Verheiratet mit den Verlobten durch Italien
Acquario e Vicica Stazione idrobiologica di Milano

- Irene vor einem Mosaik außerhalb des Aquariums
- Foto: Stephan Alberti-Riedl
- hochgeladen von Stephan Alberti-Riedl
Im Kleinen hält man sich oft Fische in einem Aquarium. Wie sieht es aber aus, wenn jemand ein großes Aquarium baut und damit einen Wasserkreislauf erlebbar machen möchte? Dann erhalten wir das Acquario e Civica Stazione Idrobiologica, wo wir am letzten Tag unseres Mailand-Ausflugs waren.
Bereits von außen überzeugte uns das Aquarium mit seiner schönen Gestaltung. Das Gebäude war im Wiener Jugendstil gehalten, aber hatte so seine Besonderheiten: So konnten wir einen muschelförmigen Brunnen bewundern, über dem eine Statue des Neptun thronte. Über eine Rampe gelangten wir ins Innere und starteten unsere Erkundungstour.
Der Rundgang war so angelegt, dass er den Wasserverlauf von den Alpentorrenten über Flüsse bis zum Meer in thematischen Abschnitten nachzeichnete. So konnten wir die Süß- und Salzwassertiere, die die jeweiligen Gewässer lebten, aus nächster Nähe betrachten. Laut der offiziellen Internetseite tummeln sich hier insgesamt um die 100 Arten. Weiterhin gab es einen Abschnitt mit einer Korallenriff-Simulation, der die Veränderungen des Mittelmeers zeigte.
Außerdem erfuhren wir noch etwas über die Geschichte des Aquariums: Es wurde 1906 im Rahmen einer Veranstaltung eröffnet, aber blieb danach erhalten. Zudem gilt es als das drittälteste Aquarium Europas. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt, aber ab 1952 wieder instand gesetzt und passend zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2006 noch einmal architektonisch restauriert. Zusätzlich zur Ausstellung beherbergt das Museum noch eine Stazione Idrobiologica (Forschungsstation Meeresbiologie), die zum Polo die Musei Scientifici der Stadt gehört.
Ursprünglich machte uns von außen der Garten des Aquariums neugierig, wodurch wir es erst aufsuchten. Als wir mit der Besichtigung fertig waren, machten wir eine kurze Pause in der grünen Oase, wo kunstvoll verschiedene Ökosysteme nachgebildet wurden: Sümpfe, Quellen,Teiche oder Gräben – mit den entsprechenden Bewohnern. So sahen wir unter anderem Schildkröten und Fische und konnten die friedliche Atmosphäre genießen, bevor wir weitergingen.
Insgesamt können wir einen Ausflug ins Acquario sehr empfehlen – der lehrreiche Wasserweg und die vielen Tierarten, die man bewundern kann, gehören für Naturbegeisterte ins Pflichtprogramm.



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