Weltmädchentag in Mannheim wächst zur großen Aktion auf dem Messplatz
- Auf dem Alten Messplatz kamen hunderte Mädchen und junge Frauen zum Weltmädchentag zusammen.
- Foto: Marina Terechov
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Mannheim. Hunderte Mädchen und junge Frauen haben am Sonntag, 11. Oktober, auf dem Alten Messplatz ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung gesetzt. Beim Weltmädchentag wurde getanzt, gesungen, gelacht und mit 18 Mitmachaktionen ein Tag gestaltet, der Mädchen in Mannheim Raum und Aufmerksamkeit gab.
Zum vierten Mal feierte Mannheim den Weltmädchentag als öffentliche Aktion. Wie die Stadt Mannheim mitteilt, war die Veranstaltung diesmal so groß wie noch nie. Bei herbstlichem Wetter kamen hunderte Teilnehmerinnen zusammen, probierten Angebote aus und kamen miteinander ins Gespräch.
Besonders wichtig war eine inklusive Gestaltung des Programms, damit möglichst viele Mädchen in Mannheim Zugang zu den Angeboten hatten. Zum Mitmachen gab es unter anderem Kreativangebote, das Basteln von LED-Lichtern, ein Glücksrad und Dosenwerfen, bei dem Vorurteile gegenüber Mädchen und Frauen symbolisch abgeworfen wurden.
Vielseitiges Bühnenprogramm und neuer Song
Auf der Bühne zeigten Tanzgruppen K-Pop, Streetdance sowie traditionelle chinesische, indische und georgische Tänze. Dazu kamen Gesangsbeiträge und persönliche Redebeiträge, die die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Mädchen und jungen Frauen sichtbar machten.
Ein Höhepunkt war die Premiere des ersten Mannheimer Weltmädchentag-Songs Our Way. Der Song entstand gemeinsam mit der Mannheimer Künstlerin Satarii im NEMA-Sommercamp Futuregirls und steht laut Stadt für Stärke, Zusammenhalt und den Mut, den eigenen Weg zu gehen.
Der Aktionstag richtete sich nicht nur an Mädchen. In einer BoysArea des Arbeitskreises Jungenarbeit setzten sich Jungen mit Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Erwartungen auseinander und gestalteten kleine Geschenke für wichtige Menschen in ihrem Leben.
Im Vorfeld hatte der Gemeinderat am Donnerstag, 8. Oktober, die Neufassung der Mannheimer Leitlinien zur Förderung der Mädchenarbeit beschlossen. Die Leitlinien gibt es seit 2000. Eine Arbeitsgruppe aus kommunalen und freien Trägern hat sie aktualisiert, damit die Interessen von Mädchen stärker in Planungen, politische Entscheidungen und Angebote der Kinder- und Jugendhilfe einfließen.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |