„Wollen dieses Spiel ziehen“: Eichners mutiger Plan für den KSC-Kracher in Elversberg
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Karlsruhe, KSC. Den Rückenwind aus dem Heimsieg über Bielefeld nutzen, so die klare Ansage von KSC-Trainer Christian Eichner vor dem Spiel der Blau-Weißen am Freitag, 17. April 2026, um 18.30 bei SV Elversberg.
Keine leichte Sache, denn der KSC tritt beim Tabellen-4. an, der noch Richtung Erste Liga schielt! Immerhin muss der KSC in den verbleibenden fünf Saisonspielen, gegen vier Aufstiegskandidaten der Liga spielen: in Elversberg, gegen Hannover, gegen Darmstadt und in Paderborn – bevor zum Saisonfinale dann am Sonntag, 17. Mai, dann der VfL Bochum in den Wildpark kommt.
Unterstützend sind in Elversberg rund 1.600 KSC-Fans auf „Eichners Abschiedstournee“ dabei. Noch konnte Eichner nicht mit Bestimmtheit sagen, ob die angeschlagenen Spieler am Freitag wieder fit genug sind, doch eines war für den KSC-Trainer klar: Antrieb sei, das Spiel „wesentlich offener halten zu können als im Hinspiel“, um „dieses Spiel auf unsere Seite zu ziehen“. Doch der Gegner, einen Punkt hinter dem Relegationsplatz und fünf Punkte hinter einem Aufstiegsplatz, dürfte sicher etwas mehr Druck haben. „Klar ist, dass die Jungs aus Elversberg, und das werden sie nicht nur gegen uns wollen, sondern das haben sie die gesamte Runde schon immer getan, versuchen werden, voll auf Sieg zu spielen. Zwar könne in dieser Phase der Saison auch mal nur ein Punkt helfen, „aber bei der Tabellenkonstellation werden sie voll auf Sieg spielen, und bis zum Ende auch versuchen, das Ding auf ihre Seite zu ziehen“.
Der KSC ist in einer eher komfortablen Lage, durch die bislang erreichten 40 Punkte in der Spielzeit ein wenig mehr Freiheit zu haben. „Insofern ist eigentlich viel angerichtet für ein gutes Fußballspiel am Freitagabend – und da wollen wir auch Teilnehmer sein von diesem Spiel. Das ist noch mal der Anspruch und ebenso der Wunsch für die letzten Saisonwochen“. Es werde aber mehr benötigen als beim Auftritt in Schalke, „das wissen wir aber auch und deswegen bin ich gespannt, was meine Jungs zu bieten haben.“ Der Gegner sei eine „wunderbare Fußballmannschaft“, die in sich stimmig sei, da werde der KSC schon ein paar Dinge mitbringen müssen, aber „wir werden unsere Attribute mitbringen, für die wir dieses Jahr stehen“. Und Eichner betonte nochmal: „Wir wollen das Spiel morgen Abend gewinnen. Wir wollen versuchen, diesen Aufstiegskampf dann auch mit maximalem Einsatz, Intensität und allem, was dazu gehört, auch versuchen zu bestreiten und jede Woche der Gegner sein, der es diesen Mannschaften da oben ganz schwer macht.“ Doch dazu werde der KSC eine absolute Topleistung brauchen und ein bisschen Matchglück dazu. „Ein paar Dinge müssen wir da schon mitbringen, die gut für uns laufen, aber wir haben schon das Ziel, das Spiel zu gewinnen!
Klare Aussage pro Christian Eichner
Trotz Konzentration auf das morgige Spiel ging es auf der KSC-Pressekonferenz auch um das vom Verein verkündete Ende der Ära Eichner beim KSC, die Art und Weise der Beendigung des bestehenden Vertrages mit dem Trainer und die geschlossene und sichtbare Reaktion der Mannschaft beim Spiel gegen Bielefeld! Eine klare Aussage pro Christian Eichner! Das habe Eichner auch so wahrgenommen: „Es war einzigartig und wenn ich darüber spreche, macht es etwas mit mir. Das kommt nicht so oft im Fußball vor, glaube ich, auf dem Level, in dem Business, in dem Geschäft, dass eine Mannschaft ihrem Trainer etwas zurückgibt für die Beziehung der letzten Jahre. Das ist etwas ganz Fantastisches gewesen für mich und das werde ich ihnen nie vergessen!“ Das lässt sich auch im Netz tausendfach nachlesen, nicht zuletzt auch in der von Fans angeschobenen Petition („Pro Eichner, Contra Eggimann & Becker“), die mittlerweile schon rund 8.200 Personen unterzeichnet haben. Die Verbundenheit der Mannschaft zum Trainer war und ist offensichtlich, ob das den Geschäftsführern Becker und Eggimann gefällt oder nicht!
Viel Zuspruch und Dankbarkeit von Fans erfahren
Es seien jedenfalls aktuell bewegende Tage für den gesamten Club – aber Eichner könne ja nur für sich sprechen. Logischerweise ging es bei den Fragen auch um die Zukunft – ob neuer Trainer beim KSC oder jene von Eichner, besonders in der Betrachtung der Kabine. „Das war zu meiner Zeit als Spieler nicht anders“, so Eichner, sicherlich auch in den kommenden Tagen und eventuell Wochen, je nachdem, wie schnell Eggimann und seine Mitstreiter eine Entscheidung treffen werden. „Da bin ich selber gespannt“, so Eichner, der zugab, dass diese Jahre beim KSC nicht nur an ihm, sondern wohl auch am KSC-Umfeld nicht spurlos vorbeigegangen seien. Der KSC habe den Übergang vom Altbau in den Neubau bravourös gemeistert, das neue Wildparkstadion sei seit drei Jahren voll, die Leute kämen gerne ins Stadion. „Da ist sehr viel entstanden“, so Eichner und offenbarte, dass kaum ein Tag vergehe, „an dem mir Leute dann Danke sagen. Welcher Cheftrainer darf denn das von sich behaupten, wenn er mal den Club wechseln muss!“ Doch alle anderen Themen seien nicht jene, für die er sprechen möchte.
Wohin zieht es Eichner?
Ob Bundesliga, in der Region bleiben oder ins Ausland: „Nein, also weder das eine noch das andere“, so Eichner: „Wo das ist, das weiß ich nicht. Das kann ich nicht – und wann das ist, kann ich auch nicht sagen“, denn das liege nicht nur an ihm, doch örtlich beschneiden wolle er sein künftiges Tätigkeitsfeld nicht, „es wäre ja töricht, irgendwas auszuschließen“, aber sein Wunsch sei schon, irgendwann mal, „bevor sie diese Uhrzeit auch noch verändern“, um 15.30 Uhr zu beginnen. „Das das habe ich ja öfter mal gesagt, aber auch das kommt oder kommt nicht, da bin ich total entspannt nach all den Jahren.“
Ausblick/Bilanz des KSC
Sieben Spiele gab es zwischen dem KSC und SV Elversberg, wo Elversberg nur einen Sieg (2 Unentschieden) errang, den aber in der Hinrunde mit einem 3 zu 2-Auswärtssieg im Wildpark (23.11.2025). 16 zu 9 lautet die erfreuliche Torbilanz des KSC!
Autor:Jo Wagner |
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