Unfallbilanz steigt: mehr Verletzte und ein Todesfall
- Die Polizeiinspektion Landstuhl meldet für 2025 mehr Verkehrsunfälle, mehr Verletzte und einen tödlichen Unfall. Besonders junge Fahrer, Senioren, Geschwindigkeit und Wildunfälle stehen in der Bilanz im Fokus.
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Landstuhl. Am Mittwoch, 24. Juni, hat die Polizeiinspektion Landstuhl ihre Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2025 vorgestellt. Auf den Straßen der Verbandsgemeinden Landstuhl, Ramstein-Miesenbach und Bruchmühlbach-Miesau registrierte die Polizei 1.878 Unfälle – 63 mehr als im Vorjahr.
Wie die Polizeiinspektion Landstuhl mitteilt, wurden dabei 181 Menschen verletzt, das sind 37 mehr als 2024. Ein Mensch kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Die Zahl der Unfälle mit Personenschäden stieg auf 139. 16 Menschen wurden schwer verletzt, 164 leicht. Hauptursache für schwere Folgen blieb nach Angaben der Polizei überhöhte Geschwindigkeit. Anders als im Vorjahr führte außerdem der Fehler beim Abbiegen zu den zweitmeisten Unfällen mit schweren Personenschäden. Positiv: 2025 gab es keinen schweren Unfall unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
Sorgen bereiten den Einsatzkräften weiter die Wildunfälle. Zwar sank ihre Zahl um 42 auf 281, dennoch wurden dabei drei Menschen leicht verletzt. Unfall-Schwerpunkte lagen laut Polizei auf der L395 zwischen Landstuhl und Hauptstuhl, der L465 zwischen Landstuhl und Langwieden, der L363 bei Ramstein, der L469 zwischen Mittelbrunn und Wallhalben sowie der L356 bei Bruchmühlbach und Hütschenhausen.
Besonders auffällig bleiben zwei Gruppen: junge Fahrer und Senioren. Die 17- bis 24-Jährigen machen nur rund sieben Prozent der Bevölkerung aus, waren aber an jedem fünften Unfall beteiligt. Die Zahl der Unfälle mit Senioren stieg um 30 auf 391. Damit ist bei fast jedem fünften Unfall ein Fahrer über 65 Jahre beteiligt. Bei Beteiligten ab 75 Jahren lag der Anteil der eigenen Unfallverursachung in mehr als 68 Prozent der Fälle. Bei den Unfallfluchten zählte die Polizei 380 Fälle. Die Aufklärungsquote sank auf 38,7 Prozent nach 45,1 Prozent im Vorjahr. Für 2026 kündigte die Polizeiinspektion Landstuhl einen hohen Kontrolldruck an. Im Fokus stehen junge Erwachsene, Senioren sowie die Hauptursachen Geschwindigkeit, Abbiegen sowie Alkohol und Drogen.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |