KI und Fachkräftemangel: Neue Weiterbildungsagentur für die Westpfalz
- Weiterbildung soll Unternehmen und Beschäftigte in der Westpfalz besser auf den Wandel der Arbeitswelt vorbereiten
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Westpfalz. Künstliche Intelligenz verändert Arbeitsabläufe, der demografische Wandel verschärft den Fachkräftemangel und Unternehmen müssen sich schneller auf neue Anforderungen einstellen. In der Westpfalz soll eine neue Weiterbildungsagentur dabei helfen, Beschäftigte und Betriebe frühzeitig auf diesen Wandel vorzubereiten.
Von Monika Klein
Dafür haben die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens und die Zukunftsregion Westpfalz Ende September eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, frühzeitig und präventiv auf sich ändernde Anforderungen zu reagieren und angepasste Qualifikationsmaßnahmen für Arbeitgeber und Beschäftigte anzubieten.
"Wir brauchen Informationen von Betrieben, wo die Reise hingeht", beschreibt Peter Weißler, Vorsitzender der Geschäftsführung der AfA, die Ausgangslage. Er sehe in dem Wandel auch eine Chance, aber: "Wir müssen früh darauf reagieren".
Wie sich die Arbeitswelt in der Westpfalz verändert
Denn die Anforderungen verändern sich nicht nur durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Auch Dekarbonisierung (der schrittweise Umstieg von fossilen zu erneuerbaren Energiequellen) und der demografische Wandel führen dazu, dass Unternehmen ihre Beschäftigten weiterqualifizieren müssen.
Als ein Beispiel für die Unterstützung der AfA nennt er im Bereich der Pflege die berufsbegleitende Weiterbildung von Quereinsteigern. Hier sei eine finanzielle Förderung des formalen Berufsabschlusses möglich. "Für das Unternehmen entsteht kein Verlust", betont er.
Westpfalz: Weiterbildung und lebenslanges Lernen
Auch der ZRW setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2012 für die Stärkung der regionalen Wirtschaft und damit auch für das Fördern des Fachkräftepotenzials ein. Dafür engagiert er sich unter anderem in mehreren Netzwerken – und jetzt auch in der Weiterbildungsagentur.
"Der Arbeitsmarkt und die dort nachgefragten Fähigkeiten verändern sich durch digitale und technologische Transformation sowie den demografischen Wandel immer schneller. Um dem zu begegnen, ist es erforderlich, die Weiterbildung und das lebenslange Lernen zu fördern", sagt ZRW-Geschäftsführer Hans-Günther Clev.
Was die neue Agentur konkret leisten soll
Mit der neu gegründeten Weiterbildungsagentur soll die nationale Weiterbildungsstrategie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales umgesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen die Analyse, Beratung und Förderung von Betrieben und ihren Beschäftigten. Die Partner wollen ihre Einschätzungen zusammenführen, ihre Angebote transparenter machen und stärker an den tatsächlichen Qualifizierungsbedarfen ausrichten.
- Unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung für die Weiterbildungsagentur in der Westpfalz: Hans-Günther Clev (Mitte), Geschäftsführer des Vereins ZRW, und Peter Weißler, Vorsitzender der Geschäftsführung der AfA, sowie Martina Sarter (links), Geschäftsführerin Operativ der AfA,
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Besonders kleine, mittelständische und Kleinstunternehmen sollen profitieren. Sie prägen die Wirtschaftsstruktur der Westpfalz und stehen zugleich vor der Herausforderung, Fachkräfte zu halten und zu gewinnen und vorhandene Beschäftigte weiter zu qualifizieren.
Dabei ist die Weiterbildungsagentur keine rechtlich selbstständige Institution, sie verfügt weder über einen eigenen Haushalt noch über Personal. Ihr Instrument ist der Weiterbildungsbeirat, der erstmals am Mittwoch, 14. Oktober, zu seiner konstituierenden Sitzung tagt. Geplant sind weitere Zusammenkünfte immer im ersten und dritten Quartal eines Jahres, um einen Ausblick ins Folgejahr zu werfen und sich über Qualifizierungsbedarfe auszutauschen.
Diese Partner bündeln ihr Wissen
Dem Beirat gehören neben AfA und ZRW der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Handwerkskammer der Pfalz, die Hochschule Kaiserslautern, die Industrie- und Handelskammer für die Pfalz, das Institut für Technologie und Arbeit e. V. sowie die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau an.
Weißler sagt: "Die Einbindung der Institutionen im Beirat mit deren Expertisen ist von entscheidender Bedeutung, um gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu meistern."
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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