300 ungewöhnliche Welse in Kaiserslautern suchen ein neues Zuhause
- Mit ihrem Saugmund reinigen Antennenwelse Oberflächen im Aquarium – deshalb werden sie oft auch „Scheibenknutscher“ genannt
- Foto: Daniel Bendel/gratis
- hochgeladen von Monika Klein
Kaiserslautern. Nach einem Todesfall mussten rund 300 Antennenwelse aus einer privaten Haltung abgegeben werden. Jetzt haben die ungewöhnlichen Fische vorübergehend beim Aquarien- und Terrarienverein „Quack“ in Kaiserslautern ein neues Zuhause gefunden. Dort warten die sogenannten „Scheibenknutscher" auf erfahrene Aquarianer, die ihnen dauerhaft ein neues Becken bieten können.
Warum plötzlich 300 Antennenwelse im „Quack“ leben
Mitte Juni sind beim Verein für Aquarien- und Terrarienkunde Kaiserslautern 1929 in der Entersweilerstraße 71 hat seit einiger Zeit neue Bewohner. Etwa 300 Welse sind dort wegen eines Todesfalles eingezogen. Sie stammen aus privater Haltung.
Durch die Neuzugänge sind jetzt im Verein verschiedene Farbformen vorhanden, die durch Mutation aus der braunen Grundform entstanden sind. Dies sind eine weiße und gelbe Form, die es jeweils auch als Albinos gibt.
Deshalb heißen die Fische „Scheibenknutscher"
Diese Ancistrus-Welse, so der biologische Name, zeichnen sich bei den Männchen durch antennenartige Fortsätze auf der Schnauze aus, die den Fischen ein groteskes Aussehen verleihen. Diese Auswüchse enthalten Drüsenzellen, die ein nährstoffreiches Sekret absondern, das der Ernährung der vom Vater gepflegten Jungen dient.
Ancistrus-Welse sind Aufwuchsfresser. Sie raspeln mit ihrem Saugmund Oberflächen im Aquarium ab, wobei sie auch Aquarienscheiben nicht auslassen. Deshalb werden die Fische auch als „Scheibenknutscher“ bezeichnet.
Voraussetzungen für die Haltung eines Antennenwelses
Wer sich für die Haltung der zwölf bis 15 Zentimeter lang werdenden Tiere interessiert, sollte ein mindestens 100 Liter fassendes Aquarium verwenden, in dem ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen gehalten werden können. Eine Haltung von mehr als einem Männchen sollte nur in wesentlich größeren Becken erfolgen, da diese untereinander etwas unverträglich sind. Hinsichtlich der Wasserwerte sind die Tiere sehr tolerant, eine Temperatur von 22-26°C ist angebracht.
Der Verein möchte die Fische möglichst bald an kompetente Liebhaber weitergeben. Interessierte sind zum Stammtisch mittwochs ab 16 Uhr sowie zur Zierfischbörse an jedem ersten Sonntag im Monat ab 9Uhr herzlich eingeladen und willkommen. red
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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