jungen Menschen aus ganz Europa gemacht und Freundschaften geschlossen habe, die für immer halten werden.“ Mit viel Emotion äußert sich eine weitere Teilnehmerin aus Portugal: „„EYOA war eine der fantastischsten Erfahrungen meines Lebens, denn es verkörpert wirklich das, was Musik ist: Teilen, Freundlichkeit, Verständnis, Frieden, Magie und eine universelle Sprache. Wir kamen alle aus verschiedenen Ländern, aber als wir zusammen gespielt haben, konnten wir uns leicht verstehen, weil wir dieselbe Sprache gesprochen haben. Ich werde niemals vergessen, welchen Platz EYOA in meinem beruflichen, akademischen und persönlichen Leben einnimmt, und ich werde der Musik und allem, was auf der Bühne geteilt wird, immer dankbar sein.
In der Zwischenzeit ist das EYOA-Team in Vorbereitung und Weiterentwicklung des Festivalformats für 2027 gestartet. Es wird unter dem Motto „Odyssee Europa“ stehen.
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Die ausschließlich spendenfinanzierte European Youth Orchestra Academy (EYOA) ist ein europäisches Nachwuchsprojekt mit Sitz in Mannheim im Sinne des historischen Vorbildes – die Mannheimer Schule. Seit 2019 bringt es jährlich rund 50 bis 80 junge Musiker:innen im Alter von 14 bis 18 Jahren aus ganz Europa zusammen, bislang waren das insgesamt etwa 400 junge Menschen. Ziel ist es, kulturellen Austausch, musikalische Exzellenz und europäische Werte über Ländergrenzen hinweg zu fördern. Die Teilnehmenden werden durch eine internationale Jury ausgewählt und erarbeiten in einem zehntägigen Bootcamp ein anspruchsvolles Konzertprogramm, das bei öffentlichen Auftritten in der Region präsentiert wird. Die EYOA versteht sich als musikalisches Statement für Frieden, Vielfalt, Zusammenarbeit und den Zusammenhalt in Europa. Sie wird ideell getragen von privaten Fördermitgliedern, Spender:innen, Partner:innen aus der Region – sowie dem Europäischen Parlament, der Stadt Mannheim und der Europa Union Baden-Württemberg als offizielle Schirmherren. Weitere wichtige Unterstützer sind die Jeunesses Musicales, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sowie Rotary Club Mannheim-Rhein-Neckar und der SINFONIMA-Stiftung. Weitere Informationen unter www.eyoa.de
Autor:Klaus-Peter Rieser aus Ludwigshafen |
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