Betzenberg-Quartier: 72.300 Euro für die nächsten Planungsschritte
- Bei der Förderbescheidübergabe vor der Südtribüne des Stadions, der Parkplatz Süd dahinter soll überplant werden: Andreas Kühn (von links), Referent des Ministeriums, Elke Franzreb, Leiterin des Referats Stadtentwicklung, Sven Teuber, Minister Bauen und Wohnen, OB Beate Kimmel und Joachim Wilhelm vom Referat Stadtentwicklung
- Foto: Stadt KL/gratis
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Kaiserslautern. Rund um das Fritz-Walter-Stadion nimmt die Planung für ein neues Quartier mit etwa 500 Wohnungen die nächste Hürde: Für den städtebaulichen Wettbewerb zur Entwicklung der rund 14 Hektar großen Fläche gibt es jetzt eine Förderung von 72.300 Euro.
Am Montag, 3. August, kam Sven Teuber, rheinland-pfälzischer Minister für Bauen und Wohnen, auf den Betzenberg und übergab den Förderbescheid zur Finanzierung des Wettbewerbs. Die Entwürfe liegen bereits vor, am 18. und 19. August entscheidet das Preisgericht über die besten Arbeiten.
Was im neuen Quartier wichtig werden soll
Oberbürgermeisterin Beate Kimmel betonte, wie hoch die Erwartungen an die Entwürfe sind: „Ich bin begeistert, wie es sich anlässt. An dem Wettbewerb beteiligen sich namhafte Planungsbüros aus dem gesamten Bundesgebiet, die sicherlich allesamt kreative und qualitativ hochwertige Entwürfe einreichen werden.“
Für die Entwicklung spielen mehrere Punkte eine zentrale Rolle: Der Spielbetrieb des FCK soll mit dem damit verbundenen Lärm- und Parkdruck berücksichtigt werden. Gleichzeitig soll das neue Quartier eine nachhaltige Verbindung zum bestehenden Stadtteil Betzenberg herstellen und damit auch mögliche Defizite angehen, die besonders durch die Schließung von Nahversorgern und Dienstleistern entstanden sind.
Kimmel nennt auch konkrete Ziele für die Bebauung: Etwa 500 Wohneinheiten soll das Quartier umfassen, außerdem soll es möglichst grün und autoarm sein. „Wir wollen alle Überschriften bestmöglich bedienen und ich bin sehr zuversichtlich, dass das gelingen kann“, so Kimmel. red
So lief der Wettbewerb bisher weiter
Nach einem ersten Treffen des Preisgerichts im Januar schrieb die Stadt den Wettbewerb Anfang Februar aus. Mitte März wählte sie aus den eingegangenen Bewerbungen insgesamt 20 Planungsbüros sowie sechs Nachrücker aus.
Bis 23. Juni erarbeiteten die teilnehmenden Büros ihre Wettbewerbsentwürfe. Am 18. und 19. August juriert das Preisgericht die fünf besten; im Anschluss soll eine öffentliche Ausstellung folgen.
Den Ausschreibungstext erarbeiteten das Referat Stadtentwicklung und das auf städtebauliche Wettbewerbe spezialisierte Büro „Hille Tesch Architekten + Stadtplaner“ aus Ingelheim. In den Prozess flossen auch Stimmen wichtiger Akteure ein, darunter die Fritz-Walter-Stadiongesellschaft mbH sowie der „Runde Tisch“ mit Vertretern der Bürgerinitiative Betzenberg, der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und der RPTU.
Der Rahmenplan aus dem Wettbewerb soll dann – analog etwa zum Pfaff-Areal – als Grundlage eines neuen Bebauungsplans dienen. Bis zur Baureifmachung rechnet die Stadt mit einem Zeitraum von etwa drei bis fünf Jahren. [red]
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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