Feierliches Gelöbnis nahe Karlsruhe: 350 Soldaten vor Verfassungsgericht
- Das Feierliche Gelöbnis ist eine traditionelle Zeremonie gegen Ende der dreimonatigen Grundausbildung.
- Foto: Uwe Anspach/dpa
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Karlsruhe. Mehr als 350 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr haben in Karlsruhe öffentlich ihr Feierliches Gelöbnis abgelegt. Die Zeremonie fand auf dem Schlossplatz in unmittelbarer Nähe zum Bundesverfassungsgericht statt und wurde von kleineren Protesten begleitet.
Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Holger Neumann, betonte laut Redemanuskript die Rolle der Streitkräfte in der Gesellschaft. „Die Bundeswehr ist keine Armee neben der Gesellschaft, sie ist Teil der Gesellschaft.“ Deshalb sei es wichtig, dass das Gelöbnis öffentlich stattfinde.
Die Gelöbnisrede hielt der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth. Das Gericht feiert in diesem Jahr sein 75. Bestehen. Laut Neumann unterstreiche die Teilnahme Harbarths die Bedeutung der Veranstaltung. Soldatinnen und Soldaten schützten die Sicherheit und die freiheitliche demokratische Grundordnung Deutschlands.
An der Zeremonie nahmen Rekrutinnen und Rekruten mehrerer Einheiten teil:
- Luftwaffenausbildungsbataillon aus Germersheim
- Artillerielehrbataillon 345 aus Idar Oberstein
- ABC Abwehrregiment 750 „Baden“ aus Bruchsal
- Fallschirmjägerregiment 26 aus Zweibrücken
Proteste am Rande der Zeremonie
Während der Feier versammelten sich nach Polizeiangaben rund 40 Demonstrierende in der Nähe des Schlossplatzes. Einsatzkräfte sprachen mehrere Platzverweise aus. Ermittlungen laufen unter anderem wegen Hausfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.
Nach Angaben eines dpa Fotografen gelangten zwei Demonstranten kurzzeitig auf den Schlossplatz. Feldjäger hielten sie fest.
Das Feierliche Gelöbnis findet traditionell gegen Ende der etwa dreimonatigen Grundausbildung statt. Rekrutinnen und Rekruten verpflichten sich dabei, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und Recht und Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Mit der Zeremonie werden sie offiziell in die militärische Gemeinschaft aufgenommen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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