Auch Italien rückt wieder in den Fokus
Das Reisen läuft langsam wieder an

Blick auf den abendlichen Gardasee
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  • Blick auf den abendlichen Gardasee
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Reisen. Nach monatelangem Stillstand kommen auch die Reiseveranstalter aus der Region so langsam wieder auf Touren. Die ersten organisierten Reisen gehen über die Bühne - alle mit umgesetzten Hygienekonzepten, geregelter Auslastung und deutlichen Regeln, mit Desinfektion, Fiebermessen & Co. "Aber nach 18 Monaten konnte ich endlich auch wieder als Reiseleiter unterwegs sein", freut sich Thomas Ingold, der unter anderem für das Karlsruher Reisebüro "Ikarus" mit Bussen unterwegs ist. "Man vermisste ja vieles in der Pandemie, aber dass man mal auch das komische Fiepsen des Mautkästchens im Bus vermissen würde, wurde mir erst bei der ersten Tour im Bus bewusst!"

Die Tour an den Gardasee stand auf dem Programm, die ersten Reisegäste waren wieder dabei, der Bus unterwegs durch die Nacht nach Italien. "Bei unserer Ankunft am Samstagmorgen in San Zeno di Montagna, oberhalb des Sees gelegen, konnten wir dann erleben, dass die Corona-Regeln auch dort gut umgesetzt wurden", so Reiseleiter Thomas. Nach der Pause ging es weiter nach Verona, die "Schöne an der Etsch". "Für mich ist das eine der interessantesten Städte in Oberitalien", so der Reiseleiter, der vor Corona regelmäßig in Italien und Frankreich unterwegs war.

Wenig Touristen in Verona unterwegs

Allerdings herrschte in der Stadt kein großer Trubel, eher eine etwas unbekannte Leere, "denn es waren wenig Touristen unterwegs, obwohl die Opernfestspiele gerade in vollem Gang sind", so Ingold. Sechs verschiedene Opern werden in Verona gegeben, aber nur 6.000 Besucher pro Vorstellung zugelassen. Eine ganz neue Erfahrung für den Reiseleiter, der in Verona mit seinen Reisegästen auch eine kleine Stadtführung macht, natürlich inklusive des berühmten Balkons! Sie wissen schon, jener Balkon in der Heimatstadt von Romeo und Julia, auf dem Julia angeblich die Worte „Oh Romeo, Romeo, warum bist du Romeo?“ in Shakespeares Stück von sich gab. Das Haus liegt übrigens im Zentrum der Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten. Früher lebte hier die Familie Capello, die den Dichter wohl inspirierte, das Theaterstück zu schreiben. "Nach der längeren Abwesenheit musste ich wirklich genauer schauen", schmunzelt Ingold: "Aber natürlich ist es jener Balkon mit der Statue von Julia davor." In diesen Zeiten gibt's trotzden noch Wartezeit und auch  Polizeibewachung, schließlich wollen viele die rechte Brust von Nereo Constantinis Bronzefigur berühren, denn beim Werben um die Angebetene soll das Glück bringen! Was Besucher in Verona auf alle Fälle machen sollten, ist, ein (oder mehrere) Eis zu probieren. "Ein Tag ohne Eis ist ein verlorener Tag", schmunzelt Ingold - und er hat in Verona etliche Tipps.

Am Gardasee
Üblicherweise kombinieren Reiseveranstalter die Tour nach Verona mit anderen Destinationen, haben auch ein zentrales Übernachtshotel, meist am Gardasee, das nach dem Tag in Verona dann zum Ausklang fantastische Blicke von der Terrasse über den See erlaubt. "Rund um den Gardasee ist es aber schon wieder etwas anders mit den Touristenströmen", so Ingold: das oft rappelvolle Sirmione, das eher ruhige Malcesine mit Burg, Geschichte - und Geschichten, natürlich zum James Bond-Film, dazu das bekannte Riva. "Hier isst man übrigens kein Eis", informiert der Reiseleiter, "sondern hier ist Apfelstrudel angesagt." Dazu gibt's am Gardasee immer wieder tolle Ausblickspunkte, die atemberaubende Aussichten auf den See erlauben, unter anderem von Nago.

Venedig muss sein
Vom Gardasee nach Venedig, rund 150 Kilometer, natürlich nicht bis in die Lagunenstadt hinein, sondern zu einem zentralen Parkplatz, ab Mira-Mirano dann mit dem Zug in die Stadt. "Wenn man es auch nicht glauben möchte", wundert sich Reiseleiter Thomas, "Venedig hat einen Bahnhof und nicht nur der war leer, auch die Stadt war wie leergefegt. Beim Spaziergang zum Markusplatz, war außer den Andenkenverkäufern eigentlich nur meine Gruppe unterwegs." Auch die beliebten (aber teuren Gondelfahrten) sind aktuell wenig gefragt, die Gondoliere vertreiben sich daher oft die Zeit mit dem Smartphone. So kommen Touristen aktuell auch gut durch die Stadt, kaum Gedränge - aber freie Plätze in den Lokalen. Kleiner Tipp: Vorher auf die Karte schauen, damit es keine teure Überraschung gibt.

Das Reisen geht so langsam wieder, die Nachfrage steigt, denn immer mehr Destinationen kommen dazu, doch stets sollten Urlaubs- und Reisewillige die Corona-Entwicklung und die geltenden Maßnahmen im Blick behalten. (tin/jow)

Aktuelle Infos gibt's natürlich in den Reisebüros der Region - und Reise- und Sicherheitshinweise gibt's auch vom Auswärtigen Amt, Land für Land, www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/covid-19/2296762

Autor:

Jo Wagner

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