Zweites Corona-Positionspapier der IHK Arbeitsgemeinschaft
Die Pandemie überwinden

Die IHKs befassen sich mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie nach den Sommermonaten.
  • Die IHKs befassen sich mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie nach den Sommermonaten.
  • Foto: congerdesign/Pixabay
  • hochgeladen von Jessica Bader

Rheinland-Pfalz. Die rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) haben ein zweites Corona-Positionspapier herausgegeben. Darin befassen sie sich mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie nach den Sommermonaten. Zu den konkreten wirtschaftspolitischen Empfehlungen, wie die Landesregierung sowohl die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie als auch die schon seit Ende 2018 währende Rezession der rheinland-pfälzischen Wirtschaft überwinden kann, zählen beispielsweise ein Belastungsmoratorium bis Ende 2021 und ein Mobilitäts-Investitionsprogramm.

„In dieser außergewöhnlichen Situation müssen die Wachstumskräfte der Wirtschaft gestärkt und in die Wettbewerbsfähigkeit des Landes investiert werden. Darum brauchen wir keine weiteren Regulierungen und keine Steuer- und Abgabenerhöhungen, sondern digitalisierte und unbürokratische Verwaltungsprozesse und eine Finanzspritze, um etwa den Instandhaltungsstau bei den Landesstraßen zu lösen“, fordert Dr. Tibor Müller, Hauptgeschäftsführer der IHK Pfalz.
Die IHKs betonen die Notwendigkeit, bestehende Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten und auch zu kontrollieren. „Die Kosten eines erneuten Lockdowns könnten kaum mehr aufgefangen werden.
Darum appelliert auch die Wirtschaft: Halten Sie sich an Hygiene- und Abstandsregeln, dann können wir Infektionswellen vermeiden und uns auch wirtschaftlich schneller von der Krise erholen“, so Müller.

Angesichts der Corona-bedingten Ausnahmesituation, der ausgesetzten Schuldenbremse und der anhaltenden Niedrigzinsphase sehen die IHKs einen außergewöhnlichen Moment für Infrastrukturinvestitionen und fordern für zumindest die nächsten fünf Jahre eine Verdoppelung der Etats für den Erhalt und die Sanierung der Straßen. „In Summe fordern wir über fünf Jahre 1,1 Milliarden Euro zusätzlich für Investitionen in die Infrastruktur. Angesichts der besonderen, einmaligen Umstände kann diese Summe aber gestemmt werden und der über Jahre aufgelaufene Instandhaltungsrückstand spürbar abgebaut werden. Um die Infrastruktur zu ertüchtigen braucht es aber unbedingt auch schnellere Planverfahren und Planungssicherheit für die Bauwirtschaft“, so Müller. Die Summe verteilt sich auf Investitionen in Landesstraßen von 120 Millionen auf 240 Millionen Euro p.a.; für die Verbesserung der Mobilität in den Kommunen von 65 Millionen auf 135 Millionen Euro p.a. und für die Fremdvergabe von Ingenieursleistungen durch den LBM von 36 Millionen auf 72 Millionen Euro p.a.

Weiter empfehlen die IHKs, Aus- und Neugründungen von Unternehmen mit einem Gründerstipendium zu fördern, damit Wachstumspotenziale durch die Krise gebracht werden. Mit einem „Digi-Bonus Rheinland-Pfalz“ könnte das Bundesprogramm „Digital Jetzt“ besonders für kleinere Unternehmen sinnvoll ergänzt und die Digitalisierung von Geschäftsprozessen angestoßen werden. Den internationalen Reisebeschränkungen sollte jetzt schon mit einer Corona-Impfstrategie zur schnelleren Wiederaufnahme von Geschäftsreisen entgegnet werden. Aus Sicht der IHKs in Rheinland-Pfalz gilt es nun, vor allem die Zuversicht und Planungssicherheit der Unternehmen zu stärken. Dazu zählt etwa die Beschleunigung von E-Government, die einfache und rechtssichere Beantragung von verkaufsoffenen Sonntagen, Karenzzeiten bei der Unternehmensnachfolge oder die vereinfachte Freigabe von Sonn- und Feiertagsarbeit. ps

Weitere Informationen:

Das gesamte Forderungspapier finden Interessierte unter www.ihk-rlp.de

Autor:

Jessica Bader aus Ludwigshafen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

12 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Ausgehen & GenießenAnzeige
Wo entspringt der Fluss Nahe? In Nohfelden im Saarland, im Ortsteil Selbach, findet man die Quelle.
8 Bilder

Quelle liegt in Selbach im Saarland
Wo entspringt die Nahe?

Naheland. 125,1 Kilometer: So lang fließt die Nahe bis zu ihrer Mündung in den Rhein in Bingen. Diese Stelle am Rhein ist ein bekanntes Ziel für Ausflügler. Doch wo entspringt die Nahe? In Selbach im Saarland, einem Ortsteil von Nohfelden, wo aus einem kleinen Felsen die ersten Tropfen des Flusses fließen. Ein Ausflug dorthin lohnt sich, denn an der Quelle gibt es viel zu erleben. An der Nahequelle verbirgt sich ein Erlebnispark für die ganze Familie. Im Wildfreigehege direkt an der...

Online-Prospekte aus Ludwigshafen und Umgebung



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen