BriMel unterwegs
„Triologie“ ergänzt Olaf Schönborn zum Quartett
- Triologie mit Olaf Schönborn
- Foto: Johann-Peter Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Ludwigshafen. Wieder einmal ein ausverkauftes Freischwimmerbecken, denn Qualität spricht sich herum. Am Abend des 24. März hatte in der Konzertserie „Olaf Schönborn & Friends“ der Lokalmatador Olaf Schönborn die Band „Triologie“ in die Location Freischwimmer im ehemaligen Hallenbad Nord (Pettenkoferstraße 9) eingeladen. Wie immer und bereits in der 4. Saison organisierte der Förderverein Kultur im Freischwimmer Ludwigshafen e.V. dieses Konzert.
Die Band „Triologie“ kam mit Swing, Chanson, Groove und französischer Lebensfreude mit dem Instrument des Jahres, dem Akkordeon. Nach dem großen Erfolg vor 2 Jahren sind die beiden Franzosen Bertrand Le Guillou (Gitarre und Gesang) und Vincenzo Carduccio wieder zu Gast. Ergänzt wurde das Duo vom Special guest Stefan Engelmann aus Saarbrücken mit seinem Kontrabass. Versprochen wurden französische Chansons, Gypsy Jazz, Latin und Funkversionen von Standards passend zum Frühlingsanfang.
Nachdem wegen der vielen Gäste noch ein paar Stühle hinzugestellt wurden begrüßte der Geschäftsführer des Fördervereins Jozua Knol die Gäste. Mit einem „Bonjour“ stellte er sich kurz vor, obwohl er aus Holland kommt. Die paar Minuten Verspätung erklärte er damit, dass das Publikum viel zu früh schon vor der Tür stand und zum Ausgleich nun die Band später anfange. Diese Aussage sorgte natürlich für etliche Lacher. Er kündigte als besonderen Höhepunkt das Open-Air-Konzert am 14.07. mit Olaf Schönborn und Menna Mulugeta an.
Die gut aufgelegte Band fing mit „Out of nowhere“, einem alten Standard, an und das Akkordeon dazu hörte sich schonmal prima an. Und dann begann Olaf Schönborn an sein Instrument zu bearbeiten und entlockte dem Saxophon die tollsten Töne. Sie spielten ohne Noten …….. weil sie’s können. Strahlende Gesichter nach einem tosenden Applaus. Ein gar nicht so oft gespieltes Lied, das beschwingte „Lucky Southern“ von Keith Jarrett folgte mit einem tollen Kontrabasspart. Stefan Engelmann zupfte die Saiten in rasanter Geschwindigkeit zu wohlklingenden Tönen. Dem Publikum hat es gefallen und man blickte in strahlende Gesichter. Olaf Schönborn erzählte zwischen den einzelnen Stücken immer kleine nette Episoden und meinte „Ihr könnt alles tun was ihr wollt, wir sind unter uns.“ Weiter ging es mit dem Akkordeon-Entreé „Oblivion“ von Astor Piazzola. Extra Applaus für den stets lachenden Vincenzo Carduccio. Es gibt nicht so viele Akkordeonisten, die auch improvisieren können. „C’est si bon“ ist ein altbekanntes Chanson von Yves Montand, der heute von Bertrand Le Guillou angenehm gesanglich und auf der Gitarre performt wurde. Dem Publikum gefiel es und sang den Refrain mit. Das nächste Stück sollte vom Publikum geraten werden. Ansatzweise klang es wie „Macarena“, sei aber eigentlich ein Walzer. Es war „Bluesette“ von Toot Thielmanns, gefolgt von dem schnellen „A French Touch“ von Richard Galliano, der ebenfalls Akkordeonist ist. Das Publikum tobte vor Begeisterung und die Band wurde noch kurz vor der Pause vorgestellt. Es ist wie eine Club-Atmosphäre hier und Olaf Schönborn möchte, dass man sich hier wohlfühlt.
Nach der Pause waren immer noch alle Plätze besetzt und keiner hatte die Location verlassen, ein Zeichen, dass das Publikum noch mehr sehen wollte. Es folgte „There will never be another you“, bei dem das Saxophon und die Gitarre vorlegten. Das „Victoria“-Akkordeon brachte französischen Flair ins Freischwimmerbecken. Olaf Schönborn erzählte wie sich die Musiker kennengelernt haben und sinnierte, dass man mal wieder nach Paris fahren müsste. Tango und moderner Jazz verbinden sich beim „Tango pour Claude“ von Richard Galliano. Schön, dass man mit dieser Band Stücke spielen kann, die man sonst gar nicht oder nur selten spielt. Aus den 80ern/90ern folgte von Stevie Wonder „Overjoyed“ und danach „Minha de Saudade“ von Cannonball Adderley. „Syracuse“ von Henri Salvador wurde auf Französisch gesungen. Zwischendurch dankte Olaf Schönborn Jozua Knol und seinem Team. Ans Publikum gerichtet meinte er „Danke, dass ihr so offen seid und kommt ohne zu wissen was es gibt.“ Ein kleiner Ausblick auf die folgenden Events von ihm folgte. Auch das WOW-Magazin wurde genannt und gelobt. Neben den Plakaten und Flyern läge auch eine Postkarte auf dem Tisch mit einem Code. Darüber kann man das Lied „Du bist das Beste was ich kenn‘ von seiner Freundin Gabi Klinger hören.
Das letzte Stück mit „Fou Rire“ (Akkordeon Feature) bedeutet „Verrücktes Lachen“ mit Vincenzo am Akkordeon. Mit seiner sagenhaften Fingerfertigkeit erbebten die Tasten und die Musiker holten noch einmal alles aus ihren Instrumenten. Applaus für die einzelnen Musiker und natürlich musste noch eine Zugabe her. „Que reste t’il“ war dann etwas ruhiger, weil sich Vincenzo so verausgabt hatte. Das war wieder einmal ein hervorragendes Event. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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