Viadukt-Baustelle: Trippstadter Straße wird unter Vollsperrung saniert
- Am Viadukt beginnt der letzte große Bauabschnitt. Bei einem Ortstermin im Dezember 2025: Baudezernent Manuel Steinbrenner (rechts) mit Alexander Mock, Christoph Schenk und Referatsleiter Sebastian Staab vom Tiefbaureferat
- Foto: Stadt Kaiserslautern/gratis
- hochgeladen von Monika Klein
Kaiserslautern. Zwischen Logenstraße und Viadukt wird die Trippstadter Straße ab Dienstag, 14. April, bis voraussichtlich Spätsommer im Vollausbau saniert. Damit geht die Langzeitbaustelle am Viadukt in ihre letzte Phase über.
Auf rund 2100 Quadratmetern lässt die Stadt die Fahrbahn neu asphaltieren, Gehwege pflastern und barrierefreie Bushaltestellen sowie Schutzstreifen für Radfahrende einrichten. Auf dem Abschnitt haben Versorger bereits Glasfaser-, Fernwärme-, Strom- und Gasleitungen erneuert oder neu verlegt. Fertig ist auch die Gabionenwand, die den Hang des Bahndamms zur Straße hin absichert: Für die Verbreiterung der Trippstadter Straße trug man den Hang ein Stück ab, die Wand wurde wegen des steileren Böschungswinkels nötig; in den Nischen sollen noch Bäume gepflanzt werden.
Rad- und Fußverkehr: So ändert sich die Aufteilung der Straße
Für den Radverkehr plant die Stadt auf beiden Seiten der Trippstadter Straße 1,5 Meter breite Schutzstreifen. Dafür entfernt sie den Bürgersteig auf der Dammseite. Einen zwei Meter breiten Gehweg und Parkplätze soll es nur noch auf der Nordseite entlang der Häuser geben, dort entstehen eigene Parkbuchten. Die Stadt erwartet eine deutliche Verbesserung für den Radverkehr im Hinblick auf die Anbindung der neuen Fahrradstraße Parkstraße / Augustastraße in Richtung Südwesten und an die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU).
Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, will die Stadt das Viadukt voraussichtlich im August oder September, wieder vollständig in beide Fahrtrichtungen freigeben. Dann kann der Verkehr wieder durch die Trippstadter Straße als Teil der Südtangente fließen, was die Zollamtstraße laut Stadt deutlich entlasten soll.
Hintergrund: das Viadukt
Das ursprüngliche Bauwerk war ein Sandsteingewölbe und wurde in mehreren Bauabschnitten (1846 / 1868 / 1890-93) errichtet und 1935 erweitert. Im Rahmen einer Sonderbegutachtung aus dem Jahr 2005 wurde dem Bauwerk ein schlechter baulicher Zustand attestiert. Nach Jahren der Planung war Baubeginn im Jahr 2013.
Die bauliche Umsetzung zog sich insbesondere durch die Kündigung des Auftrags durch die DB und die Stadt Kaiserslautern im Jahre 2016 hin. Es folgten im Nachgang nochmals drei Ausschreibungsverfahren, bevor der Weiterbau am Viadukt im Sommer 2020 weitergehen konnte. Das neue von der Bahn errichtete Überführungsbauwerk besteht aus zwei Bauwerken – aus einem dreizelligen Stahlbeton-Rahmen mit einer lichten Weite von 21,60 Metern und einer Stahlbrücke mit einer lichten Weite von 32,8 Metern. red/lmo
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.