Nach Hausbrand in Niederkirchen: Familie Mangold sucht dringend ein Zuhause

Pascal und Julie-Marie Mangold sind froh über die Übergangswohnung, in die sie mit ihren beiden Kindern nach dem Hausbrand in Niederkirchen einziehen konnten  | Foto: Monika Klein
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Niederkirchen. Eine alte Couch ist eines der wenigen Möbelstücke, die Julie-Marie und Pascal Mangold nach einem Hausbrand retten konnten. Längst ausrangiert, steht sie heute im provisorischen Wohnzimmer der jungen Familie. Ihr Zuhause ist unbewohnbar, die Übergangswohnung für vier Menschen und zwei Hunde beengt. Nun suchen Mangolds dringend eine längerfristige Unterkunft – am liebsten in ihrem Heimatdorf.

Von Monika Klein

Der 27. September verläuft für Familie Mangold zunächst wie ein gewöhnlicher Sonntag. Wenige Stunden später ist nichts mehr wie zuvor: Ein Feuer in der Gartenlaube greift auf das Wohnhaus über und macht es unbewohnbar.

Erst im Mai 2025 waren Mangolds in das Mietshaus mit 169 Quadratmetern und Garten im Hahnenhügel eingezogen. Der Großteil ihres Hausrats blieb zwar von den Flammen verschont, sei jedoch nicht mehr zu gebrauchen, erzählen sie. Denn laut einem Sachverständigen seien Möbel, Kleidung, Spielzeug und vieles mehr durch Rauchgase kontaminiert.

Die Familie mit zwei Kindern und zwei Hunden sucht dringend eine längerfristige Unterkunft in Niederkirchen | Foto: Monika Klein
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Beide Elternteile stammen aus dem Kreis Kaiserslautern, waren aber berufsbedingt mehrfach umgezogen. In Niederkirchen wollten sie sesshaft werden. Ihr Sohn Jack (7) ist gerade erst im Sommer eingeschult worden, seine vierjährige Schwester Blair besucht die kommunale Kita im Dorf.

"Das Gefühl, angekommen zu sein"

"Wir hatten zum ersten Mal das Gefühl, angekommen zu sein", erzählt das Paar. Umso schwerer wiegt der Verlust des Zuhauses. Zwei Wochen nach dem Brand stellt der Alltag einen Kraftakt dar. "Es fühlt sich an wie ein einziger langer Tag, es ist nicht real, so unwirklich", sagt die 26-Jährige mit belegter Stimme. Ihr Mann ergänzt: "Wir müssen von vorne anfangen. Es nützt ja nichts."

Wie die Familie den Brand erlebt hat

An diesem Sonntag kehren Mangolds nach einem Spielplatzbesuch zurück nach Hause. Während Jack spielt, bereitet die Mutter das Essen zu und der Vater setzt seine Tochter in die Badewanne. Beim Blick aus dem Fenster im ersten Stock entdeckt er das Feuer in der Gartenlaube. Er öffnet das Fenster, kann nicht wirklich glauben, was er sieht, hört aber das Prasseln und Knistern der Flammen. Dann überschlagen sich die Ereignisse.

"Ich bin die Treppe hinuntergestürmt und habe laut ,Feuer! Es brennt"' geschrien", erinnert er sich. Barfuß rennt er in den Keller, um mit  Feuerlöscher und Gartenschlauch einen Löschversuch zu unternehmen, der jedoch erfolglos bleibt. Etwas später fängt er einen der weggelaufenen Hunde wieder ein, holt den anderen aus dem Haus und bringt beide in Sicherheit.

In diesem Haus in Niederkirchen hat Familie Mangold bis zu dem Hausbrand gewohnt | Foto: Polizeipräsidium Westpfalz
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Währenddessen eilt die Mutter ins Bad. Auch sie öffnet das Fenster – und erschrickt angesichts der Hitze, die ihr entgegenkommt, und des Flammeninfernos, das sich etwa drei bis vier Meter vor ihren Augen abspielt. Sie packt ihre Tochter und setzt gegen 16.30 Uhr den Notruf ab, dann rennt sie mit beiden Kindern aus dem Haus. "Ich habe nur dagestanden und auf das Haus gestarrt", blickt seine Frau zurück. Ein Nachbar habe sie dann in sein Haus geholt.

