In Unterzahl haben die Karlsruher das Spiel aus der Hand gegeben
KSC verliert gegen den HSV

Obenauf war der HSV am Montagabend gegen den KSC
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Karlsruhe. Es ist ein Spiel für den KSC, das für die restliche Saison durchaus einen richtigen Schub geben könnte. Ein Dreier - und der KSC könnte sich richtig ins Mittelfeld der Tabelle schieben (mit genügend Abstand zu den unteren Rängen). Bei den Rothosen aus Hamburg geht's um das Zwischenziel Aufstiegsplatz. Andere Zielsetzungen, andere Herangehensweise? Die Offensiv-Abteilung des KSC gehört zu den "Ballermännern" der Liga, kein Wunder, dass KSC-Trainer Christian Eichner verstärkt auf seine Defensive schaut.

Die Aufstellung ist da - und Eichner hat ordentlich die Mannschaft aus Aue durcheinandergewirbelt: :
Gersbeck / Bormuth, Heise, Kobald,  Thiede / Goller, Gondorf, Lorenz, Wanitzek / Batmaz, Hofmann,
Auf der Bank sind Kuster und Löhr für das Tor, Carlson, Gordon, Rabold, Breithaupt, Fröde, Groiß und Gueye

Unaufgeregtes Warmmachen der Teams, kaum Kontakte zwischen den Spielern bislang, der KSC vor der "alten" KSC-Fantribüne, der HSV vor der neue Fantribüne. Die üblichen Übungen in Sachen Bewegung, Stretching, Sprints, Flanken und ein paar Torschüsse.

Anpfiff
Der HSV geht gleich drauf, sucht den Weg nach vorne, geht geschlossen in die Vorwärtsbewegung - aber der KSC stellt erfreulicherweise gleich den Körper dazwischen.
Beim HSV natürlich die Suche nach Torjäger Terodde, der aber nach HSV-Ballgewinn im Mittelfeld Platz macht - so kann Jatta einfach durchgehen und aus 18 Metern unbedrängt abziehen, links flach neben den Pfosten, 0 zu 1
Das war in der 3. Minute?! Hallo?! Alle wach?

Der HSV drückt gleich weiter, nächste Chance, doch Gersbeck kann im 1 gegen 1 gegen Jatta zur Ecke klären.
Die Ecke kommt zentral rein, doch der KSC steht gut, klärt.
Wieder der HSV, diesmal über rechts mit Jatta, der geht bis zur Limie durch, legt toll zurück auf Dudziak, der aber das Kunststück schafft, aus 10 Metern das Ding meilenweit über die Hütte zu trommeln!
Der KSC ist verunsichert, das Spiel nach vorne nicht unbedingt ersichtlich in diesen Minuten. Auch wenn Thiede rechts den Ball bekommt, geht, aber die Flanke geht zu lange.
Jetzt regnet es, der Boden wird nass, der Ball flutscht, da wird Technik bei der Ballannahme schon gefordert - auch die Standfestigkeit der Spieler!
13. Batmaz bekommt einen tollen Pass aus der Tiefe, geht schön und fix durch links bis zum Strafraum, legt herrlich in die Mitte auf - und Hofmann macht das Ding aus 12 Metern, flach links in die HSV-Kiste! 1 zu 1 "Batmaz bringt eine schöne Körperlichkeit auf den Platz", freute sich danach Eichner.
Diesmal ist der HSV etwas verunsichert, Bälle kommen nicht an, die Spieler schreien lauter - die Positionen werden durchgespielt, bis zu Torwart Ulreich, weil auch der KSC früher angreift!
Kobald steht wie ein Turm bei einer Flanke, köpft die Kugel locker raus.
Jetzt hat sich die KSC-Abwehr gefunden, steht besser - und der HSV versucht nun beide Seiten zu bespielen, jeweils schnell; Jatta weicht nun wieder nach links aus, geht wieder bis zur Linie (27.) legt butterweich über die KSC-Abwehr rüber, da steht Vagnoman, der muss nur noch einnicken, doch da fliegt Gersbeck heran, fährt die Hand aus - und klärt!
Fantastische Parade!
Der HSV übernimmt wieder mehr Kontrolle im Spiel, drückt, rückt aber auch weit auf. Das könnte Chancen ergeben, Goller geht in der 28. Minute wieder links, kann aber nicht passen, da Hofmann im Abseits steht.

Es ist ein abwechslungsreiches und flottes Spiel, zu dem der KSC aber auch seinen Teil beiträgt, sich nicht mehr so "versteckt". Der KSC versucht es links über Lorenz oder rechts über Thiede, die mit Geschwindigkeit durchaus dei Abwehr der Hamburger aufreißen können. Doch das muss aus dem Mittelfeld heraus dann auch schneller gehen!

Eichner ist am Spielfeldrand nicht ganz zufrieden, er gestikuliert ordentlich - und ist bis auf die Presseplätze zu verstehen

Überflüssiges Foul an Jatta, 10 Meter vor der Torauslinie, der Freustoß bringt aber nichts, das Gersbeck gut rauskommt.

