Wildkatzen im Pfälzerwald
Immer in Deckung

Wildkatzen sind sehr Menschenscheu
  • Wildkatzen sind sehr Menschenscheu
  • Foto: Hebi B./Pixabay.com
  • hochgeladen von Roland Kohls

Pfälzerwald. Die Wildkatze war Tier des Jahres 2018. Besonders im Pfälzerwald sind die Wiederansiedlungsbemühungen erfolgreich. Allerdings bekommt man den scheuen und gut getarnten Jäger kaum zu Gesicht.

Jetzt, wo es dunkel wird, kommt der Jäger aus seinem Versteck. Auf seinen Samtpfoten schleicht er sich an und schlägt blitzschnell zu. Der geschickte Jäger erbeutet meist Mäuse, gelegentlich auch Vögel und Hasen. Trotzdem ist die Wildkatze auf der Roten Liste der bedrohten Tiere unter „gefährdet“ geführt. Die Deutsche Wildtier Stiftung hat sie deshalb zum Tier des Jahres gewählt.
Die meisten der etwa 6.000 Wildkatzen, die heute wieder in deutschen Wäldern leben, streifen durch Wälder in Rheinland-Pfalz. Und am ehesten trifft man Felis Silvestris Silvestris dabei im Pfälzerwald an, in dem sich etwa 200 bis 600 Wildkatzen angesiedelt haben. Die Chancen, beim Waldspaziergang einer Wildkatze zu begegnen, sind jedoch sehr klein. Denn sie sind sehr scheu und verstehen es hervorragend, sich mit ihrem gestreiften Fell und dem buschigen, stumpfen Schwanz im Wald unsichtbar zu machen.

Wildkatze war fast ausgestorben

Die Wildkatze lebt in Laub- und Mischwäldern mit Lichtungen und Wiesen mit Bäumen. Wichtigste Bedingung für diese Katzen sind ausreichende Deckungsmöglichkeiten. Die Wildkatze bewegt sich nämlich ungern über offene Flächen, sondern huscht lieber im Unterholz zwischen Büschen und Hecken. Und Wildkatzen sind keine verwilderten Hauskatzen, sondern eine eigene, viel ältere Art, erklärt Joachim Fette vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu).
Zeitweise waren die kleinen Jäger in Deutschland fast ausgestorben. Schuld daran war der Mensch. Und auch heute bergen Straßen und Fehlabschüsse durch Jäger die größte Gefahr für die Einzelgänger, die große Gebiete für sich beanspruchen. Auch die Intensivierung der Forstwirtschaft bedroht ihren Lebensraum. Da Wildkatzen ihre Würfe gerne in alten toten Bäumen verstecken, finden sie im sauberen Wald keine Kinderstube mehr. Ober sie halten gestapelte Baumstämme für ein gutes Versteck. Werden die Holzstapel dann verladen gehen ganze Würfe verloren. Doch wenn Wanderer einen scheinbar hilflosen Wurf Kätzchen im Wald finden, ist es angebracht, sich schnell zu entfernen, denn wahrscheinlich ist die Mutter ganz in der Nähe auf der Jagd, sagt Wildkatzen-Experte Fette.

Verbindung von Bienwald dund Pfälzerwald

Der Nabu bemüht sich schon seit Jahren, um den Wildkatzen günstige Bedingungen zur Wiederansiedlung im Pfälzerwald zu schaffen. So wurde etwa ein Wildkatzenkorridor geschaffen. Seit 2009 wurden Sträucher und Büsche gepflanzt, um den Bienwald mit dem Pfälzerwald zu verbinden, sagt Fette. Die voneinander getrennt lebenden Populationen in den beiden Wäldern haben so die Möglichkeit, sich genetisch zu vermischen.

Weitere Informationen zur Wildkatze findet man online unter www.deutschewildtierstiftung.de. (nih)

Macht der Tiere
Autor:

Dehäm Magazin aus Ludwigshafen

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