Wenige Minuten später trifft die Feuerwehr ein. Nach Einschätzung des Familienvaters dauern die Löscharbeiten mehr als zwei Stunden. Das Feuer habe sich nach seinen Angaben von der Gartenlaube über die Hausfassade bis in den Giebel und den Dachboden gefressen. Laut der damaligen Polizeimeldung sei ein Schaden in mindestens sechsstelliger Höhe entstanden.

Mit zwei Kindern und zwei Hunden in einer kleinen Übergangswohnung

Für die ersten Tage tut sich ein Dach über dem Kopf als Notlösung für die Familie auf, während sie auf diversen Kanälen nach einer längerfristigen Unterkunft sucht. Als Übergang kann sie eine Drei-Zimmer-Wohnung in Niederkirchen beziehen, mit rund 60 Quadratmetern sind die räumlichen Verhältnisse sehr beengt – ein Faktor, der für Mensch und Tier belastend ist.

"Für die Kleine ist das Ganze eher ein Abenteuer, aber unser Sohn hat in den ersten ein, zwei Tagen viel geweint. Er hat immer wieder gesagt, dass er nach Hause will und wir konnten nur sagen, dass es nicht geht", schildern die Eltern die Situation für die Kinder. 

Familie Mangold sucht eine neue Bleibe in Niederkirchen

Seit dem Brand sind Mangolds täglich in dem Mietshaus, um ihre Habseligkeiten auszusortieren, zu entsorgen oder zu retten, was zu retten ist. Wann sie wieder in das laut Gutachter unbewohnbare Haus einziehen können, ist aktuell völlig unklar. "Wir wollen unbedingt wieder zurück", betonen die Eltern, die auch Niederkirchen nicht verlassen wollen. Vor allem wegen der Kinder, die ohnehin schon ihr Zuhause verloren haben und denen sie einen zusätzlichen Schul- und Kita-Wechsel ersparen möchten. 

Pascal und Julie-Marie Mangold sind froh über die Übergangswohnung, in die sie mit ihren beiden Kindern nach dem Hausbrand in Niederkirchen einziehen konnten  | Foto: Monika Klein
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Dankbar sind Mangolds für jede Form der Unterstützung, die ihnen entgegengebracht wurde. Sei es für die Unterkünfte oder für die Kleider- und Spielzeugspenden. Für größere Sachspenden steht keine Lagerfläche zur Verfügung und es fehlt an vielem. Für die Übergangsunterkunft und notwendige Neuanschaffungen fallen weitere Kosten an. Aus diesem Grund hat die Schwester von Pascal Mangold, Helena Mangold, auf der "gofundme"-Plattform einen Spendenaufruf gestartet. 

Die Eltern – beide sind berufstätig – sitzen auf der einst ausrangierten Couch in dem kleinen Wohnzimmer. Sie wünschen sich nichts mehr, als möglichst bald ein geeignetes Domizil für die vierköpfige Familie mit ihren Vierbeinern zu finden, bestenfalls ein kleines Häuschen mit Garten oder auch eine passende Wohnung käme infrage. 

Weitere Infos und Kontakt

Familie Mangold, Mobilnummer 0172 6255892
Wer die Familie mit einer Spende unterstützen möchte, kann dies online unter https://www.gofundme.com/f/unterstutzung-fur-meine-familie-nach-einem-brand tun. 

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Pascal und Julie-Marie Mangold sind froh über die Übergangswohnung, in die sie mit ihren beiden Kindern nach dem Hausbrand in Niederkirchen einziehen konnten  | Foto: Monika Klein
Die Familie mit zwei Kindern und zwei Hunden sucht dringend eine längerfristige Unterkunft in Niederkirchen | Foto: Monika Klein
In diesem Haus in Niederkirchen hat Familie Mangold bis zu dem Hausbrand gewohnt | Foto: Polizeipräsidium Westpfalz
Autor:

Monika Klein aus Kaiserslautern

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