Wanderausstellung auf dem Schlossplatz
Der Abgrund, der mal Heimat war

Besucher des Karlsruher Schlossplatzes haben am Dienstag, 29. September, von 15 bis 19 Uhr die Möglichkeit, auf eine (Zeit)reise durch die bedrohten und bereits abgebaggerten Dörfer am Rande des rheinischen Braunkohletagebaus zu gehen. Zu sehen sind Fotografien von Jordis Antonia Schlösser.

Noch rund 18 Jahre will der RWE-Konzern im Rheinischen Braunkohlerevier Dörfer abbaggern, Menschen gegen ihren Willen umsiedeln und ganze Landstriche verwüsten. Eine Katastrophe - für Klima, Natur und die Menschen in den bedrohten Ortschaften. “Was im Rheinland geschieht, betrifft uns alle: Um die Klimakrise zu bremsen, muss die Kohle im Boden bleiben”, sagt Volker Klasen von der Greenpeace-Gruppe Karlsruhe. “Die Ausstellung zeigt eindrücklich das Schicksal der Betroffenen im Braunkohlerevier und macht gleichzeitig Mut, den wachsenden Protest zu unterstützen. Wir freuen uns, darüber mit interessierten Besucherinnen und Besuchern beim Ausstellungshalt in Karlsruhe ins Gespräch zu kommen.”

Die Fotografin Jordis Antonia Schlösser kennt das rheinische Braunkohlerevier seit ihrer Kindheit. Immer wieder kehrte sie zurück an die Gruben, Kraftwerke und Dörfer in der Region. In einer Gegenüberstellung von Bildern aus den Jahren 2002 und 2019 lenkt sie den Blick auf die Menschen, die durch die Ausdehnung des Tagebaus ihre Heimat verlieren, und auf den zunehmenden Widerstand gegen den Energiekonzern RWE.

In Kooperation mit Greenpeace macht die Wanderausstellung “Der Abgrund, der mal Heimat war” in über 21 deutschen Städten Halt (Tourplan: https://bit.ly/2FqSzR2). Die Ausstellung ist kostenlos zugänglich und findet unter Berücksichtigung der üblichen Corona-Schutzmaßnahmen statt (Abstand und Mund-Nasen-Schutz).

Autor:

Greenpeace Karlsruhe aus Karlsruhe

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