Verkehrsminister Hermann informierte sich über Arbeit im Reallabor
Autonomes Fahren im realen Straßenverkehr in Karlsruhe

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Karlsruhe. Verkehrsteilnehmern kommunizieren, ein fahrerloses Taxi, das per App nach Bedarf gerufen wird: Der Besuch des baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Herman am Mittwoch auf dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF BW) war von Interaktivität geprägt. Per Smartphone-App rief der Verkehrsminister ein autonomes Taxi zu seinem Standort und ließ sich auf dem Campus Ost des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) automatisiert über einen Parcours chauffieren, auf dem das Fahrzeug selbstständig mit Ampeln, Fußgängern und Radfahrern kommunizierte. Beim automatisierten Einparken demonstrierte das Fahrzeug, mit welcher Präzision es ohne menschliche Hilfe vorgeht.

„Autonomes Fahren kann und sollte ein wesentlicher Baustein für eine nachhaltige Mobilität der Zukunft werden. Für eine breite Akzeptanz ist es jedoch wichtig, diese Technologie mit den Menschen gemeinsam zu entwickeln. Dazu eignen sich Reallabore", so Verkehrsminister Winfried Hermann - und verwies auf die Einsatzmöglichkeiten autonomen Fahrens: „Insbesondere im Öffentlichen Personennahverkehr wollen wir seine Vorteile nutzen. Wir versprechen uns Pkw-Fahrten reduzieren zu können, wenn mehrfachbesetzte, autonom fahrende Busse zum Einsatz kommen. Auch könnte der ländliche Raum besser an die Zentren angeschlossen werden. Wichtige Impulse könnten auch auf die Verkehrssicherheit ausgehen, die vor allem im Individualverkehr und hier bereits durch eine Teilautomatisation verbessert werden kann. Ich freue mich daher sehr, die Fortschritte auf dem vom Land geförderten Testfeld zu erleben und stelle fest, dass die Technologie ihren Reiz hat. Ich bin zuversichtlich, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung zunehmen wird.“

„In den vergangenen 14 Monaten sind auf dem Testfeld verschiedene Projekte angelaufen, außerdem wird es ständig weiter ausgebaut. Vom autonomen Parken und dem Betrieb autonomer Shuttles, über die Erforschung rechtlicher Rahmenbedingungen bis hin zur gesellschaftlichen Akzeptanz selbstfahrender Fahrzeuge werden in Baden-Württemberg neue Mobilitätsformen umfassend weiterentwickelt", so der Leiter des Testfeld-Konsortiums, Professor Marius Zöllner, Vorstand des FZI Forschungszentrum Informatik und Professor des Karlsruher Institut für Technologie: „Ich freue mich, dass wir dem baden-württembergischen Verkehrsminister heute zeigen können, dass wir in Karlsruhe neue Maßstäbe in der interdisziplinären Forschung setzen. Zugleich macht es mich stolz sagen zu können, dass wir ein wachsendes Interesse bei Industrieunternehmen verzeichnen. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

„Lokal, regional, überregional – europaweit: Karlsruhe gestaltet auf vielen Ebenen mit an der Mobilität von morgen. Mit dem Testfeld, das gerade in Karlsruhe und der Region aufgebaut wird, schlagen wir mutig ein ganz neues Kapitel der Mobilität der Zukunft auf", so Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup: "Wir versprechen uns durch eine kluge, innovative Verknüpfung von autonom fahrenden Fahrzeugen im öffentlichen Nahverkehr neue Möglichkeiten, eine bessere Mobilität für alle zu erreichen, ohne – und das ist der entscheidende Punkt – dabei mehr Verkehr zu verursachen.“

Infos: Eingebettet war die interaktive Demonstration autonomer Fahrfunktionen in Präsentationen, in denen das Testfeld-Konsortium Verkehrsminister Hermann über die aktuelle Ausstattung des Testfelds informierte, die sich in den vergangenen Monaten auch an den Bedürfnissen der Testfeldnutzer orientiert hat. Vorgestellt wurden zudem verschiedene Forschungsprojekte, die sich interdisziplinär mit dem Thema Autonomes Fahren auf dem Testfeld auseinandersetzen.

Autor:

Jo Wagner

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