"Raum gesucht!" in Karlsruhe
Flächen für Probe-, Spiel- & Lebensraum

Die Fraktion Freie Wähler und FÜR Karlsruhe hat sich für eine neue Podcastfolge getroffen. Stadträtin Petra Lorenz (Freie Wähler) und Stadtrat Friedemann Kalmbach (FÜR Karlsruhe) besprechen mit dem Fraktionsgeschäftsführer Micha Schlittenhardt (FÜR Kalruhe) die Lage in Karlsruhe.  In der aktuellen Folge Nummer 10 drehen sich die Themen rund um das Motto "Raum gesucht!". Egal, ob Raum für Kitaplätze, für Hobbys und Kultur, für Freizeit und Fahrrad oder für Parkplätze und Wohnungen - vieles benötigt mehr oder wieder neuen Platz!

Denn die Kitas sind voll, die Plätze für die Kinder der Stadt werden immer weniger, die Aufnahmeanträge sind kaum noch überschaubar. Stress bedeutet das vor allem für Eltern, die beide berufstätig sind und ihre Kinder nicht irgendwo abladen wollen. Ein besonderes Problem der Stadt ist die unausgeglichene Abdeckung an Kitaplätzen in den Stadtteilen. Die eigenen Kinder aus Knielingen in eine Kita in Durlach zu schicken ist nicht nur umständlich, sondern auch sehr belastend - leider für manche Elternpaare unausweichlich, aufgrund der Kitaknappheit. Unausweichlich ist auch das Bestreben der Fraktion für eine schnelle Besserung der Lage! Die Stadt muss die Verantwortung für die Kitas in die Hand nehmen, um die Kinder der Stadt in den besten Händen zu wissen.

Für Musik aus und Kunst in der Stadt war während des Lockdowns kein Platz. Corona macht bei Konzerten, Ausstellungen, Festen und Treffen uns allen einen Strich durch die Rechnung. Wenn sich die Künstlerinnen und Künstler nun zu Wort melden, um nach neuen Probe- und Kunsträumen zu fragen, muss man das zum Thema machen. Die Stadt schmiedet Pläne, Räume für die Kunst und Kulturschaffenden anzumieten - für sieben Jahre! In dem Podcastgespräch hält die Fraktion dies für eine sehr lange Zeit, in einer Zeit, in der von Welle zu Welle und Lockdown zu Lockdown gedacht und geplant wird. Die Fraktion wünscht sich eher eine neue Solidarität der Bürgerinnen und Bürger mit den Künstlerinnen und Künstlern in Karlsruhe. Hilfe untereinader, mit freien Flächen für die Kulturschaffenden der Stadt sind ein Dienst an Mensch und Gesellschaft!

Froh hingegen ist die Fraktion über eine gewachsene Verkehrsstruktur für Fahrräder, sieht aber noch einige Möglichkeiten der Verbesserung: "Trotz des Fortschritt, der vor allem in der Innenstadt Einzug gehalten hat, gibt es eine Menge unausgeschöpftes Potenzial. Ein großer Wunsch von mir ist es, dass trotz neuer Fahrradstreifen und Möglichkeiten für Fahrräder im Nahverkehr, mehr Rücksicht genommen wird. Eine räumlich sichere Abtrennung zwischen Auto und Drahtesel ist erstrebens- und wünschenswert für die gesamte Stadt. Bis dahin gilt für alle besonders: safety first!", bringt Stadträtin Petra Lorenz ein. Und wenn nun neuer Raum für Fahrräder entstanden ist, werden Bürgerinnen und Bürger vermehrt auf das Auto verzichten? Braucht es dann noch weitere Gebühren für das Auto, um das Klima zu schützen und den Verkehr zu mildern? Entgegen einigen Stimmen im Stadtrat macht sich die Fraktion im Podcast für einen sozialen und gesunden Mittelweg stark: Ja, Gebühren können erhoben werden, wenn das Auto in der Stadt geparkt wird. Ja, diese Gebühren können erhöht werden, da es sich um öffentlichen Raum handelt. Eine drastische Erhöhung ist aber nicht wünschenswert: "Es geht darum, dass wir uns einem angemessenen Betrag langsam annähern. Dabei ist es wichtig vorher einmal über einen angemessenen Betrag zu diskutieren. Es geht hier um einen Weg der Vernunft.", betont Friedemann Kalmbach. Die Fraktion plädiert für eine aufgeschlossene, aber unvoreingenommene Prüfung des Betrags.

Nicht nur der Straßenverkehr ist auf eine Anpassung des vorhanden Raumes angewiesen: Landwirtschaft braucht Felder, die Fußballvereine auch. Der Biohof ist der Leidtragende der Zusammenlegung der Sportvereine Karlsruhe. Die Ackerflächen, die regionale Produkte zu Verfügung stellen und durch Co2-Bindung gute Arbeit für den Klimaschutz leisten, sollen durch einen Sportplatz ersetzt werden - eine mehr als problematische Situation. Ausgleichsflächen sind im Moment noch nicht versprochen worden, jedoch will das Liegenschaftsamt in dieser schwierigen Situation aushelfen.

Auch für Gemeinschaft ist noch kein Raum in Aussicht. Hoffnung machte die neue Gesundheits- und Datenübermittlungsapp "luca". Vermehrt haben sich kritische Stimmen geäußert, die Probleme anprangerten. Dabei ging es um die Sicherheit der Nutzerdaten, wie um die Ausstattung der Server. Trotzdem wird von Ländern und Kommunen die luca-App vermehrt in Gesundheitsämtern eingesetzt, wofür sich die Fraktion auch starkgemacht hatte. Die Sicherheit der Server und ein fürsorglicher Umgang mit Daten ist daher unumgehbarer Faktor für eine App, die auf das Vertaruen der Bürgerinnen und Bürger angewiesen ist. Da gibt es Raum für positive Veränderung.

Autor:

Marius Meger aus Karlsruhe

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