Kaiserslautern: Publikum urteilt über Hänsel und Gretel vor Gericht
- In der Scheune des Stadtmuseums wird aus dem bekannten Märchen ein Strafprozess – mit echten Juristinnen und Juristen auf der Bühne
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Kaiserslautern. Ein Märchenabend mit ungewöhnlichem Dreh: „Hänsel und Gretel vor Gericht“ bringt am Montag, 2. November, in Kaiserslautern einen Strafprozess auf die Bühne – samt Publikum als Schöffengericht.
In dem Stück landen die berühmten Geschwister aus der Grimm’schen Welt auf der Anklagebank. Der Gerichtssaal ersetzt den Märchenwald, und das Publikum erlebt live, wie ein Strafprozess wirklich abläuft – „natürlich mit einem Augenzwinkern, aber juristisch fundiert“, heißt es in der Ankündigung.
Juristinnen und Juristen statt Schauspielteam
Auf der Bühne stehen keine Schauspieler, sondern echte Juristinnen und Juristen. Die Rolle des Richters übernimmt Alexander Schwarz, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht in Zweibrücken, Rechtsanwältin Inga Neumüller tritt als Staatsanwältin auf und Professor Thomas Söbbing als Anwalt von Hänsel und Gretel.
Verhandelt wird unter anderem, ob das, was wie Notwehr erscheint, in Wahrheit Totschlag war – oder ob alles ganz anders lag. Die Veranstaltung spielt dabei auch mit der Frage, welche Rolle die Hexe in der Geschichte hat: „Opfer, Täterin oder einfach nur eine alte, alleinstehende Frau mit einem Hang zu Backwaren?“
Termin, Ort und Anmeldung
„Hänsel und Gretel vor Gericht“ findet statt am Montag, 2. November, um 17 Uhr in der Scheune des Stadtmuseums, Steinstraße 48. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung (Name und Anzahl der Personen) wird gebeten unter bildungsbuero@kaiserslautern.de. red/lmo
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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