Jetzt der KSC von rechts (38.) in die Mitte, nach links, dann eine Flanke - und der HSV geht auf Nummer sicher, zur ersten Ecke für den KSC geklärt. Die kommt von Thiede nicht gut genug rein, keine Chance für den KSC.

41. Einwurf KSC links, Lorenz mit Ballbesitz, Gefummel an der Eckfahne, Rüvkpass zu und in der Mitte kann die Abwehr vor Hofmann klären! Die bringt aber nichts. Insgesamt Ecken bis zur Halbzeit: 2 zu 5

43. Goller kommt halbrechts an die Kugel, geht noch 10, 15 Meter - und zieht dann aus etwa 18 Metern aus, verzieht aber links rund 2 Meter. Schade.

Halbzeit
Verdientes Unentschieden, der KSC geriet schnell unter Druck, fand aber zum Spiel, spielte mit - und kam durch den engagierten Einsatz auch zum verdienten Ausgleich in einem guten und kurzweiligen Spiel. Der HSV sorgt aber mit dem schnellen Jatta - der wechselt die Positionen durch - für gehörig Bewegung in der KSC-Abwehr - und hatte weitere Chancen. Da müssen die blau-weißen Jungs konsequent bei der Sache bleiben - und ihr Stellungsspiel wirklich im Griff haben bei dieser Geschwindigkeit.
Erfreulich aber: Der KSC hat sich nicht versteckt, kam zu Chance - und machte schnell den Ausgleich!

Unaufgeregt machen sich die Ersatzspieler warm - mit lockeren Passspielchen und Flanken. Das sieht nicht so aus, als ob gleich gewechselt werden wird!

Anpfiff zur 2. Halbzeit, der KSC mit Ballbesitz, aber der HSV geht gleich mit Druck drauf, der KSC spielt zurück zu Gersbeck.
Etwas Ruhe reinbringen
Der KSC geht links, der HSV steht nicht gut, Ball in die Mitte, Ulreich kommt nicht richtig dran, Hofmann spitzelt den Ball zurück zu Batmaz, aber der jagt das Ding aus 10 Metern drüber. Laute Anweisungen von der HSV-Bank: "Geh endlich ran!" Das waren Abstimmungsfehler nach dem Motto "Nimm Du ihn, ich hab ihn sicher"...
Schön, dass der KSC, in der 52. Minute, jetzt auch früher drauf geht, den HSV so unter Druck setzt, so wird der Spielaufbau der Hamburger ungenau - und der KSC kommt schneller wieder an den Ball.
Etwas erinnert der Wechsel des Ballbesitzes in diesen Momenten an Pingpong. KSC, HSV, KSC, HSV ...
Der KSC geht, Batmaz wird rund 25 Metern vor dem Tor gezogen, Freistoß, 3-Mann-Mauer, toller Trick, der Ball geht raus nach rechts, kurz gespielt, tolle Flanke in die Mitte und nur knapp vorbei von Kobald. Die Abwehr des HSV ist stehengeblieben! "Weiter, weiter!" so der Ruf von HSV-Trainer Thioune.
Freistoß wie eine Ecke von Wanitzek, den der HSV mit einem Gewaltkick ins Seitenaus klärt. Der KSC spielt mit, lässt in der Abwehr nicht mehr so viel zu. Das Spiel ist langsamer geworden, auch auf schrem Boden nach dem Regen.
Eben gelobt, dann zugeschaut, der HSV spielt zügig über rechts, Vagnoman zieht in die Mitte, zieht aus bester Position ab ... aber deutlich drüber. HSV-Trainer druaßen ist deutlich, winkt Richtung Sturm, die Norddeutschen wollen die 3 Punkte!
Der HSV spielt sich den Ball am KSC-Strafraum rum, links, Mitte, rechts, keiner greift ein. Ecke HSV, die 7., die kommt hoch rein, in der MItte kann geklärt werden, doch die HSV-Spieler rufen "Hand"
Keine Reaktion aus dem Kölner Keller
Jatta links, aber ihn doppeln jetzt 2 KSC-Verteidiger, gehen ran und drauf!
Heise verstolpert die Kugel (67.) an der Linie, Einwurf HSV, doch Heise kickt den Ball weg ... Gelbe Karte
Nur noch punktuell kommt der KSC zum geordneten Spiel nach vorne, der HSV spielt über die Außen. Terodde kassiert die Gelbe, er hat den Schlappen drüber gehalten. Kinsomi checkt im Mittelfeld Batmaz, auch Gelb!
Der KSC mal wieder rechts mit Thiede, versucht eine Lücke zu reißen. Gondorf treibt den Ball, der kommt dann schön nach links zu Lorenz, der zieht aus 10 Metern ab, aber Ulreich kann nachfassen, hat das Ding.
Der HSV wechselt, bringt in der 75. Kittel und Onana
76. Batmaz geht, Fröde kommt
78. Gelb-Rot für Heise ... er hält den Schlappen bei Kinsombi drüber. Das musste nicht sein! Jetzt muss der KSC in Unterzahl das Spiel machen. "Kann man geben", so Heise, der in der ersten Hälfte die meisten Aktionen hatte im Spiel: "Mit der Aktion habe ich der Mannschaft geschadet."
Eichner reagiert, holt Lorenz runter, Carlson kommt - und weitere KSC-Spieler machen sich warm.
82. Wanitzek und Hofmann sind zu zweit vorne, doch Hofmann verstolpert den Ball - und dann geht's fix, der HSV nutzt die Überzahl im Spiel über rechts, langer Ball in die Mitte- und Terodde ist da, lässt Bormuth einfach stehen und macht cool in der Box das Tor zum 1 zu 2
Noch 9 plus x Minuten - und das wird ein Zeitspiel durch die Hamburger, da legen wir uns mal fest, denn schon das Jubeln der Hamburger dauerte rund 90 Sekunden ..
Strafraumecke, Freistoß Wanitzek, der Ball wird aber zur Ecke abgelenkt.
Erneute Ecke, Kinsombi klärt.
Ecke, die 3., Fröde verlängert, doch am langen Eck steht keiner.
82. Bormuth geht, er hatte leider in der Abwehr heute keine guten Tag - Gueye kommt. Vielleicht kann er noch was machen?
Der KSC steht hoch, lässt Räume - und der HSV nutzt den mit Kittel, dessen Schuss aus 13 Metern aber nur ein Schüsschen wird - und Gersbeck holt sich das Ding.
Die Hamburger Spieler haben jetzt die typische Fallsucht bei einem solchen Spielstand - und auch der Wechsel (Jung rein, Kinsombi raus) dauert ... Aber der KSC kann sich heute an die eigene Nase fassen, das war überflüssig!
Schiri Günsch macht jetzt nicht einen sicheren Eindruck: Kartenspieler wäre der richtige Ausdruck! Statt das Spiel zu beruhigen, heizt er es mit inkonsequentem Leiten des Spiels auch noch an. Kein Wunder, dass es Aufregung gibt. Gelbe Karte auch noch für Trainer Eichner!
90. Das hätte es sein können: Hofmann zieht ab aus rund 15 Metern, ein Mordsding, das Ulreich nur mit Müh und Not mit der Brust abprallen lassen kann, etwas mehr zur Seite - und den Keeper hätte der Schuss wohl mit reingeweht. Schade, denn auch Gueye kommt zum Nachschuss bei einem Drehschuss, bei dem er aber wegrutscht.

