Aktionstag in Landau: Warum die Reiterstatue plötzlich „verkauft“ wird
- "Der Reiter auf dem Landauer Rathausplatz steht nicht zum Verkauf - noch", unterstreicht die Stadt Landau. Mit Aktionen im Stadtgebiet macht Landau am Aktionstag auf die Finanzlage der Kommunen aufmerksam.
- Foto: Stadt Landau
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Landau. Am Montag, 22. Juni, macht die Stadt Landau im ganzen Stadtgebiet auf ihre angespannte Finanzlage aufmerksam. Anlass ist der bundesweite Aktionstag „Kommunen am Limit“ des Deutschen Städtetages.
„So kann es nicht weitergehen“: Landau protestiert gegen Geldmangel
Mit Plakaten und Flatterband an mehreren städtischen Einrichtungen will Landau zeigen, wie stark steigende Sozialausgaben, wachsende gesetzliche Aufgaben und begrenzte Einnahmemöglichkeiten die Kommunen unter Druck setzen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, bleibt auch Landau von dieser Entwicklung nicht verschont.
Darum hängen bald Flatterbänder an Zoo und Freibad
Am Aktionstag bringt die Stadt an mehreren städtischen Einrichtungen Plakate und Flatterband an. Genannt sind die Stadtbibliothek, der Zoo, die städtischen Kitas und das Freibad.
Im Mittelpunkt steht dabei die Botschaft: „Berlin und Mainz beschließen. Landau bezahlt. So kann es nicht weitergehen!“ Die Stadt fordert stattdessen eine faire Finanzierung durch Bund und Land, um wichtige kommunale Einrichtungen zu erhalten.
Reiterstatue bekommt „zu verkaufen“-Schild
Ein besonderer Blickfang soll auf dem Rathausplatz entstehen. Die Reiterstatue bekommt dort symbolisch ein Schild mit der Aufschrift „Wegen Finanznot zu verkaufen“. Die Stadt beschreibt die Aktion als augenzwinkernd, aber mit ernstem Hintergrund. Sie soll deutlich machen, dass Städte und Gemeinden ihre Aufgaben für die Menschen vor Ort nur dauerhaft erfüllen können, wenn sie finanziell ausreichend ausgestattet sind.
Mit der Beteiligung unterstützt Landau auch die Forderungen des Deutschen Städtetages. Dazu zählen eine kurzfristige finanzielle Entlastung der Kommunen, eine stärkere Beteiligung von Bund und Ländern an den Sozialkosten sowie die konsequente Anwendung des Grundsatzes „Wer bestellt, bezahlt auch“ bei neuen oder erweiterten Aufgaben.
Weitere Informationen finden Interessierte unter www.staedtetag.de.
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |