Betrugsanrufe im Namen von Pflegestützpunkten: Wie man sich vor fiesen Fallen schützen kann
- es wird vor Betrügern gewarnt, die getarnt als Pflegedienst anrufen und abzocken
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Karlsruhe. Betrügerische Anrufer geben sich derzeit am Telefon als Mitarbeitende von Pflegestützpunkten aus. Sie versuchen laut vorliegenden Hinweisen, Vertrauen aufzubauen, an persönliche Daten zu kommen oder Betroffene zu unnötigen oder kostenpflichtigen Leistungen zu drängen.
Die Anrufer treten dabei häufig professionell auf. Sie behaupten, in der Pflegeberatung zu arbeiten, und bieten vermeintliche Hilfe bei Anträgen oder Leistungsprüfungen an. Nach Angaben aus der Warnung bauen sie gezielt Druck auf und drängen auf schnelle Entscheidungen. Teilweise versuchen sie auch, kurzfristig Hausbesuche zu vereinbaren, offenbar um Zugang zur Wohnung zu erhalten.
Pflegestützpunkte rufen nicht unangekündigt an
Die Pflegestützpunkte in Baden-Württemberg betonen, dass sie keine unangekündigten Telefonanrufe durchführen, um persönliche Daten abzufragen oder Verträge abzuschließen. Die Beratung erfolgt kostenfrei und die Pflegestützpunkte werden nur tätig, wenn Ratsuchende selbst Kontakt aufnehmen. Hausbesuche finden laut Hinweis nur auf ausdrücklichen Wunsch und nach vorheriger, transparenter Terminvereinbarung statt. Mitarbeitende fordern demnach auch niemals dazu auf, kostenpflichtige Verträge mit ihnen abzuschließen.
Wer einen verdächtigen Anruf bekommt, soll am Telefon keine Angaben zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen machen. Die Warnung rät außerdem, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und das Gespräch zu beenden, wenn etwas ungewöhnlich wirkt.
Hausbesuche sollen Betroffene strikt ablehnen und die Anschrift nicht weitergeben, sofern sie nicht selbst den Pflegestützpunkt angerufen und dabei um einen Hausbesuch gebeten haben.
Im Zweifel können Bürgerinnen und Bürger selbst Kontakt zum Pflegestützpunkt der Stadt Karlsruhe aufnehmen, telefonisch unter 0721 133-5513 oder per E-Mail an pflegestuetzpunkt@sjb.karlsruhe.de. Wer außerhalb des Karlsruher Stadtgebietes wohnt, findet die Kontaktdaten des zuständigen Pflegestützpunkts online unter bw-pflegestuetzpunkt.de.
Die Hinweise empfehlen, besonders ältere oder pflegebedürftige Angehörige oder Nachbarn über die Masche zu informieren. Wer einen solchen Anruf erhalten hat oder bereits betroffen ist, soll sich an die Polizei wenden und zusätzlich den zuständigen Pflegestützpunkt informieren. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, leisten Pflegestützpunkte eine unabhängige und kostenfreie Beratung rund um das Thema Pflege.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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