Abpfiff
Der KSC hat engagiert gespielt, aber wieder Fehler im entscheidenden Moment in der Abwehr gemacht. Zum Ende des Jahres 2020 steht der KSC nun auf Platz 14 der Tabelle, wenigstens 5 Punkte vor dem Relegationsplatz! Schade, da war mehr drin heute. Aber mit der Gelb-roten Karte nahm das Spiel eine Wendung - eben gegen den KSC! Jetzt gibt's die kurze Spielpause, dann geht's Anfang Januar in Würzburg weiter.

Stimmen zum Spiel und zur Pause
"Der erste Teil der Hinrunde war erfolgreich", so Heise: "Beim KSC macht es mir auch viel Spaß. Möchte so weiterarbeiten, ob auf dem Platz oder beim Training."
"Der Platzverweis hat uns auf alle Fälle keinen Vorteil gebracht - aber mit so etwas spielt man dem HSV in die Karten", so Gondorf - und zum ersten Gegentor: "Da haben wir nicht abgestimmt genug agiert." Der KSC kam wieder zurück, "das ist ein Stück weit unsere DNA beim KSC. Da passt auch der Zusammenhalt - und wir wissen auch, welchen Kader wir haben, da passt auch die fußballerische Entwicklung. Seit dem Sommer ist der eingeschlagene Weg der richtige."
"Ein spannendes und gutes Spiel. Das Spiel war aber eine Herausforderung für uns", so Thioune: "Wir haben die Chancen aber nicht ausgenutzt. Ein offenes Spiel, haben den Kampf angenommen - und in der zweiten Halbzeit wollten wir mit aller Macht das Spiel gewinnen - und in Überzahl den Treffer gemacht, sicher etwas glücklich."
"Wie in den vergangenen 14 Tagen ... mit dem ersten Schuss in Rückstand geraten", so Eichner: "Bin über weite Strecken zufrieden gewesen mit meinem Team in der ersten Halbzeit - aber ohne große Chancen, haben uns dann selbst geschwächt. Wir haben vieles richtig gemacht, aber gegen einen solchen Gegner müssen wir eben alles richtig machen. Für die Zukunft: An der einen oder anderen Schraube müssen wir noch drehen." Die Gelb-rote Karte habe das Spiel mit entschieden. "Jahresausklang hätten wir uns etwas fröhlicher vorgestellt. nach einem schwierigen Start hatten wir ein fantastische Phase. Wir sind gut beraten, dass wir in den schlechten Phasen uns nicht vergraben, aber eben auch nicht im Erfolgsfall nicht abheben. Aber es muss eben immer sehr viel passen, dass wir punkten."

Autor:

Jürgen Therm aus Karlsruhe

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