Waldweg in Landstuhl seit 2023 gesperrt – daran hakt es bis heute
- Der Burgweg in Landstuhl bleibt gesperrt: Seit dem Einsturz einer Stützmauer 2023 versperrt ein Bauzaun den Zugang – eine Einigung steht noch aus.
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Seit Jahren ist der beliebte Weg dicht – jetzt wird klar, warum es einfach nicht weitergeht. Ein Detail sorgt bis heute für Stillstand.
Von Erik Stegner
Landstuhl. Der gesperrte Waldweg am Burgweg sorgt weiter für Unmut. Wie Stadtbürgermeister Mattia De Fazio erklärt, liegt die Ursache in einem Mauereinsturz aus dem Jahr 2023 – doch eine Einigung zwischen Grundstückseigentümern fehlt bis heute.
Einsturz der Stützmauer als Auslöser
Im März 2023 stürzte eine Stützmauer ein, die den darüber verlaufenden Weg sichert. Der Bereich wurde umgehend gesperrt, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Schon kurz danach begannen Untersuchungen mit Fachplanern, Statikern und Behörden, um die Ursache zu klären und eine tragfähige Lösung zu entwickeln.
Abstimmungen werden zur Geduldsprobe
Die Arbeiten kommen seitdem nur schleppend voran. „Die Abstimmungen sind deutlich komplexer als zunächst angenommen“, erklärt De Fazio. Im Laufe des Jahres 2023 kam es zu Verzögerungen bei Planungen und Abstimmungen zwischen mehreren Beteiligten. 2024 verschärfte sich die Situation zusätzlich: Weitere Teile der Mauer wurden als instabil eingestuft. Die Sperrung musste ausgeweitet werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kosten zunächst zu hoch
Erste Planungen führten zu sehr hohen Kostenschätzungen. Deshalb wurden Alternativen geprüft und angepasst. Ziel war es, eine Lösung zu finden, die sowohl sicher als auch wirtschaftlich umsetzbar ist.
Der Hauptgrund für die Verzögerung
2025 wurde schließlich eine technisch geeignete und deutlich günstigere Variante entwickelt. Auch ein Unternehmen für die Umsetzung steht bereits bereit. Der Hauptgrund, warum der Weg trotzdem weiter gesperrt bleibt: Eine vertragliche Einigung zwischen den Grundstückseigentümern fehlt bis heute. Dabei geht es unter anderem um die Errichtung und dauerhafte Unterhaltung der Stützmauer sowie um die Nutzung angrenzender Flächen.
Eigentümer im Ausland bremst Verfahren
Ein zusätzlicher Faktor erschwert den Prozess: Einer der Grundstückseigentümer lebt im Ausland. Abstimmungen und Vertragsfragen ziehen sich dadurch in die Länge.
- Blick auf die Burg Nanstein in Landstuhl: In ihrem Umfeld liegt auch der gesperrte Waldweg am Burgweg.
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Baubeginn erst nach Einigung möglich
Seit Anfang 2026 laufen intensive Gespräche, um die notwendige vertragliche Grundlage zu schaffen. Erst wenn diese Einigung erreicht ist, kann mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Umsetzung selbst ist vorbereitet: Die ausführenden Firmen stehen bereit, sodass nach Abschluss der Vereinbarung zügig gestartet werden kann.
Stadt Landstuhl vermittelt
Die Stadt ist nicht Eigentümer der betroffenen Flächen und damit nicht direkt für die Bauarbeiten zuständig. Dennoch begleitet sie den Prozess aktiv und vermittelt zwischen den Beteiligten. „Wir setzen alles daran, eine Lösung zu erreichen und den Weg wieder freizugeben“, betont De Fazio.
Wiedereröffnung weiter offen
Ein konkreter Termin für die Öffnung des Waldwegs steht derzeit nicht fest. Klar ist aber: Sobald die vertraglichen Fragen geklärt sind, sollen die Arbeiten schnell beginnen. Für viele Bürger ist der Weg nicht nur eine Verbindung, sondern auch ein wichtiges Naherholungsgebiet. Entsprechend groß bleibt der Druck, endlich eine Lösung zu finden.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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