Schumacher-Brücke: Rampe nach Oppau und zur BASF öffnet wieder
- Die Rampe soll stadteinwärts von Mannheim befahrbar sein.
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Ludwigshafen. Für viele Pendler*innen zwischen Mannheim und dem Ludwigshafener Norden soll es bald etwas leichter werden. Die Stadt öffnet die Abfahrtsrampe von der Kurt-Schumacher-Brücke Richtung Oppau und BASF versuchsweise und bis auf Weiteres wieder für den Auto- und Lkw-Verkehr.
Wer von Mannheim kommt und in die nördlichen Stadtteile oder zur BASF will, kann voraussichtlich ab Mitte kommender Woche wieder eine Fahrspur der Brücke nutzen und über die Rampe abfahren. Die Stadtverwaltung teilt mit, dass die Vorbereitungen bereits laufen und je nach Witterung einige Tage dauern.
Die Öffnung gilt nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Das Bauwerk wird permanent überwacht. Auf der Kurt-Schumacher-Brücke steht dann für den Verkehr aus Mannheim eine Fahrspur zur Verfügung. Auf der gesamten Brücke gilt für Pkw und Lkw Tempo 30.
Was auf der Strecke jetzt wichtig ist
In den kommenden Tagen bringt die Stadt Markierungen auf und stellt Baken sowie Leitwände auf. Wie schon vor der Sperrung müssen Lkw 50 Meter Abstand zueinander halten.
Die linke Spur bleibt ausschließlich für Rettungskräfte reserviert. Auf Mannheimer Seite sind die Zufahrten von Luisen- und Parkring ausgeschildert. Nicht möglich ist die Auffahrt von der Innenstadt und Fressgasse.
Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner sagt: "Zunächst einmal: Das sind gute Nachrichten für viele Pendlerinnen und Pendler in Ludwigshafen und Mannheim, aber auch für die Unternehmen. Wir wissen, dass die Verkehrssituation eine Belastung für viele Menschen darstellt. Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer steht jedoch bei jeder Entscheidung an erster Stelle. Deshalb war es richtig und konsequent, den kompletten Nordbrückenkopf im Sommer mit dem vorhandenen Wissen und unter den gegebenen Bedingungen zu sperren.
Aber wir haben nicht lockergelassen, sondern die Situation an der Rampe noch einmal gesondert begutachten lassen und an Lösungsmöglichkeiten gearbeitet, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Die gezielte zusätzliche Begutachtung zeigt uns, dass die Rampe aufgrund ihrer besonderen Konstruktion anders bewertet werden kann als der übrige Nordbrückenkopf.
Aufgrund dieser Erkenntnisse halten wir es nach sorgfältiger Abwägung für verantwortbar, die Rampe unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zu öffnen. Unsere Entscheidung ist fachlich begründet, wir handeln dabei mit Augenmaß und können jederzeit bei Veränderungen am Bauwerk eingreifen".
Auch Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht bewertet die Öffnung als Entlastung für die Region. Er verweist auf die Bedeutung leistungsfähiger Rheinquerungen für den Verkehr zwischen beiden Städten.
Warum die Rampe wieder genutzt werden kann
Der stark geschädigte Nordbrückenkopf blieb im Sommer planmäßig für den bevorstehenden Rückbau gesperrt. Nach Angaben der Stadt ließen Stadtverwaltung und Bauprojektgesellschaft die Abfahrtsrampe zusätzlich prüfen, um mögliche Spielräume für einen Weiterbetrieb zu klären.
Im Ergebnis sehen Gutachter bei dieser Rampe Reserven, weil dort zusätzlich eine andere Stahlkonstruktion verbaut wurde. Ernstzunehmende Verschlechterungen kündigen sich laut Stadt mit Rissen an und treten nicht schlagartig auf. Deshalb nutzt Ludwigshafen diesen Teilabschnitt nun versuchsweise und bis auf Weiteres wieder.
Alle anderen Teile des Nordbrückenkopfes bleiben wegen der Bauwerksschäden gesperrt. Die Stadt bereitet den Abbruch weiter vor. Weitere Informationen dazu sollen voraussichtlich in den kommenden Wochen folgen. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |