"Brutaler Aufsteiger": Modelle von Studenten zeigen Ideen für Rathaus-Sanierung im Foyer
- Wer wissen will, wie das Rathaus in Zukunft aussehen und funktionieren könnte, kann sich jetzt im Rathaus selbst ein Bild machen: Im oberen Foyer läuft die Ausstellung „Brutaler Aufsteiger“ mit Modellen von Studierenden der Technischen Universität München.
- Foto: Stadt Kaiserslautern
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Kaiserslautern. Wer wissen will, wie das Rathaus in Zukunft aussehen und funktionieren könnte, kann sich jetzt im Rathaus selbst ein Bild machen: Im oberen Foyer läuft die Ausstellung „Brutaler Aufsteiger“ mit Modellen von Studierenden der Technischen Universität München.
Zu sehen sind die Arbeiten noch bis Mittwoch, 08. Juli, zu den Öffnungszeiten des Rathauses. Die Studierenden haben sich in einem Semesterprojekt unter dem Titel „Einfach (um)bauen“ mit der geplanten Rathaussanierung beschäftigt.
Ideen für ein denkmalgerechtes Rathaus
Baudezernent Manuel Steinbrenner eröffnete die Ausstellung am Freitag, 12. Juni. Er ordnet das Vorhaben so ein: „Das Rathaus ist die Herzkammer der Verwaltung und derzeit unser größtes Bauprojekt, an dem wir arbeiten.“
Wichtig dabei: Es geht nicht um eine fertige Planung, sondern um Anregungen für den weiteren Weg. „Die Entwürfe der Studierenden geben uns erste Anregungen, wie das Gebäude entwickelt werden könnte. Wir erhalten dadurch wertvolle Impulse und Ideen für den weiteren Prozess. Derzeit befinden wir uns noch in der Projektvorbereitung“, erklärte Steinbrenner.
Vortrag von Professor Florian Nagler
Zur Eröffnung kam Florian Nagler, deutscher Architekt und seit 2010 Professor für „Entwerfen und Konstruieren“ an der TU München, nach Kaiserslautern. Er hielt einen Vortrag über „Einfach (um)bauen“ am Beispiel des Rathauses. Im Mittelpunkt stand der Ansatz, mit möglichst wenig Eingriffen die Maßnahmen mit dem größten Effekt anzugehen – wirtschaftlich, ökologisch und auch mit Blick auf die Zusammenarbeit in der Verwaltung.
Das 1968 eingeweihte Hochhaus soll nicht nur baulich saniert werden. Die Aufgaben reichen aus Sicht des Projekts weiter: Wie sollte die Stadtverwaltung zukünftig arbeiten, und welche Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger muss das Haus erfüllen? Als Modellprojekt geht es dabei um den denkmalgerechten Umbau komplexer Verwaltungsbauten im Baustil des Brutalismus – daher der Titel „Brutaler Aufsteiger“.
Aktuell entwerfen die Studierenden auch 1:5-Modelle der Fassade samt der dazugehörigen Technik. Weil Technik wartungsintensiv sein kann, soll sie künftig einfacher bedienbar werden. Steinbrenner begrüßte die Zusammenarbeit so: „Wir schätzen es sehr, dass die Lehrstühle „Entwerfen und Konstruieren“ und „Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen“ das Projekt integriert betrachten. Durch die Verbindung von Hochbau und Technik werden uns bestmöglich passende Lösung vorschlagen“.
Neben dem Referat Gebäudewirtschaft arbeiten an der Rathaussanierung auch die Referate Organisation, Digitalisierung und Innovation, Finanzen sowie der Arbeitsschutz und der Personalrat mit. Steinbrenner dankte den Beteiligten für die engagierte Projektarbeit, die viele Kolleginnen und Kollegen zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben stemmen. [red]
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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